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Verjagt mit Schüssen, begrüsst mit Applaus |
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Honduras
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Sonntag, den 29. Mai 2011 um 00:10 Uhr |
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»Vor zwei Jahren wurde er mit Schüssen verjagt, heute wird er mit Applaus begrüsst - José Manuel Mel Zelaya!« Der Tochter des 2009 gestürzten Präsidenten, Xiomara Hortenzia alias »La Pichu«, war die Bewegung anzumerken, als sie ihrem Vater vor Tausenden begeisterten Menschen das Mikrofon reichte. Zuvor hatte sie die Vereinbarung verlesen, die ihr Vater mit dem gegenwärtigen honduranischen Staatschef Porfirio Lobo unterzeichnet hatte. Ihre Betonung war eindeutig, so dass das juristisch formulierte Papier deutlich wurde: Die Verfassung des Landes wird geändert, damit eine Volksabstimmung über die Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung durchgeführt werden kann. »Wir haben auf keinen einzigen Punkt unserer Forderungen verzichtet«, unterstrich auch Zelaya.
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Zelaya ist zurück in Honduras! |
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Honduras
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Samstag, den 28. Mai 2011 um 22:32 Uhr |
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Um kurz vor 22.30 Uhr MESZ ist der im Juni 2009 gestürzte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, in sein Heimatland zurückgekehrt. An Bord einer Maschine der venezolanischen Fluggesellschaft Conviasa landete er in Begleitung einer internationalen Delegation und von Mitstreitern auf dem Flughafen Toncontín in Tegucigalpa. Vor den Toren des Flughafens haben sich Tausende versammelt, um Mel zu begrüssen. Mit einem Autocorso begab sich Zelaya vom militärischen Teil des Airports, wo er gelandet war, zu den Wartenden, die ihn begeistert begrüsst haben. Zu ihnen spricht er jetzt.
Wir dokumentieren die Ereignisse in Form von Fernsehbildern:
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 28. Mai 2011 um 23:28 Uhr |
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Auf dem Weg nach Hause |
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Honduras
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Samstag, den 28. Mai 2011 um 20:56 Uhr |
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Während Tausende in Tegucigalpa am internationalen Flughafen Toncontín auf die Heimkehr des im Juni 2009 gestürzten Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya, warten, ist dieser in Nicaraguas Hauptstadt Managua zur letzten Etappe seiner Reise aufgebrochen. Am Flughafen von Managua will Nicaraguas Präsident Daniel Ortega Zelaya mit allen Ehren verabschieden. Begleitet wird Zelaya von Angehörigen, Mitgliedern seines Regierungskabinetts wie der früheren Außenministerin Patricia Rodas und internationalen Persönlichkeiten, darunter Venezuelas Außenminister Nicolás Maduro. Die Gruppe wird in zwei Flugzeugen aus Nicaragua nach Honduras fliegen, wo ihn immer mehr Menschen erwarten.
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Tausende wollen Manuel Zelaya empfangen |
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Honduras
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Samstag, den 28. Mai 2011 um 09:51 Uhr |
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Der am 28. Juni 2009 durch einen Militärputsch gestürzte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, kehrt am heutigen Sonnabend nach Honduras zurück. Hunderte haben sich bereits am internationalen Flughafen Toncontín versammelt, obwohl die Ankunft von »Mel« erst nach 11 Uhr vormittags Ortszeit (19 Uhr MESZ) erwartet wird, sind bereits jetzt aus dem ganzen Land Busse, Lastwagen und andere Fahrzeuge unterwegs, um die Menschen in die Hauptstadt Tegucigalpa zu bringen. Dabei lassen sie sich Berichten zufolge auch nicht von Schikanen der Putschisten behindern. So hat der Generaldirektor für Transportwesen in der honduranischen Hauptstadt, Blas Ramos, offenbar die Beschlagnahmung der Busse angeordnet, damit diese nicht für den Transport der Demonstranten benutzt werden können.
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Ein Jahr danach: Kein Ende des Widerstands |
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Honduras
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Dienstag, den 29. Juni 2010 um 10:40 Uhr |
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Trotz eines massiven Militär- und Polizeiaufgebots sind gestern in Tegucigalpa und anderen Städten Honduras' tausende Menschen auf die Strasse gegangen, um ein Jahr nach dem Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Manuel Zelaya für eine Rückkehr zur Demokratie und die Einberufung einer Verfassunggebenden Versammlung zu demonstrieren. Zu den Aktionen hatte die Nationale Widerstandsfront (FNRP) aufgerufen, ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, linken Organisationen, Menschenrechtsvereinigungen und Feministinnen, das sich vor einem Jahr spontan gebildet hatte. Der frühere Präsidentschaftskandidat Carlos H. Reyes kritisierte das Aufgebot der Uniformierten: »Sie wollen die Bevölkerung einschüchtern, aber wir Honduraner dürfen keine Angst haben.«
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Ein Jahr Widerstand |
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Honduras
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Montag, den 28. Juni 2010 um 14:08 Uhr |
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Mittlerweile ist es ein Jahr her, dass der gewählte Präsident von Honduras, einem der ärmsten Länder Mittelamerikas, im Morgengrauen von Militärs aus dem Bett geholt und ausser Landes verfrachtet wurde. Hinter dem Putsch stand und steht bis heute die Oligarchie in Honduras, eine kleine, aber immens reiche Oberschicht, die von Armutslöhnen und einer extrem ungerechten Landverteilung profitiert. Unter der Präsidentschaft Zelayas fand nicht nur der Beitritt von Honduras zum linken Staatenbündnis ALBA statt, sondern auch der Mindestlohn sollte erhöht werden. Das wollte die Oligarchie, die um hohe Profite fürchtete, nicht akzeptieren, und putschte gegen den gewählten Präsidenten.
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