25 | 04 | 2019

Welche Lehren ziehen die Kommunisten aus der Novemberrevolution und ihrer Niederlage? „Kämpft für den Frieden, gegen die NATO, gegen den deutschen Imperialismus, für Frieden mit Russland“, ist eine der Schlussfolgerungen, die der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele bei der Konferenz am Samstagabend aufzählte. Und: Die Illusionen der Arbeiterklasse und Nationalismus und Rassismus waren im 1. Weltkrieg „die Grundlage dafür, dass Arbeiter auf Arbeiter schossen“ – sie zu bekämpfen sei auch heute die Aufgabe der Kommunisten, Kampf für den Frieden erfordere internationale Solidarität – sowohl mit Migranten im eigenen Land als auch die Zusammenarbeit der kommunistischen Parteien.

GESCHICHTE: ALS DIE SPD DEM IMPERIALISTISCHEN KRIEG ZUSTIMMTE, ZEIGTE SIE, AUF WELCHER SEITE SIE STAND. DIE KOMMUNISTEN ORGANISIERTEN DEN WIDERSTAND UND MACHTEN EINE EIGENE PARTEI.

August 1914: Der erste Weltkrieg bricht aus. Denn der Krieg gehört zum Kapitalismus. Doch durch neue Erfindungen im Bereich der Rüstungsindustrie entwickelte sich dieser Weltkrieg zu einem nie dagewesenen Menschenschlachten. Wer nicht für den Kriegsdienst eingezogen wurde, musste an der Heimatfront für die Kriegsindustrie schuften und dabei Hunger leiden. Doch es gibt Widerstand: Am zweiten Dezember 1914 stimmt Karl Liebknecht als einziges Mitglied der SPD-Fraktion gegen die Kriegskredite. Er war bereits seit 1900 Mitglied der SPD, sein Vater gründete die Partei zusammen mit August Bebel und so waren Karl Marx und Friedrich Engels seine Patenonkel. Der Kampf für die Sache der Arbeiterklasse war ihm also schon in die Wiege gelegt. Und so kämpfte Liebknecht seit Jahren gegen den Militarismus und hatte wegen Antikriegsagitation bereits 1907 einen Prozess wegen Hochverrat am Hals. Während Kaiser Wilhelm damals persönliche Prozessberichte erhielt, sorgte Liebknecht für Aufsehen, da er sich mutig selbst verteidigte. Und nun, sieben Jahre später, bringt er den Mut auf, als einziger Abgeordneter „Nein“ zum Krieg zu sagen.

Dieser Satz des italienischen Schriftstellers und Auschwitz-Überlebenden Primo Levi aus seinen Lebenserinnerungen ist immer aktuell geblieben.

Der 9. November ist ein Schicksalsdatum in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Neben anderen Ereignissen zu diesem Datum ist in diesem Jahr besonders an den 9. November 1918 zu erinnern. Mit dem Arbeiter- und Matrosenaufstand und dem Generalstreik wurde vor 100 Jahren zum Ende des 1. Weltkrieges beigetragen und durch diese Revolution brach das deutsche Kaiserreich zusammen.

Nie darf vergessen werden was in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 geschah.

„Tauber biedert sich Wehrmachtsnostalgikern an“, sagt Christine Buchholz, für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Verteidigungsausschuss, anlässlich eines Tweets von Peter Tauber, in dem er an den Todestag von Erwin Rommel erinnerte.

Während wir in den vergangenen Wochen mehrfach warnend auf Geschichtsvergessenheit und Geschichtsrevisionismus hinweisen mussten, können wir diesmal verschiedene positive Beispiele antifaschistischer Erinnerungsarbeit benennen.

In den vergangenen Tagen fanden in KZ-Gedenkstätten und weiteren Orten Europas Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Befreiung von Faschismus und Krieg statt. Den Auftakt bildete traditionell die Feierlichkeit zur Erinnerung an den Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald am 11. April 1945. Auf Einladung des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos kamen mehrere hundert Teilnehmende und setzten – im Sinne des Schwurs von Buchenwald – ein Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus.

Bedeutsame Bestandteile der faschistischen Ideologie sind Rassismus und Antisemitismus. Die NSDAP verstand im »Kampf gegen das Judentum« eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Der Antisemitismus wurde mit aktuellen politischen, ökonomischen und kulturellen Problemen der Zeit verbunden und in den Rang existenzieller Notwendigkeit erhoben. Organisierte antijüdische Übergriffe und Boykottaktionen schürten Judenfeindlichkeit und Rassismus. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland hunderte Synagogen. Eine hysterische Meute plünderte tausende jüdische Geschäfte. Etwa 30.000 jüdische Männer wurden verhaftet und unter unmenschlichen Bedingungen in die Konzentrationslager verschleppt.

Es ist an ein heroisches Kapitel internationaler Solidarität zu erinnern. An die Solidaritätsbewegung in der Bundesrepublik Deutschland mit dem Widerstand des vietnamesischen Volkes gegen den verbrecherischen USA-Krieg, die mit dem Internationalen Vietnamkongress am 17./18. Februar 1968 in Westberlin einen herausragenden Höhepunkt erreichte. An der vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) organisierten Veranstaltung an der Technischen Universität nahmen über 40 Delegationen mit etwa 5 000 Teilnehmern aus mehr als zehn Ländern teil.

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Vor genau 170 Jahren, am 21. Februar 1848, wurde das „Manifest der Kommunistischen Partei“ veröffentlicht

Das „Manifest der Kommunistischen Partei“ wurde von Karl Marx und Friedrich Engels im Auftrag des zweiten Kongresses des „Bundes der Kommunisten“ (November/Dezember 1847) ausgearbeitet und Ende Februar 1848 in London in deutscher Sprache als Programm des Bundes veröffentlicht.

Es ist die Geburtsurkunde des wissenschaftlichen Kommunismus und das erste marxistische Parteiprogramm in der internationalen Arbeiterbewegung, es markiert den Beginn der internationalen kommunistischen Bewegung.

In der in Berlin erscheinenden Tageszeitung junge Welt wirft der prominente Historiker Hannes Heer, ehemals Leiter der Wehrmachtsausstellung, einen Blick zurück auf das Jahr 1968. Heer, selbst Zeitzeuge und damals Mitglied des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS), untersucht auf der Grundlage einer umfassenden Auswertung der zeitgenössischen Presse die Ereignisse rund um die Kundgebung des Westberliner Senats am 21. Januar 1968.

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