Militärparade in Peking. Screenshot: CCTVMit einer großen Militärparade in Beijing hat die Volksrepublik am heutigen Donnerstag den 70. Jahrestag des Sieges über die japanische Aggression und über den internationalen Faschismus gefeiert. Staatspräsident Xi Jinping nutzte seine Ansprache zum Auftakt des Aufmarsches für die Ankündigung, dass China die Stärke seiner Truppen um 300.000 reduzieren werde. Das wäre die vierte große Truppenreduzierung der Volksbefreiungsarmee seit Beginn der chinesischen Reform- und Öffnungspolitik in den 80er Jahren. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua werden nach der erneuten Kürzung noch rund zwei Millionen Soldaten Dienst in der Volksbefreiungsarmee leisten. Das ist weniger als die Hälfte der Truppenstärke 1985.

Vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Sieges über die japanische Aggression und über den internationalen Faschismus bekräftigte der chinesische Staatschef die ideologischen Grundlagen der Volksrepublik: »Um unter der Führung der Kommunistischen Partei Chinas voranzuschreiten müssen wir, das aus allen Ethnien bestehende Volk des Landes, den Marxismus-Leninismus, die Mao-Tse-Tung-Ideen, die Deng-Xiao-Ping-Theorie und die wichtigen Ideen des Dreifachen Vertretens sowie den wissenschaftlichen Fortschritt als Leitlinien unseres Handelns nehmen. Wir müssen dem Weg des Sozialismus mit chinesischen Eigenschaften folgen, gestützt auf die Vier-Säulen-Gesamtstrategie und bei Förderung des Patriotismus und des großartigen Geistes des Widerstandes gegen Aggressionen, um unsere Ziele zu erreichen.« Den vollständigen Text der Rede dokumentieren wir hier.

Während Bundeskanzlerin Angela Merkel ebenso wie andere westliche Staatschefs durch Abwesenheit glänzten, nahm Altkanzler Gerhard Schröder als Ehrengast an der Parade teil. Er sagte, die Gedenkveranstaltung zum Sieg im Zweiten Weltkrieg sei von wichtiger Bedeutung für die friedliche und sichere Entwicklung der Welt: »Die Menschen müssen eine klare Erinnerung der fürchterlichen Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs bewahren, der moralischen und politischen Verantwortung ins Auge sehen und sich unablässig für Sicherheit und Frieden in der Welt bemühen. Wir müssen uns ehrlich und kritisch bis ins Letzte mit der Geschichte auseinandersetzen.«

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon würdigte den Jahrestag. Die historische Erinnerung sei sehr wichtig, um Lehren aus ihr zu ziehen und eine bessere Welt zu schaffen. Unter den Ehrengästen waren auch Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und der kubanische Vizepräsident Díaz-Canel.

Quellen: People's Daily, Xinhua, Radio China International / RedGlobe

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