In Lübeck hat die Solidarität für den DGB GrenzenIn Lübeck hat die Solidarität für den DGB GrenzenDer Stadtverband Lübeck des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat keine Lust auf zu viel Vielfalt bei seinem traditionellen Straßenfest zum 1. Mai. Erstmals dürfen sich an dem Fest in diesem Jahr nur noch Parteien beteiligen, die in der Bürgerschaft vertreten sind und einen »Arbeitnehmerflügel« haben. Wie die »Lübecker Nachrichten« berichteten, dürfen deshalb nur SPD, CDU und Linkspartei ihre Stände aufbauen. Die CDU nimmt jedoch seit Jahren nicht an der Party teil, und die Linke hat angekündigt, aus Solidarität mit den Ausgeladenen nicht zu kommen. Damit wäre nur noch die Hartz-IV-Partei SPD beim Gewerkschaftsbund zu Gast.

Die Ausladung richtete sich gegen die DKP, die Grünen, die Freien Wähler und die MLPD. »Die Arbeiterbewegung wird geschwächt«, kritisiert das in den »Lübecker Nachrichten« André Kleyer von den Grünen. Der Vorsitzende der DKP Ostholstein, Thorsten Ludwig, kündigte im Gespräch mit der Tageszeitung »junge Welt« (Wochenendausgabe) an, das die Kommunisten trotzdem mit dem DGB auf die Straße gehen werden: »Auf jeden Fall werden wir aber an der Demonstration teilnehmen. Man kann uns ja vieles nehmen, aber nicht den 1. Mai.« Vertreter mehrerer Vereine haben sich mit den ausgeladenen Parteien solidarisiert und überlegen, dem Fest ebenfalls fernzubleiben.

Quellen: Lübecker Nachrichten, junge Welt / RedGlobe