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Hamburger stoppten Nazis - trotz Polizeigewalt |
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Hamburg
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Samstag, den 02. Juni 2012 um 20:34 Uhr |
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Der braune Spuk in Hamburg ist vorbei, die Faschisten werden zu einem Großteil derzeit mit der Bahn nach Süden abtransportiert. Nur durch massive Polizeigewalt konnten sie heute überhaupt ein Stück durch die Stadt laufen - auf einer völlig anderen Strecke, als zuvor genehmigt. Statt durch Wandsbek wurden sie von der Polizei zum S-Bahnhof Hasselbrook gelenkt. Zehntausende Menschen protestierten gegen die Provokation der Nazis, davon rund 10.000 auf dem Rathausmarkt bei einem vom Senat veranstalteten Konzert, dessen politische Botschaft über weite Strecken hinter Musik und Fun zurücktrat. Etwa ebensoviele Menschen beteiligten sich nahe der Naziroute an den Blockaden und wehrten sich gegen die brutalen Übergriffe der Polizei, die versuchten, den Faschisten mit Pfefferspray, Schlagstöcken, Wasserwerfern und Reiterstaffeln den Weg freizuprügeln.
Über drei Stunden hatten die etwa 500 Nazis - nur die Hälfte der ursprünglich erwarteten Zahl - warten müssen, bis sie unter dem Schutz der Staatsmacht losgehen konnten. Doch sie kamen nicht weit. »Es waren einfach zu viele Gegendemonstranten am Eilbeker Weg«, erklärte eine Polizeisprecherin gegenüber Journalisten. Trotz massiver Gewalt und dem Einsatz von Wasserwerfern gelang den Beamten nicht, die Blockade dort zu räumen. An anderen Stellen wurden die Strassen durch brennende Barrikaden versperrt. Die »Hamburger Morgenpost« meldete gegen 17.30 Uhr: »Die Neonazis stecken in der Hasselbrookstraße (Ecke Peterskampweg) fest. Alle Nebenstraßen sind von Gegendemonstranten blockiert. Die Rechten sind jetzt eingekesselt.«
Das »Hamburger Bündnis gegen Rechts«, das am Morgen eine Demonstration mit 7000 Teilnehmern in der Innenstadt veranstaltet und die Blockaden unterstützt hatte, kritisierte das Vorgehen der Polizei. »Es wurden Pfefferspray und Wasserwerfer eingesetzt, und die Reiterstaffel ritt in die Sitzenden direkt hinein«, erklärten Sprecher. Statt so gewaltsam gegen die Demonstranten vorzugehen, hätte die Polizei den Naziaufmarsch beenden können, das wäre angemessen gewesen.
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