Für Montag, den 28. September 2020 hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten auf den Reinigungshöfen der Berliner Stadtreinigung (BSR) zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Ebenfalls in den Warnstreik mit einbezogen ist die BSR-Hauptverwaltung und Werkstätten. Insgesamt sind ca. 3.500 Beschäftigte aufgerufen. Das bedeutet u.a., dass am Montag die Straßen nicht gereinigt werden. Der BSR-Bereich Müllabfuhr ist vom Warnstreik nicht betroffen und arbeitet normal. Bei der Berliner Stadtreinigung gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), über den gerade bundesweit verhandelt wird. Da auch die zweite Verhandlungsrunde am vergangenen Wochenende ergebnislos verlaufen ist, gibt es bundesweit Warnstreiks, um die Arbeitgeberseite zur Ausarbeitung und Vorlage eines verhandlungsfähigen Angebotes zu bewegen.

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde Gehaltserhöhungen von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich. Außerdem wird die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro gefordert.

Für eine Reihe von Landesbetrieben, zu denen BSR und die BWB gehören, gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bzw. der Tarifvertrag Versorgung (TV-V), die zurzeit bundesweit verhandelt werden. Die Beschäftigten bei Senat oder Bezirken werden hingegen nach dem Tarifvertrag für die Landesbeschäftigten bezahlt, sie sind von der laufenden Tarifrunde nicht betroffen.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg