Mittwoch, 18. Januar 2017
Solidaritätsanzeige

Cuba Socialista: Aus der neuen Welt

  • Fidel Castro gratuliert Alexis Tsipras

    Meldung der Nachrichtenagentur ANA-MPA über den Brief FidelsWie griechische Medien am Montagabend berichteten, hat der frühere kubanische Präsident Fidel Castro dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras in einem Brief zum Erfolg des »Nein« beim Referendum am Sonntag gratuliert. Unter anderem die staatliche Nachrichtenagentur ANA-MPA dokumentierte in ihrem griechischen Dienst das Schreiben des Comandante en Jefe. In kubanischen Medien wurde der Brief hingegen erst mit Verspätung aufgegriffen. Auf der Homepage der Granma und auf Cubadebate.cu dominiere lange das offizielle Glückwunschschreiben von Präsident Raúl Castro. Warum das so war, wissen wir auch nicht. Möglicherweise hat Fidel mit seinem offenkundig bereits am Sonntagabend verfassten Schreiben das diplomatische Protokoll verletzt, weil er sich schon vor der offiziellen Verlautbarung der kubanischen Regierung an Tsipras gewandt hatte.

    Wir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung den Wortlaut des Briefs von Fidel Castro an Alexis Tsipras.

  • Hollande in Kuba: Weg zu neuen Beziehungen

    Francois Hollande und Raúl Castro. Foto: Estudio Revolución / GranmaNach einem dreitägigen Besuch in Kuba ist Frankreichs Präsident François Hollande am Dienstag nach Haiti weitergereist. Zuvor hatte er sich unter anderem mit seinem kubanischen Amtskollegen Raúl Castro und dessen Vorgänger Fidel Castro getroffen.

  • 1. Mai: Millionen auf der Straße

    Maidemonstration in Havanna. Foto: Radio Reloj

    Millionen Menschen nutzen weltweit den heutigen 1. Mai, den internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse, um ihre Forderungen auf die Straße zu gehen. An der Großdemonstration in Havanna beteiligen sich der kubanische Präsident Raúl Castro und sein venezolanischer Amtskollegen Nicolás Maduro.

  • Rede des kubanischen Präsidenten Raúl Castro beim Amerika-Gipfel in Panama

    Wir dokumentieren nachstehend die Rede des kubanischen Präsidenten Raúl Castro beim Amerika-Gipfel in Panama:

    Es wurde Zeit, dass ich hier im Namen von Kuba spreche. Erst wurde mir gesagt, ich könne eine achtminütige Rede halten.

    Ich habe mich zwar zusammen mit meinem Außenminister sehr bemüht, sie auf acht Minuten zu reduzieren, aber da man mir ja sechs Gipfel schuldet, von denen man uns ausgeschlossen hat, 6 mal 8 macht 48 (Lachen und Beifall), habe ich Präsident Varela wenige Augenblicke vor Eintritt in diesen prächtigen Saal gebeten, mir ein paar Minuten mehr zu gewähren, vor allem nach so vielen interessanten Vorträgen, die wir hier gehört haben, und ich meine nicht nur den von Präsident Obama, sondern auch den des ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa, den von Präsidentin Dilma Rousseff und andere.

  • Fidel Castro schreibt an Nicolás Maduro

    Juventud Rebelde, 17. März 2015Wir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung ein Schreiben des früheren kubanischen Präsidenten Fidel Castro an Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro:

    Ehrenwerter Herr Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela, Nicolás Maduro,

    wie die Presse veröffentlicht hat, findet am morgigen Dienstag, 17. März, in Caracas das Gipfeltreffen der ALBA statt, um die Politik der Regierung der Vereinigten Staaten gegen Venezuela und die ALBA zu analysieren.

    Die Idee, diese Organisation zu gründen, stammt von Chávez selbst, der von dem Wunsch beseelt war, mit seinen karibischen Geschwistern die enormen Wirtschaftsressourcen zu teilen, die die Natur seinem Geburtsland geschenkt hat, deren Gewinne jedoch in die Hände mächtiger nordamerikanischer Unternehmen und einiger weniger venezolanischer Millionäre geflossen waren.

