21 | 09 | 2019

Nordkoreanischer Youtube-AccountDie nordkoreanische Regierung hat die Onlinedienste des »Web 2.0« für sich entdeckt. Unter dem Benutzernamen »Uriminzokkiri«, was übersetzt etwa »Mein Land« oder »Meine Nation« bedeutet, hat Pyongyang eigene Konten bei Twitter, Youtube und Facebook eingerichtet. Verbreitet werden hier Artikel der Seite www.uriminzokkiri.com, Kurzmeldungen und Videos, in denen die Politik der Demokratischen Volksrepublik verteidigt und die südkoreanische Regierung als Kriegstreiber bezeichnet werden. Ausserdem nutzt die Regierung von Staatschef Kim Jong-Il die Dienste, um im Fall des im März versenkten südkoreanischen Kriegsschiffe erneut jede Verantwortung zu dementieren.

Nordkoreanischer Twitter-AccountIn Nordkorea selbst kann kaum jemand die Nachrichten verfolgen, denn nur eine Handvoll führender Repräsentanten hat dort Zugang zum Internet. Aber auch in Südkorea ist ein Verfolgen der Meldungen schwierig, denn das Regime in Seoul hat die nordkoreanische Twitter-Seite bereits gesperrt. Surfer von dort bekommen nur eine Warnmeldung angezeigt, die Seite enthalte »Unerlaubten Inhalt«. Damit ist die Zahl der in Südkorea blockierten Seiten von Nordkorea und seinen Unterstützern auf 65 angestiegen. Begründet wird die Zensur von der südkoreanischen Kommission für Kommunikationsstandards damit, dass die verbotenen Seiten Nordkorea lobten und »illegale Informationen« enthielten. Trotzdem haben bereits rund 10.000 User die ausschliesslich in koreanischer Sprache verbreiteten Twitter-Meldungen abonniert.

Nordkoreanischer Facebook-AccountDie antikommunistischen Gesetze des Südens bekam heute auch ein religiöser Friedensaktivist zu spüren, der nach einem kurzen Aufenthalt in Nordkorea bei seiner Rückkehr in den Süden verhaftet wurde. Nach den südkoreanischen Sicherheitsgesetzen, die jede Reise nach Nordkorea verbieten, drohen dem Mann nun bis zu sieben Jahre Haft.

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