Donnerstag, 19. Januar 2017
Solidaritätsanzeige

Nordamerika

Die LinkeDie LinkeZur Wiederwahl von Barack Obama zum Präsidenten der USA erklärt der Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, Gregor Gysi: »Das amerikanische Volk (Herr Gysi meint vermutlich die Bürger der USA, die Völker Mexikos, Venezuelas, Argentiniens, Brasiliens und anderer amerikanischer Länder durften nicht mit abstimmen. Anm. d. Red.) hat eine kluge Entscheidung getroffen. Barack Obama muss jetzt allerdings seine historische Chance und die Möglichkeiten einer zweiten Amtszeit auch nutzen, um nunmehr alle Versprechen einzulösen, die er vor vier Jahren gemacht hat.

Grafik: NBC NewsGrafik: NBC NewsBarack Obama bleibt Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika. In den frühen Morgenstunden Mitteleuropäischer Zeit verkündeten die US-Fernsehsender, der Amtsinhaber habe die zur Wiederwahl benötigte Zahl von 270 Wahlmännern erreicht. Der Fernsehsender NBC sieht derzeit eine Mehrheit von 50 zu 49 Prozent für Obama gegenüber dem Republikaner Mitt Romney, was sich demgegenüber jedoch in einer klaren Mehrheit von 284 zu 203 Wahlmännern ausdrückt. Obama konnte sich in den sogenannten Swing States wie Virginia, Ohio und Florida setzen sowie in 19 weiteren Bundesstaaten, während Romney in 22 Staaten gewann.

Mitt Romney oder Barack Obama?Mitt Romney oder Barack Obama?Elf kommunistische und Arbeiterparteien aus Europa und Lateinamerika, die auch gemeinsam die »International Communist Review« herausgeben, haben in einer gemeinsamen Erklärung Stellung zu den Präsidentschaftswahlen in den USA genommen. Indirekt kritisieren sie darin auch die Haltung der KP der USA, die lediglich dazu aufruft, bei den Wahlen Mitt Romney zu schlagen, jedoch praktisch keine Kritik an Amtsinhaber Barack Obama äußert. Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut der Erklärung in eigener Übersetzung

Netzwerk CubaNetzwerk CubaDer Vorstand des Netzwerks Cuba e.V., einer Vereinigung von über 40 Cuba-Solidaritätsgruppen in Deutschland, hat in einem Offenen Brief an US-Präsident Barack Obama seinen Unmut über von dessen Kabinettsmitgliedern geäußerten Lügen gegen Kuba und die »Cuban Five« zum Ausdruck gebracht. Nachdem sich Außenministerin Hillary Clinton wiederholt unzutreffend über Kuba geäußert habe, habe ihre Sprecherin im Fall des in Kuba inhaftierten US-Bürgers Alan Gross »nachweislich gelogen«, so das Netzwerk.

Occupy ChicagoOccupy ChicagoTausende Menschen haben gestern in Chicago erneut gegen das NATO-Gipfeltreffen demonstriert, das derzeit in der zweitgrößten Stadt der USA stattfindet. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es zahlreiche Aktionen und Kundgebungen gegeben, zu denen vor allem die US-amerikanische Occupy-Bewegung mobilisiert hatte, und die sich auch gegen den G8-Gipfel am Freitag und Sonnabend in Camp David richteten. Dazu gehörte beispielsweise am Sonnabend eine Demonstration zum Haus von Bürgermeister Rahm Emanuel, der unter den Einwohnern Chicagos äußerst unpopulär ist. Direkt vor seiner Haustür protestierten die Aktivisten gegen die von der Stadtverwaltung geplanten Kürzungen im Gesundheitswesen. Rund 150 weitere Menschen besetzten den Daley-Platz und riefen Parolen gegen die NATO, die Wall Street und die Besatzung Afghanistans durch US-Truppen.

Occupy-Plakat zum 1. Mai 2012Occupy-Plakat zum 1. Mai 2012Auf Initiative der Occupy-Bewegung stehen die USA an diesem 1. Mai vor einem historischen Generalstreik. An diesem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse, der in den USA kein Feiertag ist, sind in 125 Städten die Menschen aufgerufen, nicht zur Arbeit oder in den Unterricht zu gehen. Ausserdem sollen sie heute keine Bankgeschäfte tätigen und auch nicht einkaufen gehen. Der Protest richtet sich gegen den Machtmissbrauch von Regierung und Banken.

René González (rechts) mit seinem Bruder Roberto und seiner Mutter IrmaRené González (rechts) mit seinem Bruder Roberto und seiner Mutter IrmaWie am Montag abend (Ortszeit) in Miami bekannt wurde, hat Joan Lenard, Richterin für den Distrikt Süd-Florida, René González die Reise nach Kuba genehmigt. Das berichtet das Internetportal Cubadebate. González gehört zu den international als Cuban Five bekannt gewordenen kubanischen Aufklärern, die rechtsextreme Organisationen in den USA unterwandert hatten, um Anschläge in ihrer Heimat zu verhindern. Während seine vier Genossen auch nach 13 Jahren noch immer im Gefängnis sitzen, wurde González im vergangenen Oktober aus der Haft entlassen, darf die USA jedoch drei Jahre lang nicht verlassen.

Aktion von »Occupy Los Angeles« zum Internationalen Frauentag am 8. März. Foto: NoHoDamon / flickr.comAktion von »Occupy Los Angeles« zum Internationalen Frauentag am 8. März. Foto: NoHoDamon / flickr.comDie US-amerikanische »Occupy«-Bewegung will den Winterschlaf mit spektakulären Aktionen überwinden. Wie der russische Fernsehsender Russia Today unter Berufung auf das US-Network ABC berichtet, plant die Bewegung für den 1. Mai, der in den USA nicht arbeitsfrei ist, einen Generalstreik sowie Proteste gegen den am 21. und 22. Mai in Chicago stattfindenden NATO-Gipfel.

Für den Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse wollen die »Occupy«-Aktivisten die Bevölkerung in den Vereinigten Staaten aufrufen, nicht zur Arbeit oder in den Unterricht zu gehen, »um den superreichen 1 Prozent der Bevölkerung zu zeigen, wie ihr Leben ohne die übrigen 99 Prozent wäre«.

Der Entertainer Harry Belafonte, 85, hat »große Sympathien« für die weltweite »Occupy«-Bewegung: »Ich bin fast zwangsläufig auf der Seite der Leute, die auf die Straße gehen und ein Unbehagen formulieren. Sei dieses Unbehagen auch noch so konfus«, sagte Belafonte dem ZEITmagazin. Seine Frage an Wirtschaftsexperten laute: »Wie wollt ihr euer System von Angebot und Nachfrage aufrechterhalten, wenn ihr euch nicht um die Leute kümmert, die am Ende die Produkte kaufen sollen? Wir brauchen ein System, das die niedrigen Einkommen an den Gewinnen der globalen Finanzspekulation beteiligt.« Als Mittel zur Durchsetzung dieser Ziele glaube er an die Kraft der Straße: »Ich glaube an keine andere Macht. Alle Macht der Welt liegt auf der Straße.«

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