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Brandenburg

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die rund 420 nichtärztlichen Beschäftigten, darunter rund 270 Pflegefachkräfte, am städtischen Krankenhaus in Eisenhüttenstadt für Dienstag, den 15. September 2020 um 13 Uhr zu einem einstündigen Warnstreik aufgerufen.  Mit dem Warnstreik will ver.di ein wesentlich verbessertes Tarifangebot erzwingen.

ver.di fordert u. a. bessere Eingruppierungen für verschiedene Berufsgruppen, bessere Anerkennung von Beschäftigungszeiten, eine Erhöhung des Nachtzuschlages auf 20 Prozent des Stundenentgeltes, so wie der Nachtzuschlag in fast allen Krankenhaustarifverträgen, im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) und in anderen Branchen geregelt ist.

Die Gewerkschaft ver.di erwartet vom Bürgermeister der Stadt Eisenhüttenstadt, Frank Balzer (SPD), sich endlich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im städtischen Krankenhaus einzusetzen. "Wir machen den Bürgermeister Frank Balzer, der die Stadt Eisenhüttenstadt in der Gesellschafterversammlung des Krankenhauses vertritt, dafür verantwortlich, dass bislang kein besseres Tarifangebot vorgelegt wurde. Der Bürgermeister und die Stadt Eisenhüttenstadt stehen als Gesellschafter auch für die Arbeitsbedingungen in der Verantwortung", so Ralf Franke, der ver.di-Verhandlungsführer.

Die Tarifverhandlungen werden seit dem 10. März 2020 geführt. Nach drei Verhandlungstagen war noch keine Tarifeinigung möglich. Für den 18. September 2020 ist der vierte Verhandlungstag angesetzt.

ver.di hat dem Krankenhaus für den Warnstreik eine Notdienstregelung im Umfang der personellen Besetzung in der Nachtschicht angeboten. Damit wird sichergestellt, dass eine Notfallversorgung erfolgen kann und Leben und Gesundheit der Patienten/innen während des einstündigen Warnstreiks nicht gefährdet sind.

Für die rund 100 Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus Eisenhüttenstadt gilt derzeit ein Tarifniveau von 98 Prozent des Flächentarifvertrages der Ärztegewerkschaft Marburger Bund für die Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg

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