  • Fidel über seinen Briefwechsel mit Maradona

    Gestern schrieb ich über mein Treffen mit den fünf Landsleuten, die den Ehrentitel »Held der Republik Kuba« und den bedeutenden Orden »Playa Girón« erhielten. Es waren 73 Tage seit der Ankunft der kürzlich Freigelassenen in Kuba vergangen. Meiner Meinung nach war zunächst das Treffen dieser fünf Landsleute mit ihren Familien am wichtigsten und eine strenge Untersuchung und medizinische Versorgung dieser wertvollen Compañeros, die aus den Kellern der abscheulichen Gefängnisse des Imperiums kamen, wo sie ungerechte und kriminelle Strafen ertragen mussten, weil sie terroristische Angriffe verhinderten, die das Leben von Jungen oder Mädchen, Männern oder Frauen, Jugendlichen, Erwachsenen oder alten Menschen fordern konnten.

  • Fidel trifft die Fünf

    Fidel Castro und die fünf Helden. Foto: Estudio RevoluciónIch empfing sie am Samstag, dem 28. Februar, 73 Tage nachdem sie kubanischen Boden betreten hatten. Drei von ihnen hatten 16 lange Jahre ihres besten Lebensalters damit aufgezehrt, die feuchte, schlecht riechende und ekelhafte Luft der Keller von Yankee-Gefängnisen zu atmen, nachdem sie von käuflichen Richtern verurteilt worden waren. Die anderen beiden, die ebenfalls versucht hatten, die kriminellen Pläne des Imperiums gegen ihr Vaterland zu vereiteln, wurden auch zu langen Jahren brutaler Haft verurteilt.

    Die Untersuchungsbehörden, bar jeden elementaren Gefühls für Gerechtigkeit, waren selbst an der unmenschlichen Jagd beteiligt.

    Der kubanische Geheimdienst hatte es absolut nicht nötig, die Bewegungen auch nur einer einzigen militärischen Einheit der Vereinigten Staaten zu verfolgen, denn man konnte über die Radioelektronische Forschungsbasis »Lourdes« im Süden der Hauptstadt Kubas alles beobachten, was sich auf unserem Planeten bewegte. Dieses Zentrum war in der Lage, jedes bewegliche Objekt, auch wenn es Tausende von Meilen von unserem Land entfernt war, aufzuspüren.

  • Erklärung des kubanischen Außenministeriums: Solidarität mit Venezuela!

    Außenministerium KubasAußenministerium KubasWir dokumentieren in einer von der kubanischen Botschaft in Deutschland verbreiteten Übersetzung die jüngste Erklärung des kubanischen Außenministeriums zur Lage in Venezuela:

    Das Ministerium für Auswärtige Beziehungen der Republik Kuba erklärt seine unerschütterliche Solidarität und Unterstützung für das Volk und die Regierung der Bolivarischen Republik Venezuela und seinen legitimen Präsidenten Nicolas Maduro Moros im Kampf gegen den jüngsten Putschversuch, Angriffspläne und die anschließend angeprangerten Verschwörungen.

  • Frauenpower vs. Machismo

    1501berichte aus havanna„Rund 63% der Universitätsabsolventen hier auf Cuba sind Frauen“ erzählt Elena mit einem stolzen Lächeln und lehnt sich in ihrem Schaukelstuhl zurück. Elena ist eine ältere, sehr herzliche Frau, die ihr ganzes Leben der Revolution und somit dem Kampf für ihre Ideale und Ziele gewidmet hat. Ein Punkt, der ihr besonders am Herzen liegt, war und ist bis heute die Gleichberechtigung beider Geschlechter. Sie selbst gehörte zu jenen Frauen, die nach der Revolution die Alphabetisierungskampagne unterstützt haben, in dem sie als Lehrerinnen arbeiteten. Diese starke Frau weiß wovon sie spricht, wenn sie berichtet, dass der Machismo wesentlich zurück gegangen ist und eine Emanzipation der Frau auf ökonomischer sowie politischer Ebene stattgefunden hat. Denn sie musste noch die Verhältnisse vor der Revolution kennen lernen, in der die Frau ökonomisch diskriminiert wurde und gesellschaftlich nichts weiter, als eine hübsche Dekoration ihres Mannes darstellte, die sich um den Haushalt kümmerte.

  • Wie der Tourismus die kleine Karibikinsel beeinflusst

    1501berichte aus havannaBisher habe ich Cuba stets aus der Perspektive einer europäischen Studentin erlebt. Doch jetzt, wo mich meine Eltern für drei Wochen besuchen, lerne ich eine andere, neue Seite kennen. Nämlich die eines Touristen. Wir steigen aus dem Truck, der uns nach einer kleinen Wanderung abholte und zu unserem Reisebus brachte. An dem Treffpunkt stehen noch weitere, auf ihre Gruppen wartenden Busse, sowie Verkäufer in Buden, die ihre Souvenirs und Leckereien anbieten, um den Reisenden die Weiterfahrt zu versüßen. Meine neugierigen Eltern haben nach dem Analysieren der Auslageflächen, den Blick auf die in Plastikfolie eingewickelten Erdnussriegel geworfen. Als ich den Preis höre, stutze ich. 2 CUC für einen Riegel?! Das kann nicht sein, ich hatte dafür doch immer nur 0,25 CUC ausgegeben. Doch schnell begreife ich, dass ich bisher nie die Touristenpreise bezahlt hatte, denn als Studentin mit einer temporären Aufenthaltsgenehmigung, bewege ich mich in dem Umfeld von Preisen, die sich auch Cubaner – ausgehend von ihrem monatlichen Lohn – leisten können.

