Am heutigen Mittwoch, dem 1. Juli 2020 hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) dem Kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg (KAV) im Rahmen einer kleinen Aktion die Forderungen für die diesjährige Verhandlungsrunde für die Brandenburger Nahverkehrsunternehmen übergeben.

ver.di will mit den Brandenburger Arbeitgebern über die Angleichung der Einkommen für die Beschäftigten an das Berliner Niveau verhandeln. „Diese Forderung ist für uns der Schwerpunkt in dieser Tarifrunde. Wir können uns vorstellen, dass die Angleichung in zwei Schritten erfolgt, in einem ersten Schritt sind bis spätestens Ende 2021 95 Prozent des Berliner Niveaus zu erreichen“, sagt Jens Gröger, ver.di-Verhandlungsführer. Zurzeit erhält zum Beispiel ein Brandenburger Busfahrer nur rund 85 Prozent des Einkommens eines vergleichbaren Beschäftigten der Berliner BVG. „Diese deutliche Lohndifferenz führt unter anderem dazu, dass dringend benötigtes Personal, zu dem Fahrerinnen und Fahrer gehören, abwandern und die Brandenburger Unternehmen Schwierigkeiten haben, Personal zu finden“, so Jens Gröger.

Zeitgleich zu den regionalen Verhandlungen, die in allen Bundesländern zeitlich annähernd parallel laufen, soll mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) ein bundesweit geltender Rahmentarifvertrag für die Nahverkehrsbetriebe ausgehandelt werden, in dem Fragen wie Urlaub, Überstunden, Sonderzahlungen oder Schichtzulagen geregelt werden sollen. Wenn diese bundesweiten Verhandlungen scheitern sollten, dann werden diese Forderungen eigenständig auch gegenüber dem Kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg erhoben.

Von der Tarifrunde sind mehr als 3.000 Beschäftigte von 17 Brandenburger Nahverkehrsunternehmen, die Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg sind, betroffen.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg

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