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Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend

Pressemitteilung zum Kurdenprotest auf einem Schiff im Hamburger Hafen | Drucken |  E-Mail
Hamburg
Freitag, den 20. April 2012 um 15:09 Uhr

Die »Entführer« wurden von der Polizei abgeführtWir dokumentieren nachstehend die von der Informationsstelle Kurdistan (ISKU) verbreitete Pressemitteilung der »Entführer« einer Fähre im Hamburger Hafen. Die kurdischen Aktivisten hatten das Schiff am Donnerstag kurzzeitig besetzt, um auf den derzeit in Strasbourg und in türkischen Gefängnissen stattfindenden Hungerstreik von Kurden aufmerksam zu machen.

»Wir haben auf dem Schiff im Hamburger Hafen eine friedliche Protestaktion durchgeführt. Das Ziel war, unsere Solidarität mit den Hungerstreikenden in Straßburg und den mehr als 1000 kurdischen Hungerstreikenden politischen Gefangenen in der Türkei zum Ausdruck zu bringen. Sie befinden sich nach 50 Tagen Hungerstreik mittlerweile in Lebensgefahr.

Leider werden die schlimmen Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Kurdinnen und Kurden in der Türkei hier kaum wahrgenommen. Ungefähr 9000 Politiker sind im Gefängnis, immer wieder werden Zivilisten getötet. Abdullah Öcalan kann seit acht Monaten von niemandem mehr besucht werden. Er ist total isoliert. Wir fordern seine Freilassung und Frieden in Kurdistan.

Unser Protest auf dem Schiff war eine Form zivilen Ungehorsams. Wir haben ein Schiff ausgesucht, weil die Besuche von Anwälten und Verwandten bei Abdullah Öcalan immer wieder verhindert werden. Das AKP-Regime verhindert sie unter dem Vorwand, dass zu viel Wind wäre oder das Schiff kaputt ist, mit dem die Besucher Herrn Öcalan auf der Insel Imrali besuchen könnten. Wir wollten niemandem in irgendeiner Form Gewalt antun oder Schaden zufügen. Wir bedauern, wie besorgt Mütter und Kinder ausgesehen haben. Das hat uns sehr traurig gemacht. Das hat uns aber auch an die Situation der kurdischen Kinder erinnert. Sie werden oft im Alter von zehn Jahren ins Gefängnis gesteckt, weil sie an Demonstrationen teilnehmen. Vielleicht können die Mütter und Kinder ja verstehen, warum wir diese Aktion gemacht haben, wenn sie wissen, dass die kurdischen Kinder  in den Gefängnissen immer wieder misshandelt und vergewaltigt werden. 2300 Kinder sind dort gerade inhaftiert.

Wir hoffen mit dieser Aktion in Europa auf positive Weise Aufmerksamkeit auf die schwere Situation in der sich die kurdische Bevölkerung befindet zu lenken. Auch die Öffentlichkeit und die Politiker in Deutschland haben auf Grund der vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Verflechtungen eine Verantwortung für die Lage der Kurdinnen und Kurden.«

Quelle: Informationsstelle Kurdistan / RedGlobe

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Kommentare 

 
-5 #3 2012-04-20 16:57
Mein Tipp an Tal-i-ban ich schreibe mit Absicht so. ich möchte kein BKA trojona auf mein Rechner.

bitte geht nach Straßburg und protestiert wie die Kurden, für ein freies Islam Staat, mal schauen wie lang ihr dort Protestieren könnt. ich tippe auf 10 Minuten.
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-7 #2 2012-04-20 16:34
Hier spricht einer von Demokratie und Mensch rechte, und gleichzeitig Kapern ein Schiff, Liebe Kurden das was ihr macht hat aber gar nichts mit Demokratie Zutun. nein nein so wird das nichts mit Kurdistan.
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-6 #1 2012-04-20 16:18
Könnt ihr bitte zu hause demonstrieren und dort Schiffe entern??? Elbfähren haben damit nix zu tun! BTW: Gelesen und erstmal für interessant befunden, aber Aktionen oder Wellen von Protest löst das hier nicht aus - dafür haben wir genug eigene Probleme, sorry.
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