Dienstag, 20. November 2018
Solidaritätsanzeige

Durch unsere #ausgehetzt Demo im Juli hat sich die Rhetorik in der Politik etwas gebessert. Aber die bloße Besänftigung der Sprache ist nicht genug. Die politische Praxis und vor allem deren Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen sind immer noch katastrophal: Es wird weiter nach Afghanistan abgeschoben; viele Geflüchtete dürfen in Bayern weder arbeiten noch eine Ausbildung machen; die als AnkERzentren bezeichneten Massenlager werden ausgebaut und der Rechtsruck schreitet voran in Richtung systematischer Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus.

Im Dauerregen folgten etwa 850 Menschen aus Wuppertal am 10.11.2018 dem Aufruf eines breiten Bündnisses um an die antisemitischen rassistischen Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung am 9./10. November 1938 zu erinnern, ebenso aber auch sich gegen die gewaltsamen rechten Umtriebe und dem Gift ihrer Hetze zu wehren. Wir dokumentieren die Rede von Jochen Vogler, Landessprecher der VVN-BdA NRW.

Ich überbringe die Grüße der Landesvereinigung NRW der VVN/BdA .

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes ist die älteste antifaschistische Bündnisorganisation in diesem Land.
Noch vor der Gründung der Bundesrepublik am 24. Mai 1949 war 1946 die Gründungsversammlung der VVN in Düsseldorf.

Am Vorabend der „Reichspogromnacht“ lud die Bamberger VVN zu einer Gedenkveranstaltung am Synagogenplatz ein. Werner Lutz erinnerte mit alten und neuen Liedern an Verfolgung und Widerstand. Die Rede des Bamberger VVN-Vorsitzenden Günter  Pierdzig stand unter der Überschrift „Erinnern -Verstehen -Handeln“.

Erinnern an die Leichenberge, an die geschändeten Menschen – nicht nur an Juden, sondern auch an alle, die damals den Mut hatten, dem Regime zu widersprechen, an die religiös Verfolgten, an die Zeugen Jehovas, an die Schwulen an Sinti und Roma, an die Zwangsarbeiter,

Guten Tag, liebe Antifaschisten und Antifaschistinnen,

Ich freue mich hier für die Vereinigung des Verfolgens des Naziregimes –Bund der Antifaschisten sprechen zu dürfen. Die Vereinigung wurde gegründet von Überlebenden der Konzentrationslager und Gefängnisse, sie brachten den zentralen Gedanken des Schwures von Buchenwald mit: „Der Aufbau einer neue Welt des Friedens und der Freiheit ist unsere Ziel. Das sind wir unseren ermordeten Kameraden und ihren Angehörigen schuldig.“

antifa logoIm Zuge des Bundestagswahlkampfs organisierte die örtliche AfD am 1. Juli 2017 einen Infostand in der Augsburger Fußgängerzone. Dort kam es zu Auseinandersetzungen mit Teilnehmern einer Gegenveranstaltung. Fünf Antifaschisten wurden festgenommen und angeklagt. Der anfängliche Vorwurf der Anklage lautete auf Landfriedensbruch und Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft addierte im Zuge der Ermittlungen darüber hinaus den Straftatbestand des Raubs zu den Vorwürfen. Die Angeklagten und ihre Anwälte gingen daher von einem starken Verurteilungswillen aus.

Am 20. September 2018 verlegte Gunter Demnig in Bremen wieder Stolpersteine. Diesmal nicht nur für ermordete jüdische Mitbürger, sondern auch für Euthanasieopfer, Bibelforscher/Zeugen Jehovas und politisch Verfolgte.

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Passanen,

wir wenden uns hinsichtlich des Films “Lord of the Toys” und den damit verbundenen Diskussionen an Sie. Wir halten an unserer Kritik fest. Diese bezieht sich auf einerseits den Film, der aus unserer Sicht in der vorgeblichen Intention der Filmemacher nicht deutlich wird und daher affirmativ gelesen werden kann, andererseits kritisieren wir die Akteure des Films selber.

buesgmWir dokumentieren eine Erklärung des Bündnisses für Soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde (BüSGM):

Der 9. November ist ein bedeutender Tag in der deutschen Geschichte. Er markiert den Beginn der ersten deutschen Republik, den Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung und die sogenannte deutsche Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Am 9. November 1918 rief Philipp Scheidemann von einem Balkon des Berliner Reichstags die erste deutsche Republik aus und besiegelte damit das Ende der Hohenzollernherrschaft. In der Nacht zum 9. November 1938 begann auf Veranlassung der faschistischen deutschen Führungsriege die Verfolgung von Juden und Andersdenkenden mit der Plünderung und Zerstörung von Läden und Wohnungen jüdischer Mitbürger. Synagogen wurden in Brand gesetzt und ihre Eigentümer ermordet. Der Tag ging als Reichspogromnacht in die Geschichtsbücher ein. Rund 6 Millionen Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten und Andersdenkende wurden in Konzentrationslager verschleppt, gefoltert und ermordet.

DKP und SDAJ auf der Straße in Kiel. Foto: Stefan NatkeDKP und SDAJ auf der Straße in Kiel. Foto: Stefan NatkeZum 100. Jahrestag des Aufstands der Kieler Matrosen, der 1918 den Beginn der Novemberrevolution markierte, beteiligten sich am Sonnabend in der scheswig-holsteinischen Landeshauptstadt rund 1000 Menschen an einer Demonstration, zu der ein linkes Bündnis unter dem Motto »Auf der Route der Matrosen« aufgerufen hatte. Die Demonstration folgte der historischen Marschroute der Aufständischen vom ehemaligen Flottenstützpunkt, über diverse Firmensitze, an denen sich die Arbeiter damals mit den Matrosen solidarisiert hatten, bis in die Kieler Innenstadt.

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