13 | 11 | 2019

„Am 6. und 9. August 1945 wurden in wenigen Minuten zehntausende Menschen grausam aus dem Leben gerissen. Mehr als 200 000 Menschen sind durch die Atomangriffe auf Hiroshima und Nagasaki getötet worden. Abertausende litten und leiden noch an den Spätfolgen. Heute zeigt die Weltuntergangsuhr wieder auf zwei Minuten vor zwölf“, erklärt Matthias Höhn, für die Fraktion DIE LINKE Vorsitzender des Unterausschusses Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung.

Höhn weiter:

„Wir stehen einer Bedrohung gegenüber, wie schon seit 60 Jahren nicht mehr. Die Atommächte modernisieren ihr Arsenal, Trump spielt nach der Kündigung des Atomdeals russisches Roulette mit dem Iran und die internationale Rüstungskontrolle zerbröckelt immer weiter. Vergangenen Freitag ist der INF-Vertrag, der jahrzehntelang geholfen hat, Europa vor atomarer Eskalation zu schützen, einen stillen Tod gestorben. Gleichzeitig steigen Rüstungsausgaben und Waffenexporte weltweit rasant an.

Zwischen dem internationalen Säbelrasseln und Kriegsgeheule wäre eine deutsche Stimme der Vernunft angebracht. Stattdessen setzt die Bundesregierung auf militärische Aufrüstung. Doch wahnwitzige Rüstungsspiralen werden diplomatische Errungenschaften wie den INF-Vertrag nicht ersetzen. Die Bundesregierung muss sich energischer für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung von Atomwaffen einsetzen. Sie muss mehr in Entspannung und Deeskalation, statt in Aufrüstung investieren. Und sie muss endlich dem UN-Vertrag für ein weltweites Verbot von Atomwaffen beitreten.“

Quelle:

Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag

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