Mittwoch, 22. Februar 2017
Solidaritätsanzeige

Kuba

Plaza de la Revolución. Screenshot: CubavisiónPlaza de la Revolución. Screenshot: Cubavisión

Mit einer bewegenden Massenkundgebung auf der Plaza de la Revolución im Herzen von Havanna haben Hunderttausende Menschen am Dienstag abend (Ortszeit) Abschied vom Comandante en Jefe Fidel Castro genommen. Zu der Kundgebung waren Repräsentanten aus aller Welt angereist, unter ihnen die Präsidenten Nicolás Maduro aus Venezuela, Evo Morales aus Bolivien und Rafael Correa aus Ecuador. Auf der Ehrentribüne nahmen unter anderem der frühere Präsident Uruguays, Pepe Mujica, und der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras Platz. Hochrangige Delegationen waren auch aus China, Vietnam, Russland und zahlreichen afrikanischen Staaten nach Havanna gekommen. Von der Masse auf dem Platz war immer wieder der Slogan zu hören »Yo soy Fidel« – »Ich bin Fidel!«

Raúl Castro. Screenshot: CubavisiónRaúl Castro. Screenshot: CubavisiónDer kubanische Präsident Raúl Castro war der letzte Rede auf der beeindruckenden Massenkundgebung in der Nacht zum Mittwoch auf der Plaza de la Revolución in Havanna:

Um euch alle zu beruhigen: Ich bin der letzte Redner!

Liebe Staats- und Regierungschefs, geehrte Delegationsleiter, Persönlichkeiten, Freunde,
liebes Volk von Kuba,

obwohl es mir vorbehalten sein wird, am 3. Dezember die Abschlussrede zu halten, wenn wir uns auf der Plaza de la Revolución Antonio Maceo in Santiago de Cuba versammeln, möchte ich jetzt im Namen unseres Volkes, der Partei und der Regierung sowie der Familie unseren ehrlich empfundenen Dank für Ihre Anwesenheit bei dieser Veranstaltung aussprechen. Wir danken für die bewegenden Worte, die hier gesprochen wurden, sowie für die zahllosen und außerordentlichen Zeichen der Solidarität, der Zuneigung und des Respekts, die wir in dieser Stunde des Schmerzes und der Verpflichtung von überall auf diesem Planeten erhalten haben.

Arnaldo Otegi. Screenshot: @ArnaldoOtegiArnaldo Otegi. Screenshot: @ArnaldoOtegiDie USA verhindern in mindestens einem Fall die Teilnahme von linken Aktivisten an den Gedenkfeierlichkeiten für Fidel Castro in Havanna. Wie das baskische Internetportal Naiz am Dienstag berichtete, konnte der Vorsitzende der linken baskischen Unabhängigkeitspartei Sortu, Arnaldo Otegi, nicht nach Havanna fliegen. Auf dem Flughafen Biarritz im französischen Teil des Baskenlandes habe man ihm mitgeteilt, dass die USA ihm den Flug durch den Luftraum der Vereinigten Staaten verweigern und er deshalb nicht an Bord gehen könne. Seit einigen Jahren müssen Fluggesellschaften ihre Passagierlisten an die USA melden, wenn sie deren Luftraum berühren, auch wenn keine Landung in den USA vorgesehen ist.

Granma, 29. November 2016Die historische Plaza de la Revolución José Martí ist am heutigen Dienstag ab 19 Uhr (Mi., 1 Uhr, MEZ) Schauplatz einer politisch-kulturellen Massenveranstaltung zu Ehren des Anführers der Kubanischen Revolution, Fidel Castro Ruz.

Bei dieser Veranstaltung werden Staats- und Regierungschefs sowie Persönlichkeiten sprechen, die aus verschiedenen Teilen der Welt nach Kuba gekommen sind, um Fidel ihren Respekt und ihre Anerkennung zu erweisen.

