Donnerstag, 23. Februar 2017
Solidaritätsanzeige

Lateinamerika und Karibik

Deutsche Kommunistische ParteiDer Parteivorstand der Deutschen Kommunistischen Partei begrüßt die Unterschrift von Regierung und Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) unter den Friedensvertrag zwischen beiden Seiten. Dass dieses Abkommen vom Volk in einem Referendum gestern mit knapper Mehrheit abgelehnt wurde, zeigt einmal mehr, dass die kolumbianische Gesellschaft in ihrem Blick auf den Konflikt tief gespalten ist. Es gilt nun, zwischen FARC und Regierung weiterzuverhandeln, um den positiven Prozess dennoch zu einem guten Ende zu bringen. Die erste Erklärung der FARC zeigt den eindeutigen Friedenswillen der Guerilla.

FARC-EPIn einer kurzen Stellungnahme haben die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP) das Ergebnis der Volksabstimmung über den mit der Regierung ausgehandelten Friedensvertrag kommentiert. Bei dem Referendum hatte sich eine knappe Mehrheit von 50,2 Prozent der Teilnehmenden gegen das Abkommen ausgesprochen.

Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP) bedauern zutiefst, dass die destruktive Kraft derjenigen, die Hass und Zorn sähen, Einfluss auf die Meinung der kolumbianischen Bevölkerung gewinnen konnten.

ColombiaBeim Referendum in Kolumbien über den zwischen der Regierung und der FARC-Guerilla ausgehandelten Friedensvertrag hat eine knappe Mehrheit gegen das Kriegsende votiert. Wie die Wahlbehörde nach der Schnellauszählung von 99,5 Prozent der Stimmen mitteilte, liegt das »Nein« mit 50,23 Prozent der Stimmen vorn, für den Frieden votierten demnach nur 49,76 Prozent. Die Beteiligung lag bei 37,5 Prozent.

junge WeltAleida Guevara March, die Tochter des legendären Comandante Che Guevara, hat die europäische Linke zum Kampf gegen den internationalen Terrorismus aufgerufen. Die Aggression gegen Syrien werde mit dem Geld europäischer Regierungen finanziert, kritisierte die 55jährige Kinderärztin im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung »junge Welt« (Wochenendausgabe).

Comandante Timoleón JiménezComandante Timoleón JiménezAm Montagnachmittag (Ortszeit) haben in Cartagena der oberste Comandante der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP) und der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos den seit 2012 zwischen beiden Seiten ausgehandelten Friedensvertrag unterzeichnet. Die offizielle Zeremonie in der Stadt an der Karibikküste wurde mit einer Schweigeminute für die Opfer des 52 Jahre andauernden Krieges eröffnet. Angereist waren die Staats- und Regierungschefs aus mehr als einem Dutzend Ländern, darunter Kuba, Venezuela, El Salvador und Ecuador.

Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. hat am Montag in einer Stellungnahme den von der Europäischen Kommission, der »nicht gewählten Führung der Europäischen Union«, am 22. September unternommenen Schritt zur Normalisierung der Beziehungen mit dem revolutionären Kuba begrüßt. Mit der Abschaffung des sogenannten »Gemeinsamen Standpunkts« werde ein Entwicklungsweg geöffnet, der Kuba einen verbesserten politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zugang zu den Staaten und Institutionen der Europäischen Union geben könne.

farc Der Krieg ist vorbei, lasst uns alle Frieden bauen!

Die Delegierten Guerilleras und Guerilleros aller Strukturen der FARC-EP im gesamten Staatsgebiet und die aus den Tiefen Kolumbiens kamen, versammelt in der X. Konferenz, die vom 17. bis zum 23. September dieses Jahres in Brisas del Diamante in den Savannen des Yarí stattfand, senden an das kolumbianische Volk und die Gesellschaft im allgemeinen unseren brüderlichen und herzlichen Landesgruß. Zur gleichen Zeit erklären wir, dass:

farc logo1701. Die X. Konferenz der FARC-EP hat ihre Beratungen mit dem Sieg des Friedens für Kolumbien abgeschlossen.

2. Wir informieren an das Land, die Regierungen und Völker der Welt, dass die delegierten Guerilleras und Guerilleros der Konferenz ihre einhellige Unterstützung zur Schlussvereinbarung von Havanna gegeben haben und der innere Zusammenhalt bekräftigt wird, welche die FARC-EP in ihrer rebellischen Geschichte geprägt hat.

CubaDie EU-Kommission hat am Donnerstag das in jahrelangen Verhandlungen mit Kuba ausgehandelte Kooperationsabkommen gebilligt und zugleich die Aufhebung des 1996 beschlossenen »Gemeinsamen Standpunkts« gegen die Karibikinsel gebilligt. Dieses hatte einen »Systemwechsel« auf der Insel zur Bedingung für normale Beziehungen erklärt und war von Havanna als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Kubas gewertet worden. Nun wollen Brüssel und Havanna ihre Beziehungen auf normale Grundlagen stellen, die EU-Kommission sprach von einem »Wendepunkt«.

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