  • Frei Betto bei Fidel

    Der frühere kubanische Präsident Fidel Castro und der brasilianische Intellektuelle Frei Betto führten am gestrigen Nachmittag ein freundschaftliches Gespräch, in dessen Verlauf sie verschiedene nationale und internationale Themen behandelten. Das meldete das Zentralorgan der Kommunistischen Partei Kubas, Granma, am Mittwoch.

  • Die Revolution mit dem Herzen verteidigen

    1501berichte aus havannaEin Freund, der selbst einmal in Cuba an unserer Fakultät studiert hat, erzählte mir während den Vorbereitungen zu unserem Projekt, von seinen Erfahrungen. Er schwärmte von den Professoren der marxistischen Fakultät der größten polytechnischen Universität Cubas, der CUJAE in Havanna, und verlor sich immer wieder in spannenden Erzählungen von seiner Zeit hier. Eine Geschichte ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Einer seiner Professoren hätte bei ihrer ersten Begegnungen, statt – wie vorgesehen – marxistische Philosophie zu behandeln, lieber in seiner Hand gelesen. Wir sollten uns also schon mal darauf einstellen, dass wir dort nicht unbedingt immer nur die strikten, marxistisch-leninistischen Lehren erhalten würden, die man an einer Fakultät für Marxismus vielleicht vermuten könnte.

  • Fidel Castro: An meine Genossen vom Studentenverband FEU

    Kommentare von Fidel CastroKommentare von Fidel CastroLiebe Genossen,

    im Jahr 2006 bin ich von meinen Ämtern zurückgetreten. Die Gründe waren gesundheitliche, die nicht mit der Zeit und dem notwendigen Einsatz zur Erfüllung einer Pflicht in Einklang zu bringen waren, die ich mir gestellt hatte, als ich am 4. September 1945, vor 70 Jahren, in diese Universität eingetreten bin.

    Ich war kein Arbeiterkind und mir fehlten nicht die materiellen und gesellschaftlichen Ressourcen für ein relativ gemütliches Leben. Ich könnte sagen, dass ich wie durch ein Wunder dem Reichtum entkommen bin. Viele Jahre später erklärte der zweifellos sehr begabte und mit 100 Milliarden Dollar reichste Nordamerikaner einer Agenturmeldung vom vergangenen Donnerstag, 22. Januar, zufolge dass das die Reichen privilegierende Produktions- und Verteilungssystem die Armen von Generation zu Generation zu Reichen machen werde.

  • Zukunftpläne? Entdecke eine andere Welt!

    1501berichte aus havannaWie die Zeit rast! Eben sind wir noch mit bröckelnden spanisch Kenntnissen am Flughafen von Havanna gelandet und haben mit großen Augen diese andere Welt bestaunt und jetzt ist für einige von uns das Ende ihres Aufenthaltes schon erschreckend nah gekommen. Da wir die vergangenen Monate hier auf Cuba so genossen haben und auch jeder weitere Tag neue Entdeckungen und Erlebnisse mit sich bringt, würden wir uns unglaublich freuen, wenn wir einige Nachfolger hier auf Cuba begrüßen könnten, die ihre eigenen Spuren auf der kleinen Insel hinterlassen wollen. Dabei geht es uns nicht darum, ausschließlich vorgefertigte Ideen und Konzepte weiter zu reichen, sondern die Möglichkeit zu eröffnen eigene Wege zu gehen. Wir wollen euch gerne dabei helfen auf eure Art und Weise Teil des Projektes zu werden.