Republik KubaDie Botschaft der Republik Kuba in Berlin teilt mit, dass aus Anlass des Todes des Comandante en Jefe der Kubanischen Revolution, Fidel Castro, in der diplomatischen Vertretung ein Kondolenzbuch ausgelegt wird. Die Möglichkeit, sich in der Kanzlei der Botschaft in der Stavangerstr. 20, 10439 Berlin, in das Kondolenzbuch einzutragen, besteht von Montag, 28. November 2016, bis Freitag,  2. Dezember 2016, jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Foto: Ismael Francisco / CubadebateFoto: Ismael Francisco / CubadebateDie Nachricht kam in den frühen Morgenstunden und wurde von seinem Bruder Raúl Castro verkündet: Comandante Fidel ist physisch verstorben. Raúl schloss mit den Worten: Hasta la victoria siempre!

Fidel wird ewig in Kuba präsent sein. Seine revolutionären kommunistischen Ideen leben in Millionen von KubanerInnen weiter. Als ich am frühen Morgen durch die Strassen Havannas laufe, ist die Bedrücktheit förmlich spürbar. In vielen der kleinen privaten Restaurants und Cafeterias hängen Bilder von Fidel oder kubanische Flaggen mit schwarzen Schleifen. Auf einer Tafel eines Restaurants steht gross mit Kreide geschrieben: »Por siempre Fidel« – Für immer Fidel. Im Stadtteil Vedado versammeln sich Jugendliche und laufen spontan durch die Straßen, um so ihre Unterstützung seiner Ideen zum Ausdruck bringen.

Ehrung Fidels an der kubanischen Botschaft in Berlin. Foto: RedGlobeEhrung Fidels an der kubanischen Botschaft in Berlin. Foto: RedGlobeRund 100 Menschen versammelten sich am Samstag abend vor der kubanischen Botschaft in Berlin, um ihre Trauer über den Tod von Fidel Castro auszudrücken. Am Zaun der diplomatischen Vertretung leuchteten Kerzen, Blumen wurden niedergelegt. Botschafter René Mujica dankte den Versammelten für ihre Anteilnahme und versicherte, die beste Ehrung Fidels sei es, für die Sache der Völker und des Sozialismus weiterzuarbeiten.

In aller Welt haben Organisationen und Persönlichkeiten in tiefer Trauer auf den Tod des Comandante Fidel Castro reagiert. Wir dokumentieren eine Auswahl von Stellungnahmen.

Hasta Siempre, Fidel!

Am Freitag, 25. November 2016, um 22.29 Uhr Ortszeit starb in Havanna der langjährige kubanische Präsident und oberste Comandante der Kubanischen Revolution, Fidel Castro. Sein Nachfolger im höchsten Staatsamt der sozialistischen Insel, Raúl Castro, bestätigte die traurige Nachricht in einer über alle Fernsehsender Kubas ausgestrahlten kurzen Ansprache. Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut seiner Mitteilung.

Alles grün: Die Welt stimmt für Kuba. Screenshot: UN WebcastAlles grün: Die Welt stimmt für Kuba. Screenshot: UN WebcastMit 191 Ja- und keiner Nein-Stimme haben die Vereinten Nationen am heutigen Mittwoch dem Antrag Kubas auf Aufhebung der von den USA angenommen. Es gab zwei Enthaltungen. Zum ersten Mal in mehr als zwei Jahrzehnten haben somit die USA und Israel nicht gegen die von Kuba eingebrachte Resolution gestimmt. US-Botschafterin Samanta Power verglich in ihrer Ansprache vor den Repräsentanten der Weltgemeinschaft die Bedeutung  der Enthaltung ihrer Delegation mit der von US-Präsident Barack Obama und seinem kubanischen Amtskollegen Raúl Castro im Dezember 2014 angekündigten Normalisierung der Beziehungen und mit Obamas Havanna-Besuch vor wenigen Monaten.

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