Mittwoch, 18. Januar 2017
Solidaritätsanzeige

Im Vorfeld des für die Muslime heiligen Monats Ramadan befassen wir uns erneut mit der Situation in Afghanistan.

Wir müssen feststellen, dass die militärpolitische Lage in diesem Land äußerst angespannt ist und bleibt. Die Taliban-Bewegung führt weiterhin Kriegshandlungen in mehreren Provinzen. Die Taliban setzen aktiv auf Terror gegenüber ihren Mitbürgern, dem üblicherweise friedliche Einwohner zum Opfer fallen. Auch der afghanische Zweig der Gruppierung "Islamischer Staat" bleibt aktiv.

Faktisch ist der nationale Aussöhnungsprozess ins Stocken geraten. Die Bemühungen der Vierer-Kontaktgruppe (Afghanistan, Pakistan, USA, China) um die Aussöhnung der Taliban mit Kabul bleiben vorerst erfolglos.

Russland befürwortet den internen afghanischen Dialog und geht davon aus, dass die bewaffnete Opposition auf jegliche Gewaltanwendung verzichten und alle Kontakte mit terroristischen Organisationen, vor allem mit dem IS und der al-Qaida, abbrechen sollte.

Wir rufen die afghanischen Konfliktparteien, vor allem die neue Führung der Taliban, auf, daran zu denken, dass der Ramadan ein Fest der moralischen Vervollkommnung ist, das alle Gläubigen freundlich, friedlich und barmherzig werden lässt. In diesem Kontext müssten die Seiten auf Gewalt verzichten und die Fastenzeit für die Förderung eines produktiven Dialogs im Interesse aller Afghanen nutzen.

Wir bestätigen unsererseits, dass die Russische Föderation als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats bereit ist, die Friedensprozesse politisch zu fördern und die erfolgreiche Umsetzung der Reformen nach dem Konflikt in Afghanistan voranzubringen, mit dem unser Land durch eine langjährige Geschichte der engen Kooperation verbunden ist.

Quelle: Russisches Außenministerium / RedGlobe

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