Donnerstag, 23. März 2017
Solidaritätsanzeige

Kolumbien

Mockus und SantosTeleSur und Radio Caracol verbreiten Zwischenstände von der Stimmenauszählung in Kolumbien. Demnach liegt nach Auszählung von 42,11 Prozent der insgesamt über 72000 Wahllokale der Kandidat der rechten Regierungspartei »de la U«, Juan Manuel Santos, deutlich in Front. Auf ihn entfallen demnach 46,89 Prozent der Stimmen. Sollte er es schaffen, die Marke von 50 Prozent zu überwinden, wäre er direkt zum Präsidenten gewählt.

Kolumbien wähltUm 16 Uhr Ortszeit (23 Uhr MESZ) wurden in Kolumbien die Wahllokale geschlossen und mit der Auszählung der Stimmen in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl begonnen. Schon vor der Schließung hatte es Hinweise auf Manipulationen gegeben. Die Wahlbeobachtungsmission MOE erklärte in ihrem ersten Zwischenbericht, dass sie mehrere Fälle von Stimmenkauf zugunsten der Regierungspartei »de la U« und ihren Kandidaten Juan Manuel Santos festgestellt hat. Schon in den ersten Stunden des Wahlprozesses seien 51 Informationen über Zwischenfälle eingegangen. Auch die Linkspartei Demokratischer Alternativer Pol (PDA) übermittelte bereits drei Anzeigen von Wahlmanipulationen, während die Grüne Partei Einschüchterungsversuche gegen ihre Abstimmungszeugen beklagt.

Vater und Sohn Moncayo - endlich freiVideogalerie: Pablo Emilio Moncayo ist frei


Nach mehr als 12 Jahren Gefangenschaft haben Pablo Emilio Moncayo und seine Familie ein herzliches Wiedersehen gefeiert. In einer bewegenden Zeremonie nahm der freigelassene Offizier seinem Vater, dem Lehrer Gustavo Moncayo, die Ketten ab, die sich dieser vor Jahren selbst angelegt hatte, um für die Freiheit seines Sohnes zu demonstrieren. Gustavo Moncayo wurde als "Friedenswanderer" weltweit bekannt, als er tausende Kilometer zu Fuss ganz Kolumbien durchquerte, um ein Zeichen für seinen Sohn und alle Gefangenen zu setzen.

Piedad Córdoba mit Comandantes der FARC irgendwo in KolumbienWie der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur soeben meldet, befindet sich der seit mehr als zwölf Jahren von den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) gefangen gehaltene Pablo Emilio Moncayo in Freiheit. Guerrilleros übergaben den Unteroffizier an Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes, der Katholischen Kirche sowie an die liberale Senatorin Piedad Córdoba als Vertreterin der Gruppe "Kolumbianerinnen und Kolumbianer für den Frieden". Auch der Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Adolfo Beteta, bestätigte, dass Pablo Emilio sich bereits in Begleitung der internationalen humanitären Komission befindet.

Josué Calvo nach seiner FreilassungWie angekündigt haben die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) am Sonntag den vor einem Jahr gefangen genommenen Soldaten Josué Calvo freigelassen. Der 22-jährige wurde an einem geheimen Ort im Süden des Landes an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben und per Hubschrauber in die Stadt Villavicencio im Zentrum des Landes geflogen, die als Operationsbasis für die von Brasilien unterstützte Übergabeaktion dient. Dort wurde der junge Mann von seiner Familie in die Arme geschlossen. Sein Gesundheitszustand war offenbar deutlich besser, als befürchtet wurde. Die FARC hatten vor der Freilassung gewarnt, Calvo sei "ernstlich krank".

Gustavo und Yury Tatiana Moncayo, Vater und Schwester von Pablo EmilioDie Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) haben heute das Sicherheitsprotokoll akzeptiert, das Vertreter der kolumbianischen Regierung und des Internationalen Roten Kreuzes ausgehandelt haben, um die von der Guerrilla angekündigte Freilassung von zwei gefangenen Soldaten zu ermöglichen. Einem Bericht des lateinamerikanischen Fernsehsenders TeleSur zufolge findet derzeit ein Treffen zwischen der liberalen Senatorin Piedad Córdoba, die als Vermittlerin zwischen dem Regime in Bogotá und der Guerrilla wirkt, und dem Vater des seit über zwölf Jahren von den FARC gefangen gehaltenen Unteroffiziers Pablo Emilio Moncayo statt. Córdoba und der Lehrer Gustavo Moncayo werden vermutlich in Kürze bei einer Pressekonferenz Stellung zur aktuellen Entwicklung nehmen.

Der entführte Gouverneur wurde tot aufgefundenDer am Montag abend in Kolumbien entführte Gouverneur von Caquetá, Luis Francisco Cuellar, ist am Dienstag (Ortszeit) tot aufgefunden worden. Wie der Sekretär der Regionalregierung des südkolumbianischen Departments, Edilberto Ranón Endo, bestätigte, wurde der Leichnam Cuellars in Sebastopol, einem ländlichen Gebiet nahe der Provinzhauptstadt Florencia, aufgefunden. Obwohl Vertreter der kolumbianischen Regierung, darunter Präsident Uribe, die Guerrillaorganisation der FARC für den Tod des Politikers verantwortlich machten, äußerten sich die Guerrilleros bislang weder zu den Ereignissen, noch übernahmen sie die Verantwortung für den Tod Cuellars.

Francisco CuellarUnbekannte Täter haben am späten Montag abend (Ortszeit) den Gouverneur der im Süden Kolumbiens gelegenen Provinz Caquetá, Luis Francisco Cuéllar, aus seinem Haus entführt. Regierungssprecher vermuten die Guerrilla der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) hinter der Aktion, bei der einer der Leibwächter Cuéllars getötet wurde. Die größte und älteste Guerrillaorganisation des südamerikanischen Landes hat sich bislang jedoch nicht zu der Aktion bekannt.

Carlos Marín Guarín alias Pablo, einer der führenden Comandantes der der zweitgrößten Guerrillaorganisation Kolumbiens, der Nationalen Befreiungsarmee (ELN), ist gestern von einer bewaffneten Gruppe befreit worden, während er gerade vom Gefängnis zum Justizpalast in Arauca transportiert wurde. Wie die kolumbianischen Behörden mitteilten, ereignete sich der Vorfall in der Umgebung des Gefängnisses. Die bewaffneten Angreifer feuerten auf die den Gefangenentransporter begleitenden Motorräder. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt, einer von ihnen erlag später seinen Verletzungen.
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