Montag, 16. Januar 2017
Solidaritätsanzeige

Kuba

Barack Obama und Bruno Rodríguez in Havanna. Screenshot: CubavisiónBarack Obama und Bruno Rodríguez in Havanna. Screenshot: CubavisiónUS-Präsident Barack Obama ist zu seinem ersten Besuch in Havanna eingetroffen. Die »Air Force One« landete gegen 21.30 Uhr MEZ auf dem Internationalen Flughafen »José Martí« in der kubanischen Hauptstadt. Begrüßt wurde der Staatsgast, der von seiner Frau Michelle und seinen Töchtern begleitet wird, nicht nur von Kubas Außenminister Bruno Rodríguez, sondern auch von Regenwetter. Versteckt unter Regenschirmen begrüßte der US-Präsident deshalb die Diplomaten, die zu seiner Ankunft zum Flughafen gekommen waren, bevor er sich mit der schwarzen Wagenkolonne auf den Weg ins Hotel machte.

Nicolás Maduro und Fidel Castro. Foto: Juventud RebeldeNicolás Maduro und Fidel Castro. Foto: Juventud RebeldeVenezuelas Präsident Nicolás Maduro wurde zum Abschluss seines Besuchs in Havanna am Samstag auch vom früheren kubanischen Präsidenten Fidel Castro empfangen. Die beiden Revolutionäre hätten sich über die Lage in der Welt und über die Bedeutung des Befreiers Simón Bolívar ausgetauscht, berichtete Maduro anschließend. Fidel sei bei seiner Ankunft gerade dabei gewesen, einige Artikel zu korrigieren, die er geschrieben habe. Er sei wie gewohnt kräftig und über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden gewesen.

Freundschaftsgesellschaft BRD-KubaFreundschaftsgesellschaft BRD-KubaDie Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. kommentiert den heute beginnenden Besuch von US-Präsident Barack Obama in Havanna:

Mit dem Besuch von US-Präsident Barack Obama steht Kuba zwischen dem 20. und dem 22. März  ein ungewöhnlicher Besuch ins Haus: zum einen ist es das erste Mal, dass das revolutionäre, freie Kuba von einem so ranghohen Vertreter des nördlichen Nachbarlandes aufgesucht wird, zum anderen sind es die USA, die ihren Bürger/inne/n immer noch nicht problemlos gestatten, Kuba zu besuchen. Darüber hinaus besteht immer noch die völkerrechtswidrige Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade der USA gegenüber Kuba, die bereits 24 mal von der UN-Vollversammlung verurteilt wurde; zuletzt stimmte nur noch Israel mit den USA für diesen Zwangsakt, der Kuba erhebliche und menschenrechtsverletzende Beschränkungen auferlegt und der nach internationalem Recht nur bei Kriegszuständen angewandt werden darf.

Granma, 9. März 2016Granma, 9. März 2016Die kubanische Tageszeitung Granma, offizielles Organ des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, veröffentlichte in ihrer heutigen Ausgabe einen ausführlichen Artikel zum bevorstehenden Besuch von US-Präsident Barack Obama. Wir dokumentieren den Text nachstehend in der von Granma Internacional besorgten deutschsprachigen Übersetzung:

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, wird zwischen dem 20. und dem 22. März Kuba einen offiziellen Besuch abstatten.

Es wird dies das zweite Mal sein, dass ein Präsident der Vereinigten Staaten unseren Archipel besucht. Vor ihm war es Calvin Coolidge, der im Januar 1928 in Havanna eintraf. Er kam an Bord eines Kriegsschiffes, um an der VI. Panamerikanischen Konferenz teilzunehmen, die in jenen Tagen unter der Herrschaft Gerardo Machados durchgeführt wurde, einer Person die man in Kuba in schlechter Erinnerung hat. Dieses Mal wird es das erste Mal sein, dass ein Präsident der Vereinigten Staaten in ein Kuba kommt, das Herr über seine Souveränität ist und wo eine Revolution an der Macht ist, die von ihrer historischen Führung geleitet wird.

fidels kommentareTraurigerweise haben fast alle Religionen die zerstörerische Tatsache der Kriege und ihre schrecklichen Folgen beklagen müssen. Diesen Aufgaben mussten sie ihre größten Energien widmen. Die einzigartige Bedeutung des Treffens zwischen Papst Franziskus und Seiner Heiligkeit Kyrill in Havanna liegt darin, dass sie die Hoffnung der Völker der Welt erweckt hat.

