Donnerstag, 23. Februar 2017
Solidaritätsanzeige

Naher und Mittlerer Osten

Freiheit für Palästina! Demonstration in Berlin. Foto: RedGlobeDie Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) hat am Montag einen Sonderbericht unter dem Titel »Der verbrecherische Überfall Israels auf den besetzten Staat Palästina« angefertigt und verbreitet. Aus dieser »Statistik von 35 Tagen israelischer Aggression gegen den Gazastreifen« veröffentlichte die »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« die wichtigsten Auszüge.

Wenige Minuten vor Inkrafttreten der zeitweiligen Feuerpause von 72 Stunden in der Nacht zum Montag haben die israelischen Besatzungstruppen das Flüchtlingslager Khan Younis angegriffen und mindestens zwei Palästinenser getötet sowie viel andere verwundet. Obwohl sich die Bodentruppen aus Gaza zurückziehen, behält Israel die Besatzung aufrecht, durch die vollständige Kontrolle der Seegrenzen, des angrenzenden Seegebietes sowie auch der Verbindungen von Gaza mit dem Rest des besetzten Palästina.

Friedensdemonstration in BerlinMehrere tausend Menschen haben am Samstag in Berlin gegen den Krieg Israels im Gazastreifen demonstriert. Zu der Aktion, die am Nachmittag vor dem Gebäude des Springer-Verlags in Kreuzberg begann, hatten zahlreiche Organisationen aufgerufen, unter ihnen etwa palästinensische Vereinigungen, Antifa-Gruppen, die DKP Berlin, Basisorganisationen der Linkspartei und Immigrantenorganisationen wie Berliner Anhänger der spanischen »Podemos«, aber auch die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. Deren Sprecher erklärte bei der Auftaktkundgebung: »Wir, hier lebende Juden, schämen uns, dass so ein Verbrechen, wie die jüngste Invasion der israelischen Armee und der Massenmord an Zivilisten und Kindern, die in Gaza zur Welt gekommen sind,  im Namen des Judentums begangen worden ist. Wir erklären uns mit allen Opfer des israelischen Militäranschlags auf dem Gazastreifen solidarisch.«

Solidaritätsdemonstration für Palästina am 2.8.2014 in Washington. Foto:  Elvert Barnes (CC BY-SA 2.0)Bei einem erneuten Angriff der israelischen Armee auf eine Schule der Vereinten Nationen im Gazastreifen, die als Notunterkunft für Flüchtlinge gedient hatte, sind am Sonntag zehn Menschen getötet worden. Angesichts der dramatischen Nachrichten aus dem palästinensischen Küstengebiet nimmt weltweit die Empörung über den anhaltenden Krieg der israelischen Armee gegen die Bevölkerung des palästinensischen Küstengebiets zu. In zahlreichen Städten, vor allem in Nord- und Südamerika sowie in Europa, gingen am Wochenende Zehntausende auf die Straße. Allein in Washington protestierten nach Angaben der Veranstalter 50.000 Menschen gegen die Unterstützung Israels durch die US-Administration. Dies sei die größte Solidaritätsdemonstration für die Palästinenser seit vielen Jahren gewesen, freute sich das Antikriegsbündnis ANSWER Coalition, das die Kundgebung mitorganisiert hatte.

Erklärung des kubanischen AußenministeriumsWir dokumentieren nachstehend eine offizielle Erklärung des Außenministeriums der Republik Kuba zur Militäroffensive Israels gegen Gaza:

Das Ministerium für Auswärtige Beziehungen der Republik Kuba hat mit wachsender Besorgnis die schwerwiegenden Ereignisse im Gazastreifen verfolgt, insbesondere die willkürlichen Angriffe der israelischen Armee auf zivile Ziele, die Tausende Tote und Verletzte gefordert haben und zu einer massiven Zerstörung von Eigentum und Infrastruktur geführt haben.

Antikriegsdemonstration in Berlin. Foto: Tamir ShmeltzerRund 500 Menschen sind am gestrigen Mittwoch dem Aufruf in Berlin lebender israelischer Staatsbürger gefolgt, auf der Straße Solidarität mit Gaza zu zeigen. Die Demonstranten forderten eine sofortige Waffenruhe und die Beendigung der israelischen Blockade des Gazastreifens. Dies geschah im Einklang mit den Interessen der der palästinensischen Zivilbevölkerung in Gaza, die die seit sieben Jahren anhaltende Blockade als »schleichenden Tod« empfindet.

Spanische Künstler gegen das Massaker am palästinensischen VolkZahlreiche spanische Künstler und Schauspieler, unter ihnen Hollywood-Stars wie Penélope Cruz und  Pedro Almodóvar, haben eine »Erklärung der Kultur gegen den palästinensischen Genozid« unterzeichnet, in der sie sich gegen die israelische Aggression wenden und von der Regierung in Madrid sowie der EU verlangen, das Massaker zu verurteilen. Wir dokumentieren die Stellungnahme nachstehend in eigener Übersetzung:

Die Unterzeichner dieses Kommuniqués, die zur Welt der Kultur gehören, erklären ihre Empörung über den Genozid, den die israelische Besatzungsarmee im Gazastreifen gegen die palästinensische Zivilbevölkerung betreibt.

Homepage der Kommunistischen Partei Israels. Screenshot: RedGlobeRund 7000 Menschen haben am Samstagabend in Tel Aviv unter der Losung »Nicht noch mehr Tote – Israelisch-Palästinensischer Frieden jetzt!« gegen den Krieg in Gaza demonstriert. Die Teilnehmer riefen Slogans wie »Stoppt den Krieg!«, »Holt die Soldaten nach Hause!« oder »Juden und Araber weigern sich, Feinde zu sein!«

Grafik der UJCE Spaniens gegen das Massaker in GazaGrafik der UJCE Spaniens gegen das Massaker in GazaWir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung eine gemeinsame Erklärung von 28 kommunistischen Jugendverbänden aus aller Welt.

Die Jugendorganisationen, die die nachstehende Erklärung unterzeichnet haben, prangern die Militäroperationen des israelischen Staates gegen das palästinensische Volk an, die bereits zum Verlust Hunderter Menschenleben geführt hat.

Kommunistische Partei IsraelsKommunistische Partei IsraelsWir dokumentieren nachstehend eine weitere Erklärung der Kommunistischen Partei Israels vom 20. Juli 2014 zur Aggression gegen Gaza

Die Kommunistische Partei Israels und die Demokratische Front für Frieden und Gleichheit (HADASH) drücken ihren Zorn und ihren Schmerz über den kriminellen und inhumanen Angriff Israels auf die Menschen in Gaza aus. Wir übermitteln hiermit unsere tiefe Sympathie und Solidarität an die Menschen in Gaza, die von einer bösartigen Regierung getötet und verletzt werden, deren einzige Absicht es ist, die Besetzung und Kolonisierung der besetzten Palästinensischen Territorien und die Belagerung Gazas aufrecht zu erhalten.

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