09 | 12 | 2019

Spuren der Kämpfe in Bani WalidNach der Rückeroberung der im Nordwesten Libyens gelegenen Wüstenstadt Bani Walid haben örtliche Vertreter die Bildung einer eigenen Regierung angekündigt und den selbsternannten »Nationalen Übergangsrat« (NTC) in Tripolis vor einer Einmischung in ihre Angelegenheiten gewarnt. Ein rund 200 Mitglieder zählender Ältestenrat habe am Dienstag in einer Moschee die Auflösung der vom NTC eingesetzten Verwaltung und die Bildung eines neuen Kabinetts beschlossen, hiess es in Medienberichten. Ihr Sprecher Ali Zargoun erklärte, man erkenne auch die Herrschaft von NTC-Chef Mustafa Abdel Jalil nicht an.

Am Montag hatten Kämpfer des »Grünen Widerstandes«, die treu zur Jamahiriya des ermordeten Staatschefs Muammar al-Gaddafi stehen, die Stadt eingenommen und die NTC-treue Miliz »28. Mai«, die die Herrschaft über den Ort ausgeübt hatte, entwaffnet. Der militärische Erfolg der Widerstandsbewegung, die bislang vor allem durch einzelne Anschläge und Hinterhalte aufgefallen war, stellt die bislang größte Herausforderung für die neuen Machthaber dar. Einem Bericht des Internetportals Librered.net zufolge wurden die Auseinandersetzungen in Bani Walid durch die Festnahme mehrerer Gaddafi-Anhänger durch die Milizionäre ausgelöst. Die Widerstandskämpfer, die dem Warfalla-Stamm angehören sollen, reagierten darauf mit Angriffen auf die Stützpunkte der NTC-Söldner. So wurde eine Kaserne der Miliz attackiert und die dort stationierten Kämpfer zum Rückzug gezwungen.

Quelle: LibreRed.net / RedGlobe

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