Erklärung des Weltgewerkschaftsbundes zum Erdbeben in Myanmar und Thailand
Übernommen von WFTU:
Der Weltgewerkschaftsbund bringt seine tiefe Solidarität mit den Menschen in Myanmar und Thailand zum Ausdruck, die nach dem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,7, das die Region vor drei Tagen erschütterte, den tragischen Verlust von Menschenleben und das Verschwinden von Hunderten von Menschen beklagen.
Nach offiziellen Angaben des Militärregimes – der Junta in Myanmar – wurden bereits mehr als 1.600 Menschen für tot erklärt. Hunderttausende von Menschen in Myanmar leben in Gebäuden, die solchen Erschütterungen nicht standhalten können. Aufgrund des kriminellen Mangels an Infrastruktur und Schutzmaßnahmen drohen Tausende weitere Opfer.
In Thailand forderte der Einsturz eines Hochhauses, das gerade abgerissen wird, das Leben von mindestens sieben Arbeitern, während Dutzende weitere verschüttet sind – was einmal mehr zeigt, dass es die Arbeiterklasse ist, die die Hauptlast jeder Katastrophe zu tragen hat.
Grundlegende Rechte – wie der Schutz vor Naturkatastrophen, der Zugang zu sicheren und menschenwürdigen Wohnungen und eine solide öffentliche Infrastruktur – werden auf dem Altar der Profite geopfert.
Der WGB steht an der Seite der Arbeiter und der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten und fordert sofortige internationale Hilfe, die die Souveränität und Würde der Völker respektiert und den Bedürfnissen der Arbeiterklasse und der Armen Vorrang einräumt. Wir fordern auch sofortige und langfristige Maßnahmen, um erdbebensichere Unterkünfte, den Schutz der Arbeiter und ein Ende der Politik zu gewährleisten, die Menschenleben als Wegwerfkosten behandelt.
Quelle: WFTU