Donnerstag, 19. Januar 2017
Solidaritätsanzeige

Naher und Mittlerer Osten

Kommunistische Partei der TürkeiKommunistische Partei der TürkeiWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP) vom 2. Oktober 2014, die uns heute in deutscher Übersetzung übermittelt wurde. Die TKP ist eine der verschiedenen unter diesem oder ähnlichen Namen arbeitenden Parteien und bezieht sich auf die 1920 gegründete TKP.
 
Landsleute, Völker der Türkei und Kurdistans, internationale demokratische Öffentlichkeit,

der türkische Staat, die AKP-Regierung spielen mit dem Feuer. Um die IS-Terrororganisation, die sie finanziell und technisch bisher unterstützt haben, auch weiterhin zu unterstützen und in der Region das Kriegsfeuer zu entfachen, wird sie die Zustimmung des Parlaments für Kriegseinsätze im Ausland einholen. Somit wird sowohl die Türkei als auch Kurdistan zum Spielplatz des einheimischen und ausländischen Militärs werden.

Halt stand, freies Kobane!Halt stand, freies Kobane!Wir dokumentieren nachstehend eine Erklärung der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) zur Solidarität mit dem kurdischen Widerstand in Rojava:

Nach drei Wochen der erfolgreichen Verteidigung der Stadt Kobanê (arabisch: Ain Al-Arab) durch die Volksverteidigungseinheiten (YPG) ist der Islamische Staat (IS) nun bis ins Stadtzentrum von Kobanê vorgerückt. Den Kanton Kobanê hat der IS bereits im Laufe der letzten Wochen erobert. Sollte die Stadt Kobanê fallen, bricht auch die Verbindung zwischen den Autonomiegebieten Efrîn und Qamischli ab, die zusammen Rojava bzw. Westkurdistan bilden. Kobanê gilt als Zentrum der kurdischen Selbstverwaltungsgebiete im Norden Syriens. Die kurdischen Autonomiegebiete werden von allen Seiten bekämpft, sie unterliegen Blockaden, sodass der Aufbauprozess einer eigenen Verwaltung ein steiniger Weg war. Trotzdem wurden in diesem Prozess innerhalb der letzten zwei Jahre große Fortschritte gemacht. Ziel war die Errichtung einer solidarisch organisierten Selbstverwaltung.

Deutsche Kommunistische ParteiDeutsche Kommunistische ParteiWir dokumentieren nachstehend einen Aufruf des DKP-Vorsitzenden Patrik Köbele und seiner Stellvertreter Wera Richter, Hans-Peter Brenner und Nina Hager zur Lage in Kurdistan:

Die Vorsitzenden der DKP rufen zur dringenden Solidarität mit den Verteidigern der kurdischen Stadt Kobanê (Nordsyrien) auf, die sich gegen die bereits in die Stadt eingerückten Mörderbanden des IS – Islamischer Staat – verteidigen.

Verteidiger von Kobanê. Foto: ISKUVerteidiger von Kobanê. Foto: ISKUSa., 11. Oktober 2014, 10.00 Uhr, Düsseldorf, vor dem DGB-Haus, Friedrich-Ebert-Straße, (gegenüber Hauptbahnhof)

Der Kanton Kobanê in Rojava, im Norden Syriens, wird seit mehr als drei Wochen von den Terrorbanden des Islamischen Staates (IS) an drei Seiten, und von türkischen Truppen im Norden, belagert. Gegen ein drohendes Massaker an der kurdischen Bevölkerung Kobanês kämpfen zur Stunde an den Grenzen der Stadt Selbstverteidigungseinheiten der YPG/YPJ in einem entschlossenen und mutigen Widerstand mit leichten Waffen gegen die Panzer und eine schwere Artillerie des IS. Fast stündlich werden neue Angriffswellen des IS zurückgeschlagen.

Kommunistische Jugend ÖsterreichsKommunistische Jugend ÖsterreichsWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung des Vorsitzenden der Kommunistischen Jugend Österreichs (KJÖ), David Lang, der aus Solidarität mit den bedrohten Menschen in Kobanê in einen 48-stündigen Hungerstreik getreten ist:

Ich gebe hiermit bekannt mit dem 7. Oktober in Solidarität mit Rojava in einen 48-stündigen Hungerstreik zu treten. Zwar mag diese Kampfform nicht unumstritten sein, dennoch stellt sich die Frage danach im Moment meiner Meinung nach nicht mehr auf einer politischen sondern auf einer persönlichen Ebene. Unsere Handlungsmöglichkeiten mögen in Österreich beschränkt sein. Dennoch haben wir Möglichkeiten Öffentlichkeit zu schaffen und unmittelbar solidarisch zu sein.

Um gegen die Barbarei des IS zu protestieren und sich mit dem Widerstand in Kobanê zu solidarisieren, haben Mitglieder von YXK - Verband der Studierenden aus Kurdistan - und der Jugendorganisation Cîwanên Azad am Montagabend eine Aktion des zivilen Ungehorsam in Form eines Sitzstreiks in der CDU-Zentrale in Dortmund begonnen. Die Aktion wird unterstützt von Solid NRW und Young Struggle.

Kobanê. Grafik: European Commission DG ECHO / flickr.comKobanê. Grafik: European Commission DG ECHO / flickr.comDie Mörderbanden des »Islamischen Staates« (IS) sind offenbar in das Stadtgebiet von Kobanê eingedrungen. Das berichten kurdische und syrische Informationsquellen aus der nahe der Grenze zur Türkei gelegenen Stadt. Die Dschihadisten stoßen offenbar weiter auf erbitterten Widerstand der kurdischen Volksbefreiungskräfte (YPG), es soll zu heftigen Straßenkämpfen kommen. Erst vor wenigen Stunden hatten kurdische Politiker die internationale Gemeinschaft zum Handeln aufgerufen, um ein Massaker in der als Zentrum der kurdischen Selbstverwaltungsgebiete in Syrien geltenden Stadt zu verhindern.

Wir dokumentieren nachstehend zwei Erklärungen einer Delegation, die aus Deutschland an die türkisch-syrische Grenze gereist ist, um sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort zu machen:

Um den Widerstand des kurdischen Volkes gegen die Bandes des IS und des türkischen Staates vor Ort zu unterstützen, uns selbst ein Bild von der Lage machen zu können und darüber zu berichten, haben die Organisationen Rote Aktion, Young Struggle und SKB (Bund sozialistischer Frauen) eine Delegation zur türkisch-syrischen Grenze entsandt.

Kurdische JugendverbändeKurdische JugendverbändeEine Gruppe kurdischer Jugendlicher hat heute die Zentrale der SPD in Frankfurt/M. besetzt. Die jungen Mitglioeder des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan (YXK) und der Freien demokratischen Jugend Cîwanên Azad fordern von der SPD als Teil der Bundesregierung konkrete Schritte zur Unterstützung des kurdischen Widerstandes gegen den Terror der IS-Milizen. So fordern die Aktivisten, dass die deutsche Bundesregierung Druck auf die Türkei ausübt, die Unterstützung der Terroristen zu beenden. Außerdem müsse endlich das in der Bundesrepublik geltende Verbot der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) aufgehoben werden.

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