Samstag, 29. Juli 2017
Solidaritätsanzeige

Freie ArbeiterInnen UnionFreie ArbeiterInnen UnionIm Fall der um den Lohn geprellten Bauarbeiter der »Mall of Berlin« wird die Freie ArbeiterInnen Union (FAU) Berlin neben dem Investor und den Subunternehmen auch weiterhin den Bau- und Reitsportmagnaten Andreas Fettchenhauer zur Verantwortung ziehen. Nach Ansicht der Basisgewerkschaft war er mit seiner – inzwischen insolventen – Firma Fettchenhauer Controlling & Logistic GmbH (FCL) als Generalunternehmer an der »Mall of Shame« beteiligt und verantwortlich für die Beauftragung dubioser Subunternehmen, die Arbeiter ausgebeutet und um ihren Lohn geprellt haben. Unter seiner Aufsicht und der des Investors Harald Huth, entwickelte sich demnach ein perfides Ausbeutungssystem beim Bau der »Mall of Berlin«, von dem beide keine Kenntnis besessen haben wollen. Auch nach der Insolvenz der FCL besitzt Fettchenhauer weiterhin zahlreiche Unternehmen im Baugewerbe und im Pferdesport.

Die Basisgewerkschaft kündigte an, den Konflikt auch im neuen Jahr unbeirrt fortzuführen – juristisch wie auch durch Aktionen. Entgegen anderslautender Medienberichte die vom Ende der Aktionen schrieben, wurde bis zum 24. Dezember vor der »Mall of Berlin« über den Fall informiert. Am Wochenende informierte die Basisgewerkschaft zudem 36 Sponsoren des CSI Neustadt (Dosse), einem Internationalem Reit- und Springturnier, über die Rolle von Andreas Fettchenhauer. Dieser ist als Sponsor und Betreiber der Graf-von-Lindenau-Halle, in der die CSI stattfindet, an dem Event beteiligt.

Aus der »Mall of Berlin« konnte die Basisgewerkschaft indes enormen Unmut vieler Geschäfte vernehmen, die sich nicht nur über medial erwähnte »Knebelverträge« beschweren, sondern ebenso Umsatzschwierigkeiten erwähnten. Selbst große Ketten sollen sich laut Aussagen aus der Mall mit dem Investor in Rechtsstreitigkeiten befinden.

Am 21. November 2014 waren acht ehemalige Mall-Bauarbeiter aus Rumänien in die FAU Berlin eingetreten. Noch am selben Tag erklärte die Basisgewerkschaft, mit den Arbeitern und neuen Mitgliedern für die Auszahlung der vorenthaltenen Löhne in Höhe von mehreren zehntausend Euro zu kämpfen. Dabei verteilte die Basisgewerkschaft mit den Kollegen über vier Wochen bis einschließlich Weihnachten über 37.000 Flugblätter, und gewann online und vor Ort weit über tausend Unterschriften gegen die Ausbeutung beim Bau der »Mall of Shame«, für welche die FAU Berlin insbesondere Andreas Fettchenhauer und Investor Harald Huth verantwortlich macht.

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