Am Dienstag, 17. Dezember, beginnen in Hannover die Tarifverhandlungen für die ca. 50.000 Beschäftigten der niedersächsischen Speditions- und Logistikbranche. ver.di fordert Einkommensverbesserungen in Höhe von 6,5 Prozent und mindestens 150 Euro für die unteren Entgeltgruppen. Außerdem soll durch die Ausweitung von Erfahrungsstufen die Zugehörigkeit zum Betrieb besser anerkannt werden.

Seit einigen Jahren beklagt die Speditions- und Logistikbranche einen erheblichen Arbeitskräftemangel und eine zunehmende Fluktuation der Belegschaften. „Nur wer seinen Arbeitnehmern vernünftige tarifliche Rahmenbedingungen bietet, wird Arbeitskräfte an sich binden können und auf dem Arbeitsmarkt neue Beschäftigte gewinnen“, betont Thomas Warner, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di.

Weiterhin fordert ver.di, dass es zukünftig nur noch einen Entgelttarifvertrag für die Branche gibt und somit die Unterteilung nach Arbeiter- und Angestellten-tarifverträgen aufgehoben wird. „Fünfzehn Jahre nach der Abschaffung der Trennung von Arbeitern und Angestellten in der Sozialversicherung muss dieses auch in den Tarifverträgen der Logistik nachvollzogen werden“, so Warner. 

Als weitere Verhandlungstermine wurden mit dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) der 23.Januar und der 6. Februar 2020 vereinbart.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Niedersachsen-Bremen

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