3. April 2025
TürkeiYeni Hayat

Repressionen und Gewerkschaftskämpfe in der Türkei: Solidarität gefordert

Übernommen von Yeni Hayat / Neues Leben:

In der Türkei verschärft die Regierung Erdoğan ihre Repressionen gegen Oppositionelle, Gewerkschafter und Journalisten. Am 18. Februar wurden bei Hausdurchsuchungen in zehn Städten, darunter Istanbul, 52 Personen festgenommen. Die Betroffenen, darunter Politiker, Künstler und Journalisten, stehen fortschrittlichen Parteien wie der EMEP oder der DEM-Partei nahe. Ihnen wird der Zugang zu Anwälten zunächst verweigert.

Gleichzeitig eskaliert die Lage in der Provinz Gaziantep, wo Textilarbeiter für höhere Löhne streiken. Die Bezirksregierung verhängte ein Demonstrations- und Streikverbot, nachdem Fabrikbesitzer Druck ausgeübt hatten. Der Vorsitzende der Gewerkschaft BİRTEK-SEN, Mehmet Türkmen, wurde verhaftet und angeklagt.

Die Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) verurteilt die repressiven Maßnahmen und fordert die sofortige Freilassung aller Inhaftierten. Zudem ruft sie die internationale Gemeinschaft zur Solidarität auf. Insbesondere wird die deutsche Bundesregierung kritisiert, die trotz der massiven Menschenrechtsverletzungen weiterhin wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit der Türkei pflegt.

Die Opposition in der Türkei bleibt entschlossen, für Demokratie und soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Unterstützer werden aufgerufen, ihre Solidarität mit den Inhaftierten zu zeigen und Proteste gegen die türkische Regierung zu formulieren.

Quelle: Yeni Hayat / Neues Leben