Unter dem Motto „Kein Grad weiter“ ruft Fridays for Future am 25.09.20 zum 6. globalen Klimastreik auf. Gemeinsam mit Aktivist*innen aus der ganzen Welt will die Bewegung damit ein starkes Zeichen für Klimagerechtigkeit setzen. Im Mittelpunkt der deutschen Proteste wird das Verschleppen der Energiewende stehen.

„Die Pandemie zeigt uns umso deutlicher wie sozial ungerecht unsere Gesellschaft ist. Die Klimakrise wird keinen Halt vor prekären Lebensituationen machen – sondern diese verschlimmern. Wir müssen endlich Klimaschutz mit sozialer Gerechtigkeit zusammen denken.“, so Quang Anh Paasch, Sprecher FridaysForFuture

„Ob in der Stadt oder auf dem Land, wenn man im Verkehrssektor sozial gerecht und nachhaltig mobil sein will, müssen konkrete Schritte jetzt sofort eingeleitet werden. Ich stamme aus dem ländlichen Raum, der viel zu oft bei der Debatte um Mobilität und Klimaneutralität ausgelassen wird. Die Bundesregierung muss jetzt konkrete Ansätze für ÖPNV und Radverkehr vorstellen, damit die Klimaziele von Paris noch eingehalten werden können.“, so Matti Lehmann, Sprecher FridaysForFuture

„Nach einem Jahr voller Klimaprotesten und vielen Menschen auf den Straßen hat die Bundesregierung mit dem Konjunkturpaket und dem Kohleausstieg mal wieder gezeigt, dass ihr Lobbyinteressen deutlich wichtiger sind als die nachfolgenden Generationen. Deshalb machen wir weiter und stellen uns gegen die derzeitige Politik, die Klimaziele und Wissenschaft missachtet. Die Parteien brauchen dringend Pläne zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens“, so Annika Rittmann, Pressesprecherin FridaysForFuture

“Wir stehen an einem Scheideweg: Rasen wir weiter auf den Abgrund zu oder ziehen wir die Notbremse? 2019 haben wir die Klimakrise auf die politische Agenda gesetzt – 2020 müssen auch trotz Corona endlich die notwendigen Maßnahmen folgen”, sagt Dalila Nouame, Pressesprecherin FridaysForFuture

„Wir stecken mitten in der Klimakrise und müssen besser heute als morgen aus der Kohle aussteigen, die hier und weltweit Lebensgrundlagen und Zukunftsperspektiven zerstört. Das beschlossene Kohleausstiegsgesetz ist ein Skandal, auch deshalb gehen wir am 25.9. auf die Straßen. Es darf kein weiter so, kein Zurück zur Normalität geben, denn eure Normalität ist unsere Krise!“, ergänzt Christina Schliesky, Fridays for Future Hochneukirch.

„Wie müssen aufhören soziale, gesellschaftliche und ökologische Kämpfe jeglicher Art gegeneinander auszuspielen! Kämpfe für faire Arbeitsbedingungen, gerechte und funktionierende Sozialsysteme, antirassistische und feministische Kämpfe stehen nicht im Widerspruch mit unserem Protest gegen die Klimakrise. Im Gegenteil, all diese Themen müssen gemeinsam gedacht werden, und der Protest gemeinsam geführt werden, um eine klimagerechte, lebenswerte Welt für alle Menschen zu schaffen!„, fügt Asuka Kähler hinzu.

“Die Corona-Krise hat uns gezeigt, das unsere Regierung handeln kann, wenn sie möchte. Umso wichtiger ist es nun jede Krise ernst zu nehmen und wie eine Krise zu behandeln. In der Klimakrise läuft uns die Zeit davon. Wie müssen jetzt ganz klar sagen: Kein Grad weiter!”, ergänzt Fabia Klein, Pressesprecherin FridaysForFuture

Bereits im September vergangenen Jahres mobilisierte Fridays For Future deutschlandweit über 1,4 Millionen Menschen. Aufgrund der Covid-19 Krise wurden die Streiks im März und April im Internet weitergeführt und seit Mai mit Hygienemaßnahmen auf der Straße. Am 25.9 soll wieder weltweit demonstriert werden. Dafür arbeiten die Aktivist*innen Hygienekonzepte aus, um coronakonform streiken zu können. Parteiunabhängig fordert die Bewegung von der deutschen Regierung den Kohleausstieg bis 2030 und die Klimaneutralität Deutschlands bis 2035.

Quelle:

Fridays for Future

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