Morgen (Freitag, 10. Januar) werden die Verhandlungen für die bundesweit rund 10.000 Beschäftigten der Gas-, Wasser- und Elektrizitätsunternehmungen (GWE) um 11 Uhr in Marl in zweiter Runde fortgesetzt. Die Arbeitgeberseite hatte bereits am 2. Dezember ein erstes Angebot für den Flächentarifvertrag vorgelegt, das als enttäuschend zurückgewiesen wurde. „Das Angebot der Arbeitgeberseite ist völlig respektlos. Die Beschäftigten haben das Gefühl, nicht am Erfolg des Unternehmens beteiligt zu werden“, erklärte Jan Orbach, ver.di-Verhandlungsführer. Nötig seien Entgelterhöhungen, die spürbar über der Inflation liegen. Die angebotene Laufzeit von 28 Monaten bezeichnete der Gewerkschafter als Farce.

ver.di fordert 6,1 Prozent Vergütungserhöhung bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die monatliche Auszubildendenvergütung soll um 220 Euro auf das branchenübliche Niveau angehoben werden. Für die Auszubildenden fordert ver.di außerdem die Einführung eines Weihnachtsgeldes in Höhe der jeweiligen monatlichen Ausbildungsvergütung.

Für die Attraktivität der Tarifgruppe GWE müsse dringend eine deutliche Vergütungserhöhung erreicht werden sowie eine spürbare Verbesserung für Auszubildende. „Das Geld ist da! Gerade in Zeiten von Niedrigzinsen müssen die Unternehmen dringend in ihr Personal investieren. Aktuell bestimmt aber die fehlende Wertschätzung die Argumentation der Arbeitgeber“, so Orbach weiter.

Die GWE-Netzgesellschaften haben ihre Schwerpunkte in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Niedersachsen. Unter den Flächentarifvertrag fallen Unternehmen wie die Gelsenwasser AG, die VSE AG, WWE und RWW aber auch Stadtwerke in Rheine, Aachen oder Düren.


Quelle:

ver.di NRW

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.