Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post AG haben heute auch hessische Beschäftigte den Streik fortgesetzt. Landesfachbereichsleiter Andreas Jung: „Die Postkolleginnen und -kollegen in den Bereichen Kassel, Fulda, Gießen, Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt nehmen an den Warnstreikaktionen teil. In ganz Hessen muss mit Verzögerungen bei Brief- und Paketzustellung gerechnet werden.“

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat Beschäftigte der Deutschen Post heute an verschiedenen Standorten in allen Bundesländern zu Warnstreiks aufgerufen. Damit soll der Druck auf den Arbeitgeber vor der finalen dritten Verhandlungsrunde erhöht werden. „In den vorangegangenen Verhandlungsrunden sind wir einem Tarifabschluss keinen Millimeter nähergekommen. Die Deutsche Post AG muss jetzt einlenken und Beschäftigte am Erfolg des Unternehmens teilhaben lassen", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

Die DP AG konnte im Bereich Post und Paket ihren Gewinn im ersten Halbjahr um knapp 50 Prozent steigern. Es gebe eine klare Erwartungshaltung an den Arbeitgeber, die Beschäftigten für ihre herausfordernde und engagierte Arbeitsleistung mit einer ordentlichen und nachhaltigen Lohnerhöhung Wert zu schätzen. Die Forderung nach einer Lohnsteigerung von 5,5 Prozent für alle sei berechtigt und auch finanzierbar.

ver.di hatte bereits in der vergangenen Woche zu Warnstreiks aufgerufen. Daran hatten sich insgesamt mehr als 11.000 Beschäftigte an über 300 Standorten im gesamten Bundesgebiet beteiligt. „Die Warnstreiks sind ein deutliches Zeichen unserer Mitglieder an den Arbeitgeber", so Kocsis. „Wir erwarten, dass der Arbeitgeber in der kommenden Verhandlungsrunde seine bisherige Haltung aufgibt und die Chance genutzt wird, ein nachhaltiges und gutes Tarifergebnis zu erzielen."

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet am 21./22. September statt.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Hessen