Im Autohaus Volkswagen Automobile Potsdam lief über Wochen fast gar nichts mehr. Inzwischen kehrt langsam und schrittweise wieder etwas Normalität in den Betrieb ein. Dabei achtet der Betriebsrat sehr genau darauf, dass die Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten eingehalten werden, wie Betriebsrat Peter Juris erzählt.

Der Konzern hat einen Leitfaden für neue Hygienemaßnahmen herausgegeben. Es besteht Maskenpflicht, die Kunden werden bei Betreten des Autohauses darauf hingewiesen, eine eigene Maske aufzusetzen. In den Pausenräumen beträgt der Mindestabstand zwei Meter, die Tische wurden entsprechend umgestellt. Der Konzern stellt den Beschäftigten auch die benötigten Desinfektionsmittel zur Verfügung. Dafür zu sorgen, dass die gebotenen Arbeits- und Gesundheitsschutzregeln eingehalten werden, ist auch eine wichtige Aufgabe des Betriebsrats. „Wir treten mit Nachdruck an die Kolleginnen und Kollegen heran, damit diese die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen beachten“, sagt Betriebsrat Peter Juris. „Zum einen in persönlichen Gesprächen, zum anderen per E-Mail und mittels Aushängen im Betrieb. Dabei unterstützt uns die IG Metall immer mit den aktuellsten Informationsmaterialien.“

Ende März waren fast alle Beschäftigten im Autohaus Volkswagen Automobile Potsdam in Kurzarbeit gegangen. Lediglich drei sechsköpfige Notfallteams waren im Wechsel vor Ort im Betrieb, um sich ausschließlich um die Wartung und Reparatur sogenannter systemrelevanter Fahrzeuge zu kümmern. Normalerweise sind im VW-Autohaus am Standort in Potsdam mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen tätig.

Seit dem 20. April kehrt langsam und schrittweise wieder etwas Normalität in den Betrieb ein. Das Autohaus ist wieder von Montag bis Freitag geöffnet. Samstags ist auch seit Anfang Mai wieder auf. „Die Konzernleitung hat angekündigt, dass in den Retail-Betrieben mindestens bis Ende Mai weiterhin Kurzarbeit angesagt ist“, sagt Juris. „Durch den saisonal bedingten Reifenwechsel haben wir schon jetzt wieder viel zu tun. Im Moment haben wir bereits wieder eine Woche Vorlauf.“

Das VW-Autohaus in Potsdam zählt zur Volkswagen Group Retail Deutschland (VGRD). „Der Konzernbetriebsrat der VGRD hat in einer Betriebsvereinbarung für sämtliche Standorte ausgehandelt, dass das Kurzarbeitergeld für alle Beschäftigten auf 90 Prozent aufgestockt wird“, sagt Peter Juris. „Der Konzernbetriebsrat hatte alle Beschäftigten bereits frühzeitig per E-Mail über die anstehende Kurzarbeit informiert.“ Die vom Konzernbetriebsrat ausgehandelte Regelung wurde am 26. März am Standort in Potsdam übernommen. Zum Volkswagen Automobile Potsdam zählen auch das VW-Autohaus in Nauen mit rund 30 Kolleginnen und Kollegen sowie das Karosserie- und Lackierzentrum in Potsdam-Babelsberg mit etwa 15 Beschäftigten.

Zu seiner wöchentlichen Sitzung trifft sich der siebenköpfige Betriebsrat der drei Standorte weiterhin „live“. „In einem großen Besprechungsraum haben wir die Möglichkeit, den gebotenen Mindestabstand zueinander einzuhalten“, so Juris. „Wir präferieren Präsenzsitzungen, weil damit die Beschlusssicherheit in jedem Fall gewährleistet ist und getroffene Beschlüsse unanfechtbar sind. Außerdem laufen Debatten besser, wenn man Mimik und Gestik seiner Gesprächspartner sehen kann.“

Quelle:

IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen

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