Dienstag, 28. März 2017
Solidaritätsanzeige

Burkina Faso Parliament Burns by The Speaker, on Flickr (CC BY 2.0) Wir dokumentieren nachstehend eine Erklärung des internationalen Netzwerks »Gerechtigkeit für Thomas Sankara, Gerechtigkeit für Afrika«

Der Volksaufstand hat das dekadente Regime von Blaise Compaoré hinweggefegt. Der 30. und 31. Oktober 2014 sind in die Geschichte eines mutigen, reifen und würdigen Volkes eingegangen, und darüber hinaus in die Geschichte Afrikas und der ganzen Welt. 27 Jahre Herrschaft dieses blutigen Megalomanen, das reicht!

 

Das Volk hat seine so häufig mit Füßen getretene Würde wieder gefunden. Es nimmt sein Schicksal mit Macht, Intelligenz und Entschlossenheit in die Hand. Was für eine Freude, welch bewegende Momente!

In diesen entscheidenden Stunden haben sich alle treibenden Kräfte Burkina Fasos vereint. Sie haben diesem korrupten Regime ein Ende bereitet, das zu lange die Unterstützung durch die internationale Staatengemeinschaft genoss, während es doch sein Volk in Elend und Unterdrückung hielt. Obwohl er sein Land ins Chaos gestürzt hatte, haben einige seiner Unterstützer bis zum letzten Augenblick vorgeschlagen, dass Blaise Compaoré die Übergangsphase leiten solle.

Nach diesem ersten Sieg sollten sich die Militärs, die zivilgesellschaftlichen Organisationen und die politischen Parteien der alten Opposition schnell im Sinne eines friedlichen Übergangs einigen. Da es das Volk war, das den Sieg herbeigeführt hat, sollte schnellstmöglich eine Politik umgesetzt werden, die vornehmlich das Elend im vollständigen Einklang mit dem Volkswillen bekämpft.

Das Internationale Netzwerk „Gerechtigkeit für Sankara, Gerechtigkeit für Afrika“ verneigt sich vor der fabelhaften burkinischen Bevölkerung, insbesondere der Jugend, die sich den Sicherheitskräften mit bloßen Händen entgegengestellt hat. Mehrere Dutzend Menschen haben ihr Leben geopfert! Mögen sie in Frieden ruhen und als Helden in unseren Erinnerungen bleiben!

Das Netzwerk bedankt sich bei ihnen, der Heuchelei der internationalen Gemeinschaft ein Ende bereitet zu haben. Einer internationalen Gemeinschaft, die Blaise Compaoré als einen „Mann des Friedens“ anpries, einen Mann, der in alle Kriege die die Subregion in Brand gesteckt und hunderttausende Opfer gefordert haben, verstrickt war. Alle progressiven Kräfte in Afrika und der ganzen Welt müssen jetzt die Revolution in Burkina Faso direkt unterstützen und konkrete Solidarität organisieren.

Blaise Compaoré ist geflüchtet. Er muss verhaftet und für seine Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden. Wir fordern eine unabhängige internationale Untersuchung der Ermordung von Thomas Sankara am 15. Oktober 1987. Von den Mitgliedern des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika fordern wir, dass sie die Öffnung der Archive jener Zeit und eine Untersuchung über eine eventuelle Mittäterschaft des CIA beschließen. Von den französischen Parlamentariern fordern wir die Einleitung einer parlamentarischen Untersuchung über die Ermordung Thomas Sankaras,  wie sie schon zweimal bei der französischen Nationalversammlung beantragt wurde, am 20. Juni 2011 und am 5. Oktober 2012. Wir rufen die Menschen in Togo und Côte d’Ivoire dazu auf, eine Aufklärung der Beteiligung ihrer Länder bei der Ermordung einzufordern.

Es kann keine Demokratie bei gleichzeitiger Straflosigkeit geben. Die Kampagne “Gerechtigkeit für Thomas Sankara, Gerechtigkeit für Afrika“, die sich auf mittlerweile 14.000 Unterschriften (http://thomassankara.net/spip.php?article880) und unzählige Organisationen und politische Parteien weltweit stützt, muss sich noch verstärken. Denn Blaise Compaoré hat mächtige Unterstützer, die wir ohne Unterlass anklagen und denunzieren werden. Wir müssen mehr denn je fordern, dass dem Recht zur Geltung verholfen wird. Die Stunde der Wahrheit und der Gerechtigkeit naht. Lasst sie uns alle gemeinsam vorantreiben!

Ehre dem burkinischen Volk! Gerechtigkeit für Thomas Sankara und seine am 15. Oktober 1987 ermordeten Kameraden, Gerechtigkeit für alle Ermordeten und Opfer von Wirtschaftsverbrechen!

Das Internationale Netzwerk „Gerechtigkeit für Thomas Sankara, Gerechtigkeit für Afrika“

Am 2.  November 2014 in Ouagadougou, Abidjan, Berlin, Dublin, Toronto, Dakar, Paris, Montpellier, New York, Washington, Bamako, Lomé, Nairobi, Madrid, Brüssel, Turin, Ajaccio, Toulouse, Rennes, München, Kinshasa

Quelle: thomassankara.net / RedGlobe

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