Demonstration in Berlin. Foto: RedGlobeDemonstration in Berlin. Foto: RedGlobeMehrere hundert Beschäftigte der von Schließung bedrohten Filialen von Karstadt Sports demonstrierten heute vor der Berliner Signa-Zentrale des Filial-Eigentümers René Benko. Zahlreiche Teilnehmende waren zu dieser Protestaktion aus dem Bundesgebiet angereist.

„Wir fordern die Rettung von Arbeitsplätzen und die Finanzierung der tarifvertraglich vereinbarten Transfergesellschaft für die von Kündigung bedrohten Kolleginnen und Kollegen“, so Orhan Akman, Leiter der Bundesfachgruppe Einzelhandel der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). „Eine Sechs-Monats-Finanzierung der Transfergesellschaft mit 3,4 Millionen Euro kostet René Benko weniger als das Jahresgehalt eines Managers und schützt rund 700 Menschen vor einem existentiellen Absturz“, rechnete Akman vor.

ver.di hatte zuletzt in den Verhandlungen die Errichtung einer Transfergesellschaft tarifvertraglich durchgesetzt. Doch das Unternehmen und der Generalbevollmächtigte wollen kein Geld dafür bereitstellen. „Das ist unverantwortlich! Nur mit einer finanzierten Transfergesellschaft können Menschen weiterqualifiziert und auf einen neuen beruflichen Weg vorbereitet werden“, so der Gewerkschafter. „Ohne Finanzierung wird rund 700 Beschäftigten die Existenzgrundlage entzogen.“ Ihnen drohe Arbeitslosigkeit und Armut, wenn das Unternehmen nicht einlenke.

„Da das Management Lösungen blockiert, ist der Eigentümer René Benko höchstpersönlich gefragt und in der Verantwortung“, mahnte Akman und forderte: „Benko muss jetzt persönlich intervenieren und für eine Absicherung der Beschäftigten durch eine Finanzierung der beschlossenen Transfergesellschaft sorgen.“

ver.di-Landesbezirksleiter Frank Wolf appellierte bei der Kundgebung an die soziale Verantwortung der Arbeitgeber. „Rene Benko will mit aller Macht das Unternehmen sanieren, damit es dann in wenigen Monaten mit der SportScheck GmbH verschmelzen kann. Es ist doch klar, dass diese Sanierung zulasten der Beschäftigten geht, die jetzt die Zeche für eine misslungene Unternehmenspolitik und für die anstehende Sanierung sollen. Das ist nicht in Ordnung“, so Frank Wolf.

Das Unternehmen plant, 20 von 30 Sports-Filialen bundesweit zu schließen, rund 700 Beschäftigte werden dann ihren Arbeitsplatz verlieren.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg

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