Donnerstag, 19. Januar 2017
Solidaritätsanzeige

Nordamerika


Hugo Chávez gratuliert Barack Obama
Nach acht Jahren Bush-Administration haben die Republikaner in den USA die Regierungsgewalt verloren. Bei den gestrigen Präsidentschaftswahlen hat der Kandidat der Demokratischen Partei, Barack Obama, die Wahlen gewonnen. Während die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung jubelt, weil erstmals kein Bleichgesicht ins Weiße Haus eingezogen ist, überwiegt ansonsten unter den fortschrittlichen Kräften weltweit die Skepsis - verbunden mit der vagen Hoffnung, die von Obama versprochenen Veränderungen könnten zumindest einige positive Seiten haben. "Die Welt hofft, dass Präsident Obama die Richtung der imperialistischen US-Politik ändert", kommentiert der venezolanische Rundfunksender YVKE Mundial. Die kubanische Tageszeitung Granma beschränkt sich zunächst darauf, eine Bilanz des Wahlkampfes zu ziehen, ohne konkrete Prognosen für die Zukunft abzugeben, während Prensa Latina an die fortschrittlichen Versprechungen Obamas erinnert, der sich für einen Dialog mit dem Iran, Nordkorea und Cuba ausgesprochen hat, fügt aber hinzu: "Trotzdem ist vorhersehbar, dass er in anderen Bereichen die Politik Washingtons fortsetzen wird, zum Beispiel bei der bedingungslosen Unterstützung Israels." Die staatlichen Medien Boliviens und Nicaraguas beschränkten sich zunächst ebenfalls auf sachliche Meldungen und verzichteten auf Prognosen der weiteren Entwicklung.


Fidel Castro: Die Wahlen vom 4. November
Die kubanische Tageszeitung "Granma" veröffentlicht in ihrer heutigen Ausgabe eine neue Reflexion des langjährigen kubanischen Präsidenten Fidel Castro, in der dieser die heute in den USA stattfindenden Präsidentschaftswahlen kommentiert. "Wenn diese Meinung morgen veröffentlicht wird, wird niemand mehr die Zeit haben um sagen zu können, dass ich etwas geschrieben habe, dass von einem der Kandidaten für seinen Wahlkampf benutzt werden könnte", schreibt Fidel, der sich in den vergangenen Monaten stark mit Äußerungen über die Wahlen in den USA und die Kandidaten zurückgehalten hat.

Empört reagierten Bürger in Oklahoma, als sie in ihrer Abendzeitung als Beilage ein Flugblatt des weltweit berüchtigten "Ku Klux Klan" fanden. In diesem Pamphlet wettern die Rassisten gegen den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama. In dem Pamphlet wird dem Kandidaten vorgeworfen, nicht zum "Schutz der weißen Männer, Frauen und Kinder" bereit zu sein, die "bald Amerikas neue Minderheit" sein würden.
In der Endphase des Wahlkampfes nimmt die Kampagne des in den Umfragen zurückliegenden Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, John McCain, immer absurdere Züge an. Der Aspirant auf die Nachfolge des einst von einer überwältigenden Minderheit "gewählten" George W. Bush forderte ausgerechnet in Orlando, Florida, - wo einst Dabbeljuhs Bruder Jebb Bush die Wahlergebnisse zurechtgebogen hatte - die Untersuchung eines "Wahlbetruges" durch seinen Konkurrenten von der Demokratischen Partei, Barack Obama.
Während Barack Obama seinen Vorsprung vor McCain laut Umfragen immer weiter ausbaut, ist im Bundesstaat New York ein neuer Kandidat aufgetaucht mit dem niemand gerechnet hatte.

Etliche Briefwähler im US-Bundesstaat New York werden überrascht sein, wenn sie den Namen des demokratischen Präsidentschaftskandidaten auf dem Wahlschein sehen. Darauf steht nämlich “Barack Osama”. Der Lieblingsterrorist der USA, Osama bin Laden, als Kandidat bei der Präsidentschaftswahl?

Die republikanische Kandidaten für die Vizepräsidentschaft, Sarah Palin, hat offenbar erneut Einblick in ihre Geisteswelt gewährt. Wie ein Universitätsprofessor in Wasilla in der "Los Angeles Times" berichtete, habe Palin - kurz nachdem sie 1996 zur Bürgermeisterin dieses Ortes in Alaska gewählt worden war - erklärt, Menschen und Dinosaurier hätten die Erde zur selben Zeit bevölkert, und diese sei erst vor rund 6000 Jahren erschaffen worden. Wissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass die meisten Dinosaurier vor rund 65 Millionen Jahren ausgestorben sind.
"In diesem Drama aus dem wirklichen Leben lassen Bush und (Finanzminister) Paulson lassen John Dillinger, den legendären Bankräuber aus den Jahren der Weltwirtschaftskrise, wie einen Pfadfinder aussehen", kommentiert die Kommunistische Partei der USA (CPUSA) die Forderung der Administration in Washington an den Kongress, 700 Milliarden Dollar für die angeschlagenen Banken zu bewilligen - und das, bitte schön, ohne Diskussion und ohne Einschränkungen. Wenn es nicht so ernst wäre, hätte der Vorgang etwas komisches an sich, heisst es in einer Analyse des Nationalvorstandes der Partei.
Mit dem neuen Präsidenten von Paraguay, Fernando Lugo, dem kubanischen Vizepräsidenten José Ramón Machado Ventura sowie dem honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya haben nach Boliviens Staatschef Evo Morales weitere führende Repräsentanten Lateinamerikas die UNO-Vollversammlung für scharfe Angriffe auf die USA und den Kapitalismus genutzt. Im Mittelpunkt ihrer Reden standen auch die Folgen der US-Finanzkrise für die Menschen in Mittel- und Südamerika.

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