19 | 04 | 2019

Kundgebung in BerlinDie Westsahara ist die letzten Kolonie Afrikas. Sie wurde völkerrechtswidrig von Marokko besetzt und Menschenrechtsverletzungen geschehen in den besetzten Gebieten täglich. Deswegen wird die UNO aufgefordert, ihren dort stationierten Truppen (MINURSO) einen entsprechenden Schutzauftrag zu erteilen. Um dieser Forderung Gehör zu verschaffen, fanden am vergangenen Samstag, 14. April 2012, zeitgleich in Madrid, Paris, London, Wien, Oslo, Stockholm, Helsinki, Rom, Den Haag, Brüssel und Berlin, aber auch in den saharauischen Flüchtlingslagern in Algerien sowie in den besetzten Gebieten Aktionen statt. Eine Gruppe in Melbourne hatte bereits am 13. April den Anfang gemacht.

Die Aktionen standen unter dem Motto »MINURSO: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen« und wurden durch jeweils drei Affen symbolisiert. Getragen wurden sie von der saharauischen Studierendenvertretung (UESARIO) und Unterstützergruppen in verschiedenen Ländern.

Wie in vielen der anderen Städte fand die Aktion in Berlin vor der französischen Botschaft statt, weil Frankreich die Besatzungsmacht Marokko in jeder Hinsicht unterstützt und selbst die Frage der Menschenrechtsbeobachtung mit Vetodrohungen im Sicherheitsrat der UN zu verhindern weiß.

Die Enttäuschung über den mittlerweile 20jährigen ergebnislosen Verhandlungsprozeß bei der UNO ist insbesondere bei jungen Saharauis, die unter der Besatzung oder unter extremen Bedingungen in Flüchtlingslagern leben müssen, sehr groß. Ein Ende des gegenwärtigen Waffenstillstands wird vielfach gefordert. Der UN-Sicherheitsrat, der im April über eine Fortsetzung des MINURSO-Mandats befinden muss, sollte sich dieser Enttäuschung und Ungeduld gerade der jungen Saharauis bewußt sein und nachdrücklicher für die Lösung des Konfliktes einsetzen, um eine mögliche militärische Eskalation noch verhindern zu können, fordern die Aktivisten.

Berichte von den Kundgebungen weltweit: http://minurso.tumblr.com

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