Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hält den in der Querdenken-Bewegung kursierenden Vorwurf, Deutschland sei eine Corona-Diktatur, für "völlig verfehlt". Im Interview erläuterte sie der in Berlin erscheinenden Zeitung "nd.Der Tag" (Donnerstag), wie die rot-schwarz-grüne Landesregierung in Potsdam Maßnahmen zum Umgang mit der Pandemie beschließt.

Als Ärztin habe ihr Wort im Kabinett Gewicht. "Dennoch ist Politik ein Mannschaftssport", betonte Nonnemacher und fügte hinzu: "Ich achte bei allen Corona-Maßnahmen auf den Infektionsschutz, achte bei allen Corona-Maßnahmen auf den Infektionsschutz, die Justizministerin denkt an die Grundrechte, der Wirtschaftsminister an die Restaurants, die Bildungsministerin an die Schüler." Nonnemacher weiter: "Es sind zwar meine Verfügungen, die erlassen werden, aber wir tragen alle unseren Teil bei." Es werde immer abgewogen, "was geht und was nicht geht, was getan werden muss und was nicht getan werden darf". Am Mittwoch waren 138 Brandenburger nachweislich an Covid-19 erkrankt. Drei von ihnen werden stationär im Krankenhaus behandelt, einer wird beatmet. Es hat in dem Bundesland bisher 173 Todesfälle gegeben, der letzte wurde am 9. Juli gemeldet.

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nd via ots