  • Konsumverhalten im Kommunismus

    Berichte aus HavannaWie sich die Einkaufsmöglichkeiten der Cubaner von denen der Deutschen unterscheiden
        
    Deutschland: Ins Gespräch mit meiner Freundin vertieft, schlängle ich mich durch die Massen, die an einem Mittwochnachmittag das Einkaufszentrum bevölkern. Die Menschen huschen von Geschäft zu Geschäft, auf der Suche nach einer neuen Eroberung, die in ihren vollen Kleiderschränken noch fehlt, nach dem ultimativen Schnäppchen oder dem neusten Produkt auf dem Markt. Kaum jemandem fallen all die Werbeplakate, Blinklichter und Lautsprecherdurchsagen bzw. zum Kauf anregende Musik auf, die diese Gegenstände anpreisen. Auch ich nehme nichts von all dem wirklich wahr. Mein Gehirn hat längst gelernt alles auszublenden, was im Augenblick nicht elementar erscheint. Nur dem Unterbewusstsein werden dann diese riesigen Brocken an Informationsmaterial vorgeworfen.

  • Der Mann, der John Lennon die Brille aufsetzt

    Berichte aus HavannaBerichte aus HavannaIm Stadtteil Vedado von Havanna, nah der angesagten 17. Straße, sitzt John Lennon auf einer Bank – zumindest könnte man das denken, wenn man Nachts aus dem Club „Submarino Amarillo“ (Yellow Submarine) stolpert.  Steht man tagsüber vor der lebensgroßen Bronzestatue, erhebt sich ein alter Mann von der Bank nebenan, nähert sich mit langsamen Schritten und setzt John Lennon eine Brille mit den typischen runden Gläsern auf. Das ist sein Job, dafür wird er bezahlt.

    Er ist wahrscheinlich einer der 2 Millionen Cubaner, die als unproduktiv* eingestuft worden sind und im Rahmen der Wirtschaftsaktualisierungen andere Beschäftigungen bekommen sollen, wie uns Oscar Martinez in unserem Gespräch mit ihm berichtete. Bei insgesamt 11 Millionen Einwohnern auf der Insel, ist das schon eine schockierende Zahl. Als dieses Vorhaben der cubanischen Regierung bekannt wurde, tönte es in den deutschen Medien, Cuba würde Massenentlassungen durchführen wollen – das ist natürlich Quatsch. Im Kapitalismus wäre das tatsächlich so, denn da sprechen wir von der Anarchie der Produktion, also der Tatsache, dass die Art der Produkte und ihre Mengen, nicht durch die Bedürfnisse der Bevölkerung bestimmt werden, sondern der Profitgier, der Willkür der unternehmerischen Entscheidung entstammen. So trifft die Entscheidung über die Einstellung oder Entlassung von Arbeitern auch ein einzelner Unternehmer, hier ebenfalls willkürlich, getarnt als kontrollierten Akt durch den Markt.

  • Neuer Hip-Hop im alten Havanna

    Berichte aus HavannaBerichte aus HavannaMeine Gruppe und ich sind in Habana-Vieja (Alt-Havanna) unterwegs und laufen durch den Regen. Die Umgebung ist sehr belebt, überall sieht man Menschen, die ihren Tätigkeiten nachgehen. Dieser Stadtteil fällt durch viele der alten Kolonialbauten auf, die als Weltkulturerbe anerkannt sind, da sie auf einer solch großen Fläche nur noch selten erhalten sind. Ich habe deshalb oft das Gefühl, dass ich eine Zeitreise mache, wenn ich in Cuba unterwegs bin. Da sind zum einem die bekannten Oldtimer, deren Abgase sich mit dem Essensgeruch der Kiosquos vermischen, zum anderem die alten Gebäude von deren Balkons nahezu überall die Wäsche zum trocknen hängt. Auch sieht man oft Kinder auf ihren Rollbrettern oder mit dem Fußball, während man die Älteren nicht selten beim Domino spielen antrifft. In Havanna geht es meist sehr lebhaft zu. Das heißt, dass das eigentliche Leben auf der Straße stattfindet , die Menschen pflegen hier ein angenehmes und lebhaftes Miteinander. Oft kommen wir in Gespräche oder werden Zeuge spannender Momente die ihre Eindrücke bei uns hinterlassen.

  • Die CUJAE: ein Ort zur Bildung revolutionärer Werte?!

    Berichte aus HavannaBerichte aus HavannaMit der typischen Kurzfristigkeit, die wir hier auf Cuba erleben durften, erfuhren wir von dem Vorhaben mehrerer Gewerkschaftler, die Cujae zu besuchen. Da sie ebenfalls aus Deutschland kommen, wurden wir gebeten einen Vortrag über die revolutionären Werte der Universität und deren Projekte in unserer Muttersprache zu halten, sowie einen anschließenden Interessensaustausch anzuregen. Also bereiteten wir mehrere Themenbereiche vor und schauten mit Vorfreude und Interesse auf den besagten Tag.

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