Sonntag, 26. Februar 2017
Solidaritätsanzeige

Nordamerika

Mumia Abu-Jamal. Foto:  4WardEver Campaign UK (CC BY 2.0) Mumia Abu-Jamal. Foto: 4WardEver
Campaign UK (CC BY 2.0)
Wir dokumentieren nachstehend eine Erklärung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) zum Gesundheitszustand des in den USA inhaftierten Journalisten Mumia Abu-Jamal:

 
Die VVN-BdA fürchtet den drohenden Tod ihres Ehrenmitglieds Mumia Abu-Jamal durch unterlassene Hilfeleistung und fordert angemessene medizinische Versorgung des schwer an Diabetes Erkrankten.

Mumias bislang letzte Kolumne am letzten Dienstag in der jungen WeltMumias bislang letzte Kolumne
am letzten Dienstag in der jungen Welt
Seit fast 15 Jahren veröffentlicht der US-amerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal eine wöchentliche Kolumne in der Tageszeitung junge Welt. Am Montag wird dieser Gastbeitrag nicht erscheinen können. Der gesundheitliche Zustand des in den USA inhaftierten schwarzen Aktivisten lässt das nicht zu. Es ist erst das dritte Mal in dieser langen Zeit, dass die Kolumne nicht an ihrer gewohnten Stelle steht, nachdem zuvor die juristischen Auseinandersetzungen mit den Behörden zweimal die Veröffentlichung verhindert hatten.

Protestkundgebung am Donnerstag vor der US-Botschaft in Berlin. Foto: Kurt Sonntag (CC BY-SA 3.0 DE)Protestkundgebung am Donnerstag vor der US-Botschaft in Berlin. Foto: Kurt Sonntag (CC BY-SA 3.0 DE)

Am Mittwoch um 19 Uhr abends (Ortszeit) wurde der Journalist und politische Gefangene Mumia Abu-Jamal zurück auf die Krankenstation des Gefängnisses SCI Mahanoy in Frackville, Nord-Pennsylvania, verlegt. Wieder erfuhren sowohl Angehörige als auch Verteidiger erst viele Stunden später davon, nämlich am Mittag des nächsten Tages. Zwei Tage zuvor war Mumia nach einer plötzlichen Bewusstlosigkeit in ein öffentliches Krankenhaus in der Nähe des Gefängnisses, das Schuylkill Medical Center in Pottsville, überstellt worden. Die Diagnose lautete auf einen Diabetesschock. Ein solcher ist unbehandelt lebensgefährlich.

Freiheit für Mumia. Foto: Chris McGeehan / flickr (CC BY 2.0) Freiheit für Mumia. Foto: Chris McGeehan / flickr (CC BY 2.0) Am Montag wurde der afroamerikanische Journalist und politische Gefangene Mumia Abu-Jamal um 13 Uhr Ortszeit in das Schuylkill Medical Center, ein öffentliches Krankenhaus in Pottsville im US-Bundestaat Pennsylvania, verlegt. Zuvor war er bereits im Gefängniskrankenhaus des SCI Mahanoy in Frackville behandelt worden.

Die Gefängnisbehörde von Pennsylvania und die Krankenhausleitung verweigern den Angehörigen und der Verteidigung von Mumia Abu-Jamal jegliche Auskünfte über den Gesundheitszustand des Gefangenen.

Tweets in eigener Sache: Denise Reese. Screenshot: TwitterTweets in eigener Sache: Denise Reese. Screenshot: TwitterIn den USA halten die Proteste gegen die Entscheidung an, den Polizisten nicht anzuklagen, der im August den unbewaffneten Afroamerikaner Michael Brown erschossen hatte. Während es Medienberichten zufolge in der vergangenen Nacht zu weniger gewaltsamen Ausschreitungen als am Tag zuvor kam, ging die Polizei mit Härte gegen Demonstranten vor. In Ferguson wurde dabei eine Korrespondentin von Ruptly, der Videoagentur des russischen Fernsehsenders RT, festgenommen und mehrere Stunden lang festgehalten.

Wie Denise Reese selbst aus dem Polizeifahrzeug heraus über den Internetdienst Twitter mitteilte, wurde sie abgeführt, nachdem die Polizei den Demonstranten ein Ultimatum gestellt hatte, die Kundgebung aufzulösen, sonst würden sie verhaftet. Wie Ruptly berichtete lautete der Vorwurf gegen die Kollegin – die mit Mikrofon und Kamera unterwegs war –, an einer verbotenen Versammlung teilgenommen zu haben. Fünf Stunden später wurde sie ohne Anklage wieder auf freien Fuß gesetzt und kündigte umgehend an, in Kürze die Berichterstattung aus Ferguson wieder aufzunehmen.

ALBA-TCPALBA-TCPWir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung eine aktuelle Erklärung des lateinamerikanischen antiimperialistischen Staatenbündnisses ALBA zu den jüngsten Ereignissen in der US-Kleinstadt Ferguson. Dort halten die Proteste nach dem Tod eines jungen Schwarzen, der von einem Polizisten erschossen wurde, an. Immer wieder werden die Kundgebungen in Demonstrationen von der Polizei und der Nationalgarde gewaltsam unterdrückt.

Die Mitgliedsländer der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas – Handelsvertrag der Völker (ALBA-TCP) geben ihrer tiefen Sorge über die Gewaltereignisse Ausdruck, die als Folge der unter unklaren Umständen erfolgten Ermordung des afroamerikanischen Bürgers Michael Brown durch einen Polizeibeamten in der Stadt Ferguson, Bundesstaat Missouri, Vereinigte Staaten von Amerika, ausgebrochen sind und die das gravierende Probleme rassischer Diskriminierung und Gewalt wiederbelebt haben, die in dieser Nation noch nicht gelöst werden konnten.

Zerschlagen wir die Blockade!Zerschlagen wir die Blockade!Laut Presseberichten hat US-Präsident Barack Obama in seiner als »historisch« angekündigten Rede in Warschau mit Blick auf die Situation in der Ukraine am 04.06.2014 verkündet: »Jedes Volk und jedes Land hat das Recht, seine Zukunft selber zu bestimmen (…) Die Zeiten von Imperien und Einflußsphären sind vorbei«.

Erdkunde mit CNNErdkunde mit CNNWieder einmal hat der US-Nachrichtensender CNN seine weltweit gerühmte Kompetenz unter Beweis gestellt. Während der Berichterstattung über das Referendum in Lugansk und Donezk zeigte CNN eine Weltkarte, um seinen Zuschauern eine Vorstellung davon zu vermitteln, wo dieses merkwürdige Land Ukraine eigentlich liegt. Mal wieder dumm gelaufen: Der Sender lokalisiert das Land in etwa dort, wo nach bisheriger allgemeiner Lehrmeinung in etwa Pakistan zu suchen wäre. Zuschauer bemerkten den Fehler prompt und filmten den Lapsus ab.

Rally supporters von NESRI bei FlickrRally supporters von NESRI bei FlickrDas Pressebüro des chinesischen Staatsrats hat am Freitag einen Bericht über die Menschenrechtssituation in den USA für das Jahr 2013 veröffentlicht. Dieser gilt als Reaktion auf den alljährlichen »Human Rights Record« der US-Regierung. China kritisiert damit die Doppelmoral der USA, die sich zwar anmaßen, über die Situation der Menschenrechte in mehr als 200 Staaten und Gebieten zu urteilen, dabei aber die Probleme im eigenen Land stets ignoriere.

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