Donnerstag, 23. Februar 2017
Solidaritätsanzeige

Frauen

frauenpowerAm 14. Februar 2017 – pünktlich zum Valentinstag – kommt der 2. Teil von »50 Shades of Grey« in die deutschen Kinos. Der Film, der auf der gleichnamigen Buchreihe basiert, porträtiert die Beziehung zwischen Christian Grey und Anastasia. Christian Grey, ein Multimillionär, verpflichtet Anastasia per Vertrag, ihm sexuell zu Diensten zu sein. Seine Vorlieben: BDSM – kurz für Bondage, Dominance, Submission, Sadomasochism – Fesseln, Dominieren, Unterwerfung und Sadomoasochismus. Er schlägt und stalkt Anastasia, isoliert sie und bringt sie in emotionale und finanzielle Abhängigkeit, um ihr Leben zu kontrollieren. Ana erfüllt seine Wünsche – allerdings nur in der Hoffnung, zu ihm und seinen Gefühlen durchzudringen – das klassische Szenario einer gewalttätigen Beziehung, wie sie Frauen weltweit millionenfach erleiden.

feministische partei die frauen logoCem Özdemir, Chef von Bündnis 90 / Die Grünen, erklärte am 4. Januar in einem Interview mit dem ZDF-»Heute Journal«, er sei »Vorsitzender einer Frauenrechtspartei, einer feministischen Partei«. Das weist die Feministische Partei Die Frauen per Pressemitteilung zurück: »Um möglichen Missverständnissen vorzubeugen, möchte die Bundessprecherinnenrunde der Feministische Partei Die Frauen folgendes klarstellen: Cem Özdemir ist NICHT Vorsitzender der Feministischen Partei Die Frauen.«

Frauentag ist unser TagEhemann, Kinder, einen guten Job mit Verantwortung, toll aussehen und den Haushalt schmeißen! Am besten natürlich alles gleichzeitig. Das ist der Anspruch, den diese Gesellschaft an Frauen stellt. Die Karrierefrau, die nebenbei locker noch Familie und Haushalt wuppt, dann klappt es auch sich auf dem Arbeitsmarkt durchzusetzen. Ums Durchsetzen geht es – Selten hören wir, dass wir für alle Verbesserungen dann durchsetzen können, wenn wir gemeinsam agieren. Dass Frauen zusätzlich noch die Kinder und der Haushalt zufallen, naja das ist dann Pech und gehört eben „naturgemäß“ zur Rolle der Frau. Aber ist das wirklich so? Und wenn ja, muss es so bleiben?

Die Feministische Partei Die Frauen lehnt eine Verschärfung des Asylrechts als Konsequenz aus den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln ab und fordert stattdessen eine Verschärfung des Sexualstrafrechts. In einer am Donnerstag versandten Pressemitteilung schreibt die »Bundessprecherinnenrunde« der Partei: »Die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht haben ihre Ursache in der Legalisierung und Duldung von Gewalt gegen Frauen!

#ausnahmslosWir dokumentieren nachstehend den als Reaktion auf die Vorfälle in der Silvesternacht in Köln veröffentlichten Aufruf #ausnahmslos, der unter anderem von Angela Davis und zahlreichen weiteren Politikerinnen unterzeichnet wurde:

In der Silvesternacht auf 2016 waren in Köln und anderen deutschen Städten viele Frauen sexualisierter Gewalt an öffentlichen Plätzen ausgesetzt. Diese Taten müssen zügig und umfassend aufgeklärt werden. Die Schutzlücken im Straftatbestand der sexuellen Nötigung/Vergewaltigung müssen endlich geschlossen werden.

Wir fordern, dass den Betroffenen jetzt alle Unterstützung und Hilfe zukommt, die sie benötigen. Wir stehen solidarisch mit all denjenigen, die sexualisierte Gewalt und Belästigung erfahren und erfahren haben.

»Equal Pay Day« in Augsburg. Foto: Claudia SchröppelBundesweit haben Gewerkschaften und Verbände auf den heutigen »Equal Pay Day« aufmerksam gemacht. Bei diesem bundesweiten Aktionstag geht es darum, darauf aufmerksam zu machen, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt immer noch 22 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Im europäischen Vergleich ist Deutschland damit eines der Schlusslichter. Um das Einkommen zu erzielen, das Männer bereits am 31.12. des Vorjahres hatten, müssen Frauen bis zum so genannten Equal Pay Day des Folgejahres arbeiten, im Jahr 2014 also bis zum 21. März. Deshalb findet der Aktionstag heute statt. Im vergangenen Jahr fiel der Equal Pay Day übrigens auf das selbe Datum - es hat sich in den vergangenen zwölf Monaten nichts geändert.

Femen-Aktion im Kölner DomEine Aktivistin der Frauengruppe Femen hat heute morgen den Weihnachtsgottesdienst im Kölner Dom genutzt, um gegen die »mittelalterlichen« Positionen der katholischen Kirche zu protestieren. Wie die Gruppierung auf ihrer Homepage mitteilte, richtete sich die Aktion von Josephine Witt speziell gegen die Forderungen des Klerus nach einer Kriminalisierung von Abtreibungen. »Der manische Wunsch, die Gebärfähigkeit von Frauen kontrollieren zu wollen, ist etwas, das die Religion mit dem Nationalsozialismus, Nationalismus und anderen rückständigen, antihumanistischen Ideologien gemeinsam hat.«

Internationaler FrauentagInternationaler FrauentagAus Anlass des heutigen Internationalen Frauentags sowie der derzeit in New York stattfindenden 57. Tagung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen haben 15 in Deutschland akkreditierte Botschafterinnen eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Gudrun Knopp, unterzeichnete das Dokument, das wir nachstehend dokumentieren.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beenden ist unsere Verantwortung, Pflicht und Priorität!

Wir, die Botschafterinnen der Länder Bolivien, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, El Salvador, Georgien, Indien, Liberia, Madagaskar, Mali, Nicaragua, Niger, Philippinen, Ruanda, Südsudan, Vietnam, sowie die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gudrun Kopp, erklären gemeinsam:

Internationaler FrauentagInternationaler FrauentagDer #Aufschrei ist verhallt, die Männerriegen haben sich rasch geschlossen und das übliche Programm abgespult, das Frauen lächerlich macht, sie marginalisiert und ihnen letztendlich die Schuld sexualisierter Gewalt durch Männer zuschiebt.

Der #Aufschrei ist verhallt, und die Bundeskanzlerin mit ihren Ministerinnen für Frauen bzw. Arbeit haben sich nicht zu Wort gemeldet.

Der #Aufschrei ist verhallt und die Tatsache, dass alle Frauen in Deutschland sexualisierter Gewalt durch Männer, durch die Medien, durch die Werbung oder durch ökonomische Zwänge ausgesetzt sind, wird ohne besondere Betroffenheit zur Kenntnis genommen.

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