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Kategorie: Nordkorea

Das südkoreanische Kriegsschif Cheonan wurde im Mai versenktNordkorea sieht in dem am Sonntag beginnenden gemeinsamen Militärmanöver Südkoreas und der USA im Japanischen Meer eine gefährliche Provokation. Die Nationale Verteidigungskommission kritisierte die Militärübungen beider Länder als provokatorische Aktionen gegen Nordkorea und als gegen die Hoffnung der internationalen Gemeinschaft auf eine Entspannung der Lange auf der koreanischen Halbinsel gerichtet, berichtet Radio China International. Nordkorea könne gezwungen sein, einen »heiligen Krieg der Vergeltung« zu beginnen und den Militärübungen mit den Mitteln der »atomaren Abschreckung« zu begegnen, zitiert der chinesische Rundfunk die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA.



Hintergrund des Manövers ist die Versenkung des südkoreanischen Kriegsschiffes »Cheonan« im März. Die USA und Südkorea machen Pjöngjang dafür verantwortlich, die nordkoreanische Regierung weist jedoch jede Verantwortung zurück. Stattdessen zitiert KCNA südkoreanische Stimmen, die den offiziell verbreiteten Hergang des »Cheonan«-Untergangs in Zweifel ziehen. So habe eine aus drei Journalistenorganisationen gebildete südkoreanische Wahrheitskommission erklärt, die südkoreanischen Behörden hätten den Untergang des Kriegsschiffs »fabriziert«, die veröffentlichten Ergebnisse der »internationalen Untersuchungskommission«, die von Südkorea, den USA und anderen gebildet worden war, sei falsch. So gebe es Widersprüche zum Ort der Explosionen auf dem Schiff sowie zur Größe und Stärke des Torpedos, das den Untergang verursacht haben soll.

Auch die Organisation »Solidarische Bürgerbeteiligung für die demokratische Gesellschaft im Süden Koreas« zieht die offiziellen Darstellungen des »Cheonan«-Untergangs in Zweifel. So habe der südkoreanische Verteidigungsminister am 15. Juli seine Version der Ereignisse bei einer Veranstaltung vorgestellt und dabei zunächst davon gesprochen, dass angeblich in südkoreanische Gewässer eingedrungene U-Boot, das den Untergang des Kriegsschiffes verursacht haben soll, sei 2,75 Meter lang gewesen. Später korrigierte er sich selbst jedoch auf 3,5 Meter. Auch in der Namensnennung des U-Bootes sowie in den Angaben der Route, die es am fraglichen Tag genommen haben soll, widersprach sich demnach der Minister.

 

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