Montag, 16. Januar 2017
Solidaritätsanzeige

Kuba

Weltbund der Demokratischen JugendWeltbund der Demokratischen JugendAm Montag wird in Havanna die XIX. Generalversammlung des Weltbundes der Demokratischen Jugend (WBDJ) eröffnet. Erwartet werden zu dieser wichtigen Konferenz des größten antiimperialistischen Jugendverbandes der Welt die Vertreter von mehr als 70 Jugendorganisationen aus 35 Ländern. Zumeist entsenden die Mitgliedsverbände der nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten internationalen Organisation ihre Generalsekretäre oder Vorsitzenden. Aus Deutschland ist die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) in Havanna vertreten.

Kuba aus erster HandInformationen aus erster Hand über die aktuelle Lage in Kuba? Diese Chance eröffnet sich in den nächsten Tagen: »Das Proyecto Tamara Bunke hat uns für mehrere Monate einen politischen Aufenthalt auf Cuba ermöglicht. Nun sind wir zurück und wollen euch von unseren Erfahrungen berichten.

Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V., Regionalgruppe EssenOb bei der Organisierung von materiellen Spenden, der Gründung des NETZWERK CUBA e.V., der Einführung der deutschsprachigen »Granma Internacional«, der »Erfindung« der Fiestas Moncada, der Organisierung von überregionalen Solidaritätsaktionen und Veranstaltungen der politischen Solidarität vor Ort oder dem jahrelangen Kampf um die Befreiung der Cuban Five – die Regionalgruppe Essen der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. war oft vorneweg dabei. Der auch bundesweit bekannt gewordene Gruppenrundbrief (RB) erschien zum ersten Mal am 12.11.1990 und zählt mittlerweile die 253. Ausgabe. Die erste öffentliche Mitgliederversammlung fand am 26.11.1990 statt.

Che ist dabei: 2011 bei Occupy Amsterdam. Foto: Jacques van Gerwen  (CC BY 2.0) Che ist dabei: 2011 bei Occupy Amsterdam. Foto: Jacques van Gerwen (CC BY 2.0) »Vor allem bewahrt Euch stets die Fähigkeit, jede Ungerechtigkeit, die irgendwo auf der Welt begangen wird, aufs tiefste zu empfinden. Das ist der schönste Charakterzug eines Revolutionärs.«
(Aus dem Abschiedsbrief von Che an seine Kinder, 1966)

Heute vor 48 Jahren wurde der argentinisch-cubanische Arzt, Internationalist und Revolutionär Ernesto Che Guevara de la Serna im bolivianischen La Higuera auf Geheiß der CIA ermordet. Seine Mörder wollten alle Erinnerungen an ihn verhindern, indem sie seine Leiche auf einem kleinen Schotter-Flugplatz im nahegelegenen Vallegrande verscharrten. Später wurde versucht, ihn medial zu mißbrauchen, indem sein Bild zu Werbezwecken ikonisiert wurde. Er wurde als »Mörder« verunglimpft und ein angeblicher Bruch mit Fidel Castro herbeiphantasiert.

All dies hat nichts genutzt: Che ist heute präsenter denn je.

Raúl Castro vor der UNO. Foto: TeleSurRaúl Castro vor der UNO. Foto: TeleSurLiebe Staats- und Regierungschefinnen und -chefs,
geehrte Chefs und Chefinnen der Delegationen,
Herr Generalsekretär der Vereinten Nationen,
Herr Präsident,

vor 70 Jahren haben wir Mitglieder dieser Organisation im Namen der Völker die Charta der Vereinten Nationen unterzeichnet. Wir verpflichteten uns dazu, die künftigen Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren und einen neuen Rahmen für unsere Beziehungen zu schaffen. Dieser sollte durch eine Reihe von Vorhaben und Prinzipien geprägt werden, um eine Epoche des Friedens, der Gerechtigkeit und der Entwicklung für die gesamte Menschheit einzuleiten.

Raúl Castro vor der UNO. Foto: TeleSurRaúl Castro vor der UNO. Foto: TeleSurDie Rede von Raúl Castro im Wortlaut: Hier klicken

Der kubanische Präsident Raúl Castro hat auch seinen dritten Auftritt bei den Vereinten Nationen in New York für eine klare Botschaft genutzt. Nach seinen Ansprachen beim Gipfeltreffen über die Post-2015-Entwicklungsziele sowie bei der Konferenz für Gleichberechtigung und Frauenrechte betonte Castro auch in seiner ersten Rede im Rahmen der Generaldebatte der UN-Vollversammlung die internationalistische Position seiner Regierung. »Wir haben in den vergangenen Wochen die bewegenden Bilder der großen Fluchtbewegungen gesehen, die eine direkte Folge der NATO-Einmischung im Mittleren Osten und in Nordafrika sind«, fasste er in der gebotenen Kürze die Ursache der gegenwärtigen »Flüchtlingskrise« in Europa zusammen. Er forderte ein Ende der ausländischen Einmischung in Syrien, damit das syrische Volk selbst seine Differenzen ausräumen kann. Eine Lösung der Probleme im Nahen und Mittleren Osten könne es zudem nicht geben, wenn das palästinensische Volk nicht endlich in einem eigenen Staat in den Grenzen von 1967 und mit Ostjerusalem als Hauptstadt leben könne.

Papst Franziskus und Fidel Castro. Foto: Alex Castro / CubadebatePapst Franziskus und Fidel Castro. Foto: Alex Castro / CubadebateIn Havanna sind am Sonntag Papst Franziskus und der frühere kubanische Präsident Fidel Castro zu einem Gedankenaustausch zusammengekommen. Der Sprecher des Heiligen Stuhls, Monsignore Federico Lombardi, berichtete bei einer Pressekonferenz, dass die Begegnung zwischen 30 und 40 Minuten dauerte.

Havanna begrüßt den Papst. Foto: Roberto Suárez / GranmaHavanna begrüßt den Papst. Foto: Roberto Suárez / GranmaDas Oberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Franziskus, ist am Samstagnachmittag um 15.51 Uhr Ortszeit auf dem Internationalen Flughafen José Martí in Havanna eingetroffen, wo er vom kubanischen Präsidenten Raúl Castro Ruz empfangen wurde. Bei der Begrüßungszeremonie wurde der Staatschef von Kardinal Jaime Ortega begeleitet, der ebenfalls den Pontifex maximus am Fuße der Gangway des Alitalia Flugzeuges begrüßte, das Seine Heiligkeit zu ihrem ersten Besuch nach Kuba gebracht hatte.

Zerschlagen wir die BlockadeKuba hat ein internationales Gipfeltreffen der Parlamentspräsidenten bei den Vereinten Nationen in New York genutzt, um die schleppende Umsetzung der im Jahr 2000 vereinbarten Milleniumsziele anzuprangern. Die Abgeordnete Ana María Mari Machado, Vizepräsidentin der kubanischen Nationalversammlung, kritisierte, dass für die Umsetzung der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung weltweit zu wenige Mittel bereitgestellt werden. Das sei eine Gefahr für das Erreichen des Ziels, 2030 eine Welt geschaffen zu haben, in der alle Menschen sozial geschützt sind. Sie betonte die Notwendigkeit, die Enttäuschung zu vermeiden, zu der es im Zusammenhang mit den acht Entwicklungszielen des Milleniums gekommen war, die man im Jahre 2000 vereinbart hatte. Bei diesen Themen waren zwar Fortschritte registriert worden, erfüllt wurden sie jedoch nicht.

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