Granma, 2. Februar 2016Granma, 2. Februar 2016Statement von Armeegeneral Raúl Castro Ruz, Präsident des Staats- und des Ministerrats der Republik Kuba, anlässlich des Staatsbesuchs in der Französischen Republik, am 1. Februar 2016, »Jahr 58 der Revolution«

(Übersetzung der stenografischen Version des Staatsrats)

Guten Abend,

sehr geehrter Herr Präsident François Hollande,

verehrte Mitglieder der französischen Delegation,

Vertreter der Medien,

zunächst einmal möchte ich im Namen des Volkes und der Regierung Kubas dem französischen Volk und seiner Regierung einen herzlichen und liebevollen Gruß übermitteln. Unsere Länder sind durch historische und kulturelle Beziehungen und durch tiefe Bande der Freundschaft verbunden.

Foto: Cubahora (CC BY-SA 2.0) Foto: Cubahora (CC BY-SA 2.0) Erklärung des Präsidenten des Staats- und des Ministerrats, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, anlässlich des ersten Jahrestages der Ankündigungen vom 17. Dezember 2014 zur Entscheidung, die diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den USA wieder aufzunehmen

Ein Jahr ist vergangen seit den am 17. Dezember 2014 durch die Präsidenten Kubas und der Vereinigten Staaten gleichzeitig erfolgten Ankündigen, die diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen und an der Verbesserung unserer Beziehungen zu arbeiten.

Gestern vor einem Jahr konnten wir, innerhalb der erreichten Vereinbarung zur Lösung von Problemen, die für beide Länder von Interesse sind, mit großer Freude die Heimkehr von Gerardo, Ramón und Antonio bekanntgeben, womit wir das von Fidel gegebene Versprechen erfüllten, dass unsere Fünf Helden zurückkehren würden.

Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.Vor genau einem Jahr, am 17. Dezember 2014, traten die Präsidenten der USA und Kubas, Barack Obama und Raúl Castro, parallel zueinander vor die Presse. Sie gaben den Beginn einer neuen Ära der Beziehungen zwischen beiden Ländern bekannt, was weltweit vor allem als Eingeständnis der USA angesehen wurde, dass die Praxis der Drangsalierung, Unterwanderung, psychologischen und bei der Invasion in der Schweinebucht auch realen Kriegführung komplett gescheitert war.

Gleichzeitig wurden die letzten drei der als »Miami 5« bekanntgewordenen fünf kubanischen Aufklärer, deren mutige Arbeit zur Aufdeckung geplanter terroristischer Aktivitäten durch antikubanische Gruppen in Miami geführt hatte, nach sechzehn Jahren aus US-Gefängnissen freigegeben. Das Kubanische Institut für Völkerfreundschaft (ICAP) sprach damals völlig zu Recht von einem Sieg der Gerechtigkeit, der Würde und des Widerstands.

Fidel Castro und Nicolás Maduro. Foto: Archiv Cubadebate / Estudios RevoluciónFidel Castro und Nicolás Maduro. Foto: Archiv Cubadebate / Estudios RevoluciónWir dokumentieren nachstehend in einer von der kubanischen Tageszeitung »Granma« veröffentlichten Übersetzung das Schreiben des früheren kubanischen Staatschefs Fidel Castro an den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro:

Lieber Nicolas,

ich schließe mich der einhelligen Meinung derer an, die Dich zu Deiner sofort nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses gehaltenen brillanten und mutigen Rede vom Abend des 6. Dezember beglückwünscht haben.

In der Weltgeschichte kam die höchste Stufe des politischen Ruhms, den ein Revolutionär erreichen konnte, dem berühmten venezolanischen Kämpfer und Befreier Amerikas, Simón Bolívar, zu, dessen Name bereits nicht mehr nur diesem Bruderland gehört, sondern allen Völkern Lateinamerikas.

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