Dienstag, 28. März 2017
Solidaritätsanzeige

Naher und Mittlerer Osten

Lawrow in Paris. Screenshot: RTDer russische Außenminister Sergej Lawrow hat bei der von der französischen Regierung einberufenen Konferenz über den Kampf gegen den »Islamischen Staat« (IS) davor gewarnt, Terroristen in »gute« und »schlechte « aufzuteilen. Leider sei dieses Prinzip zuletzt immer wieder verletzt worden, kritisierte Moskaus Chefdiplomat: »Es wurde bei zahlreichen Gelegenheiten konjunkturellen Zielen geopfert, um das Regime des einen oder anderen Landes zu stürzen, das im Westen unerwünscht war.« Als Beispiele dafür nannte Lawrow Libyen und Syrien. So habe der Westen vor dem Anwachsen des Extremismus die Augen verschlossen und sich an die Seite der Radikalen gestellt, um das Regime von Muammar Al-Gaddafi zu stürzen. Das habe nicht nur Libyen selbst, sondern auch die Nachbarländer wie Mali ins Chaos gestürzt.

Al-Sumaria TVDie Kämpfer des »Islamischen Staats« (IS, auch bekannt als ISIS oder ISIL) sollen die Stadt Duluya mit Giftgas beschossen haben. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf den irakischen Fernsehsender Al-Sumaria. Demnach wurde von den Terroristen Chlor-Munition auf die rund 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad gelegene Ortschaft abgefeuert haben.

Demonstration der US-Friedensbewegung. Foto: ANSWER CoalitionUS-Präsident Barack Obama hat pünktlich zum Jahrestag der Terroranschläge von New York und Washington im Jahr 2001 eine weitere Eskalation des von seinem Amtsvorgänger George W. Bush begonnenen »Kriegs gegen den Terror« – von Anfang an ein Terrorkrieg gegen die Zivilbevölkerung des Nahen und Mittleren Ostens – angekündigt. Ausdrücklich kündigte der US-Staatschef die Bombardierung eines weiteren souveränen Landes an.

Plötzliches Problem? IS im Irak und in Syrien. Grafik: PositionDie Dschihadisten der Gruppe »Islamischer Staat« (IS oder auch als ISIS bekannt), die nach der Einnahme von Mossul und weiterer irakischer Städte im Juni ein bis nach Syrien reichendes Kalifat ausgerufen haben, begannen Anfang August mit einer neuen Offensive in Nordirak. Monatelang hatten diese Truppen mit Unterstützung der USA, Türkei und vermutlich auch der Bundesregierung im Norden Syriens gegen die syrische Armee und die kurdischen Kämpfer operiert. Im Fokus stehen nun kurdische Siedlungsgebiete im Nordirak. Diese »umstrittenen Gebiete«, die offiziell außerhalb der kurdischen Autonomieregion liegen, wurden zuvor von den kurdischen Peschmerga unter ihre Kontrolle gebracht. Der aktuelle Vorstoß der Dschihadisten zielt darauf, ein durchgehendes Gebiet von Mossul über die bereits Ende Juni eroberte turkmenische Stadt Tal Afar bis zur syrischen Grenze unter die Kontrolle des »Islamischen Staates« zu bringen. Dies würde die Versorgungswege des IS in seinem grenzübergreifenden Kalifat und dessen faktischer Hauptstadt Rakka im Norden Syriens wesentlich erleichtern.

Freudenfeiern in Gaza. Foto: Maan ImagesTausende Menschen haben in der Nacht zum Mittwoch in Gaza das Inkrafttreten einer unbefristeten Waffenruhe gefeiert. Diese war kurz zuvor vom palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas verkündet worden und trat um 19 Uhr Ortszeit in Kraft. In einer kurzen Fernsehansprache sagte Abbas: »Wir bestätigen das komplette Einverständnis mit den ägyptischen Anstrengungen, die seit langem versuchen, alle Seiten zu befriedigen. Qatar spielte dabei ebenfalls eine Rolle. Wir möchten auch erwähnen, dass (US-Außenminister) Kerry mit dem selben Ziel mit uns in Kontakt stand, und so danken wir allen, die eine Rolle gespielt haben.« Man haben in Qatar zudem mit den führenden Persönlichkeiten der Hamas »notwendige Dinge« diskutiert, damit die palästinensische Einheitsregierung in die Lage versetzt wird, ihre Arbeit zu machen.

Deutsche Kommunistische ParteiDeutsche Kommunistische Partei»Von deutschem Boden darf keine Zurückhaltung mehr ausgehen«, lautet der Tenor der »neuen« deutschen Außenpolitik, ausgerufen von Kriegsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Bundespräsident Joachim Gauck auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2014. Diese Propagandisten imperialistischer deutscher Großmachtambitionen kennen keine Tabus mehr.

Bolivarische Republik VenezuelaBolivarische Republik VenezuelaWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung des venezolanischen Außenministeriums vom Donnerstag, 21. August 2014, zur Lage im Irak sowie im Mittleren Osten:

Die Regierung der Bolivarischen Republik Venezuela verurteilt die terroristischen Aktionen, die extremistische Gruppen in der Republik Irak durchgeführt haben und die als Folge der Ausrottung der verschiedenen religiösen und ethnischen Gruppen, die die irakische Nation bilden, den Tod Tausender Iraker verursachten.

Szene aus dem Musikvideo Hiba Tawaji - Al Rabih Al ArabiSzene aus dem Musikvideo Hiba Tawaji - Al Rabih Al ArabiWeltweite Empörung herrscht über die Brutalitäten und die Verfolgung von Minderheiten durch den »Islamischen Staat«“ oder IS  – seit das kurdische Autonomiegebiet und damit insbesondere die Ölfelder im Norden des Irak bedroht sind. Der britische Premierminister Cameron warnt: »Es ist der Kampf unserer Generation gegen diese  giftige und barbarische Art des islamischen  Extremismus.«

Irakische Kommunistische ParteiIrakische Kommunistische ParteiWir dokumentieren eine Erklärung des Politbüros der Irakischen Kommunistischen Partei zur derzeitigen Lage im Norden des Irak und den Massakern der Islamisten an Yeziden und anderen Menschen. Die irakischen Kommunisten fordern konzentrierte nationale Anstrengungen, um die Regionen, die von den kriminellen ISIS-Banden erobert wurden, zurückzugewinnen.

Mit großem Zorn verfolgen und verurteilen wir die brutale Praxis und die erschreckenden Verbrechen, die von kriminellen ISIS-Banden gegen unser yezidisches Volk verübt werden. Diese zielen darauf, diese uransässige kulturelle und religiöse Komponente des Irak auszulöschen.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.