Mittwoch, 22. Februar 2017

Venezuela aktuell

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VenezuelaIn Venezuela haben die Regierungsgegner ihre für Donnerstag geplante Demonstration zum Präsidentenpalast Miraflores abgesagt. Parlamentspräsident Henry Ramos Allup verkündete die Entscheidung, mit der man auf eine entsprechende Bitte der venezolanischen Bischofskonferenz, von Kardinal Jorge Urosa und dem Vatikan reagiert habe. »Wir glauben, dass es angemessen ist, dieser Bitte zu entsprechen, um jeden Zusammenstoß, jede Konfrontation und die Verschmutzung dieses Prozesses zu verhindern, den wir den Beginn des Dialogs genannt haben«, so Allup.

Der Aufmarsch der Opposition zum Präsidentenpalast im Zentrum der Hauptstadt Caracas hatte das offizielle Ziel, dem Staatschef die Forderung nach seinem Amtsverzicht zu überbringen. Zugleich weckte der Plan jedoch auch böse Erinnerungen an den 11. April 2002. Damals hatte die Führung der Opposition einen Protestzug nach Miraflores umgelenkt. Dort warteten Heckenschützen auf die Menge, die das Feuer eröffneten. Dieses Massaker diente reaktionären Militärs als Vorwand für ihren Putsch gegen den damaligen Präsidenten Hugo Chávez. Der Staatsstreich scheiterte jedoch innerhalb von 48 Stunden durch einen Volksaufstand und das Eingreifen verfasssungstreuer Teile des Militärs.

Am Sonntag hatten die Regierung und die Opposition Gespräche aufgenommen, die durch den Vatikan vermittelt worden waren. Auch US-Vizeaußenminister Thomas Shannon hält sich zu Gesprächen in Venezuela auf.

Quelle: TeleSur / RedGlobe

Kommentare   

# nunjaXenony 2016-11-02 13:50
In Sachen Umweltschutz wäre ich mit Bezug auf Venezuela vorsichtig, deren Öl ist schwer und viele der Reserven sind auch hier unkonventionell zu fördern auf lange Sicht. Fracking = superböse und konventionelle Föderung = supergut ist Kindergarten. Die jüngste Freigabe von massivem Minenbau in Orioco wirft zudem gewaltige Schatten auf die Umweltpolitik von Maduro. Zudem man kann Nordamerika viel vorwerfen, aber es nutzt nur wie Venezuela seine Bodenschätze, nicht mehr und nicht weniger. Ein Hauptgrund der Preismisere ist ja die stark gewachsene Autonomie in Sachen Förderung in NAmerika, was vorher der größte Kunde war. Noch unter Chavez und Bush II waren aller köstlichen Wortgeplänkel zum Trotz die Einnahmen aus Yankeeland riesig und die USA finanzierten indirekt den Chavismus, woran die Betonköppe auf beiden Seiten ungern erinnert werden, höhö.

Mehr ökonomische Diversifikation wäre nötig gewesen und in den späten 00ern auch durchführbar gewesen, aber nein, der Konservatismus obsiegte
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# RE: Opposition sagt Marsch auf Miraflores abINTERNATIONAL LIBERATION FRONT 2016-11-02 08:29
"Auch US-Vizeaußenminister Thomas Shannon hält sich zu Gesprächen in Venezuela auf."
Durch die wirtschaftliche Lage hat das Hyperimperium die Bolivarische Republik Venezuela am Sack. Von US-Bütteln und der rechten Opposition hat man nichts Gutes zu erwarten. Dieser so genannte Dialog könnte zu einer Erpressung führen, die den sozialistischen Prozess gefährden wird.
Mittelfristige Abhilfe wird wahrscheinlich nur ein steigender Ölpreis verschaffen, wobei gleichzeitig im Herzen der Bestie ein starker Widerstand gegen Fracking, Teersande etc. nötig ist – direkt aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes und indirekt auf Grund des Einflusses auf den Ölpreis.
(ILF)
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