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NRW

Mit Beginn der Nachtschicht legen morgen (Montag, 29. Juni) Kolleginnen und Kollegen an den Amazon-Standorten in Rheinberg und Werne die Arbeit nieder. Dieser erste Streik seit Beginn der Pandemie wird unter Einhaltung der geltenden Auflagen zur Covid-19-Prävention stattfinden und bis zum Dienstag fortgesetzt. Die Streikenden fordern gemeinsam mit ihrer Gewerkschaft die Anerkennung der ver.di-Tarifverträge des Einzelhandels.

Laut der Fachbereichsleiterin für den Handel in NRW, Silke Zimmer, sollte der Arbeitgeber gerade jetzt auf die Forderungen eingehen: „Die Kolleginnen und Kollegen bei Amazon haben in den vergangenen Wochen und Monaten unter einer extremen Arbeitsbelastung gelitten. Die Umsätze und Gewinne sind bei Amazon während der Corona-Pandemie durch die Decke gegangen. Das Vermögen des Amazon-Chefs Jeff Bezos soll laut Presseberichten alleine zwischen März und Mai um über 34 Milliarden Euro gestiegen sein. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Corona-Fälle an Standorten, wie Winsen an der Luhe und Bad Hersfeld, wie stark die gesundheitliche Gefahr für die Beschäftigten war und ist. Trotzdem gab es lediglich über einen kurzen Zeitraum einen Bonus für die Beschäftigten. Die Kolleginnen und Kollegen müssten schon lange nach den Tarifen des Einzelhandels bezahlt werden, aber jetzt ist es wirklich mehr als überfällig ihnen diese Wertschätzung und Anerkennung entgegen zu bringen.“

Quelle:

ver.di NRW

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