Für Freitag, den 25. September 2020 hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Berliner Wasserbetriebe (BWB) von Betriebsbeginn an zu einem vierstündigen Warnstreik aufgerufen. Die Streikenden wollen damit nach zwei erfolglosen Verhandlungsrunden für die 2,4 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen ein deutliches Signal an die Arbeitgeberseite senden.

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde Gehaltserhöhungen von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich. Außerdem werden die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro sowie Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden und Angleichung des Erholungsurlaubes an das Niveau der Beschäftigten gefordert.

„Leider haben die Arbeitgeber auch in der zweiten Tarifrunde am vergangenen Wochenende kein Angebot vorgelegt. Wer jedoch von den Beschäftigten Engagement und gute Arbeitsleistungen erwartet, sollte diese auch durch faire Tariferhöhungen wertschätzen“, sagt Ellen Naumann, ver.di-Fachbereichsleiterin Ver- und Entsorgung in Berlin und Brandenburg. Bei den BWB sei zwar die notwendige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Bevölkerung abgedeckt. Zu rechnen ist damit, dass weitergehende Dienstleistungen, zu denen z.B. auch die zügige Beseitigung von Störungen gehören, am 25. September 2020 ebenfalls bestreikt werden.

Für eine Reihe von Landesbetrieben, zu denen BSR und die BWB gehören, gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bzw. der Tarifvertrag Versorgung (TV-V), die zurzeit bundesweit verhandelt werden. Die Beschäftigten bei Senat oder Bezirken werden hingegen nach dem Tarifvertrag für die Landesbeschäftigten bezahlt, sie sind von der laufenden Tarifrunde nicht betroffen.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg