23 | 09 | 2019

Foto: Pan American Health Organization-PAHO /   World Health Organization-WHO, on FlickrFoto: Pan American Health Organization-PAHO / World Health Organization-WHO, on FlickrDie Ebola-Epidemie in Westafrika ist außer Kontrolle geraten. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag mitteilte, sind bislang mindestens 2400 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben, die wirkliche Zahl dürfte weit höher liegen. Trotzdem sind in den besonders betroffenen Ländern im Westen des Kontinents bislang lediglich 170 ausländische Ärzte und Pflegekräfte im Einsatz. Das wird sich nun ändern: Kuba entsendet 165 Mediziner zur Katastrophenhilfe nach Westafrika. Die Brigade aus 62 Ärzten sowie 103 Pflegern und Schwestern wird ab Anfang Oktober für zunächst sechs Monate vor allem in Sierra Leone im Einsatz sein, teilten WHO-Generaldirektorin Margaret Chan und der kubanische Gesundheitsminister Roberto Morales am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in London mit.

 

Die Retter aus der Karibik sind erfahrene Mediziner, die alle bereits Einsätze in Afrika hinter sich haben. Sie werden Schulter an Schulter mit den einheimischen Ärzten um das Leben der Patienten kämpfen, kündigte Morales an. »Unsere Beteiligung am Einsatz gegen Ebole ist keine Ausnahme, sondern Teil der Solidarität, die Kuba in den 55 Jahren seiner Revolution immer geleistet hat«, betonte er. Seit dem Sieg über die Batista-Diktatur 1959 seien insgesamt mehr als 325.000 Ärztinnen und Ärzte, Pfleger und Schwestern in 158 Ländern der Welt im Einsatz gewesen. Allein in Afrika hatten fast 77.000 Mediziner in 39 Staaten Hilfe geleistet.

Morales rief die Regierungen aller Länder der Welt dazu auf, sich dem globalen Kampf gegen Ebola anzuschließen: »Afrika braucht jetzt dringend internationale Solidarität!«

WHO-Chefin Chan zeigte sich dankbar für die Unterstützung aus Havanna: »Wenn wir in den Krieg gegen Ebola ziehen, brauchen wir die Mittel, um kämpfen zu können«, erklärte sie. »Ich bin sehr dankbar für die Großzügigkeit der kubanischen Regierung und der Gesundheitsspezialisten, die ihren Teil beitragen, um bei der Eindämmung des schlimmsten Ebola-Ausbruchs in der Geschichte zu helfen.« Kuba sei in der Welt bekannt für »seine Fähigkeit, herausragende Ärzte und Krankenschwestern auszubilden, und für seine Bereitschaft, anderen Ländern auf ihrem Weg zum Fortschritt zu helfen.«

Audio: WHO-Pressekonferenz (MP3)

Real time web analytics, Heat map tracking
Solidaritätsanzeige

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.