RedGlobe RSS-Feed

Translate RedGlobe

BesucherInnen:

Heute:2562
Gestern:6982
Seit 1. Juni 2005:16273243

junge Welt

redblog

UZ - Unsere Zeit

Zeitung vum Letzeburger Vollek

Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend

GreenGlobe - Die RedGlobe Umweltseiten

Twitter-Tsunami trifft neuen Umweltminister | Drucken |  E-Mail
Umwelt (GreenGlobe)
Donnerstag, den 07. Juni 2012 um 13:25 Uhr

Peter Altmeier bei TwitterNeue Wege in der Kommunikation zwischen Regierten und Regierenden: Seit dem gestrigen Mittwoch bekommt der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier hunderte Kurznachrichten von Bürgerinnen und Bürgern über den Internetdienst Twitter mit der Frage: »Lieber Peter Altmaier, warum wollen Sie mich noch zehn weitere Jahre dem Risiko eines Super-GAU aussetzen?« Anlass ist der erste Jahrestag der Entscheidung im Bundeskabinett, neun Atomkraftwerke noch lange Jahre weiterzubetreiben. Inzwischen hat der Minister verärgert auf die Stimmen aus der Bevölkerung reagiert und es entspannt sich eine rege Debatte auf Twitter.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die die Twitter-Aktion initiierte: »Endlich gibt es einmal die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, direkt mit einem Minister zu kommunizieren und nicht in Vorzimmern hängenzubleiben. Altmaier bekommt persönlich die massive Kritik aus der Bevölkerung mit, weil die Bundesregierung  nach Fukushima noch weitere zehn Jahre des Risiko einer Atomkatastrophe in Kauf nimmt. Denn damit sind viele Menschen nicht einverstanden. Dass der Atomausstieg auch schneller ginge, zeigt uns die Entwicklung in Japan. Dort sind innerhalb von 14 Monaten sämtliche Reaktoren heruntergefahren worden und das Land kommt derzeit ohne Atomstrom aus.«

Der Minister (https://twitter.com/#!/peteraltmaier) reagierte bereits gereizt auf die Anfragen. Ebenfalls über Twitter teilte er mit: »An alle Super-Gau-Twitterer: Arbeite mit Hochdruck, dass Energiewende 2022 gelingt. Eure Aktion ist für die Erneuerbaren nicht hilfreich.« Und etwas später: »Die Super-Gau-Tweets bewirken, dass Tweets von Anderen nicht von mir gelesen werden. Schade. Sagt wieviele Ihr seid, aber spamt bitte nicht«

Diese Reaktion ist für Stay nicht hinnehmbar: »Wenn Altmaier nun auf Twitter die Meinungsäußerungen und Fragen aus der Bevölkerung als ‚spam‘ diffamiert, wirft das kein gutes Licht auf sein Demokratieverständnis. Wir sind aber gerne zu einem Gespräch mit dem Minister bereit, um ihm unsere Bedenken bezüglich des Weiterbetriebs von neun gefährlichen Atomkraftwerken zu erläutern.«

Weitere Informationen zu der Aktion: www.ausgestrahlt.de/mitmachen/altmaier.html

Joomla "wookie mp3 player 1.0 plugin" by Sebastian Unterberg