Sonntag, 16. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Melodie & Rhythmus (M&R) erscheint ab heute wieder. 1957 in der DDR gegründet, sollte sie im Januar 2018 aufgrund ökonomischer Probleme eingestellt werden. Wie der herausgebende Verlag 8. Mai am Dienstag, 11. Dezember 2018, in Berlin mitteilte, konnte dies durch das Engagement von über 50 Künstlern (darunter Liedermacherin Dota Kehr, Regisseur Johann Kresnik, Kabarettist Christoph Sieber, Soziologe Moshe Zuckermann, das englische Electropunk-Duo Sleaford Mods) und zahlreicher Leser abgewendet werden. Damit entgeht M&R dem Schicksal anderer gedruckter Musik- und Kulturzeitschriften, die im laufenden Jahr ihr letztes Heft herausbrachten, wie etwa Spex, Intro, Groove oder New Musical Express.

Damit hat vor wenigen Monaten niemand gerechnet: Die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus (M&R) erscheint weiter. 1957 in der DDR gegründet, sollte sie im Januar 2018 aufgrund ökonomischer Probleme eingestellt werden. Wie der herausgebende Verlag 8. Mai am Dienstag (11.12.18) in Berlin mitteilte, konnte dies durch das Engagement von über 50 Künstlern (darunter Liedermacherin Dota Kehr, Regisseur Johann Kresnik, Kabarettist Christoph Sieber und Soziologe Moshe Zuckermann) und vieler Leser abgewendet werden. Mit über 1.700 zusätzlichen Abonnements, aber auch dank vieler Jahresaufträge für Anzeigenschaltungen vor allem von Kulturbetrieben sind die materiellen Voraussetzungen für das weitere Erscheinen der linken Zeitschrift gesichert: Ab kommenden Freitag, den 14. Dezember, ist Melodie & Rhythmus mit Heft 1/2019 wieder im gut sortierten Einzelhandel erhältlich.

jungewelt neuDie Deutsche Post AG erhöht zum Jahresbeginn 2019 kurzfristig und und entgegen vorheriger Zusagen drastisch die Preise für den Pressevertrieb. Der Verlag 8. Mai GmbH, der unter anderem die Tageszeitung »junge Welt« herausgibt, wurde erst sehr kurzfristig informiert, dass er statt der bereits 2017 kommunizierten 2,8-prozentigen Preissteigerung für das kommende Jahr nun jährlich 90.000 Euro zusätzlich bezahlen soll. Das ergibt eine Preissteigerung von 28,5 Prozent für 2019.

Scharfe Kritik am Zustand der Partei Die Linke übt deren langjähriger parlamentarischer Geschäftsführer im Bundestag (2005-2013), Ulrich Maurer, in einem Interview mit der Tageszeitung junge Welt (Samstagausgabe). Maurer, der früher SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzender von Baden-Württemberg war, erklärt, die Partei müsse die 16,5 Millionen Armen in der Bundesrepublik vertreten. Dem werde sie »im Moment jedoch nicht gerecht«. Die Linke könne »unmöglich allein mit einem urbanen studentischen Milieu im Kreuz die Welt verändern«. Der gesamte Elan der Parteigründung sei »in die Mühlen« des parlamentarischen Kampfes geraten, aber »durch das Schreiben von Anträgen gewinnt man den Klassenkampf am Ende nicht.«

Nachstehende Erklärung durfte Diether Dehm bis gestern Abend auf Facebook nicht veröffentlichen. Grund: er hatte einen ZDF-Witzversuch Böhmermanns hinterfragt und dazu dessen Verbalinjurie gegen Erdogan, "Ziegenficker", kritisch zitiert. Was von beidem der Zensurgrund für Zuckerbergs Imperium war (der sonst oft gar Holocaustleugner schützt), ist noch nicht rekonstruabel.

Die in Berlin erscheinende überregionale Tageszeitung junge Welt sieht ihre Zukunft nach wie vor im gedruckten Produkt. Mit einer am Samstag startenden Kampagne sollen insbesondere neue Printabonnenten gewonnen werden.

„Die heutige Abstimmung war eine schwere Niederlage für alle, die sich für ein modernes Urheberrecht und ein freies, nicht von großen kommerziellen Akteuren dominiertes Internet einsetzen“, erklärt Petra Sitte, Mitglied im Ausschuss Digitale Agenda und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heutige Abstimmung des Europäischen Parlaments über sein Verhandlungsmandat zur Urheberrechtsreform. Nachdem eine erste Abstimmung im Juni vertagt und die Abstimmung über Änderungen im Plenum ermöglicht wurde, wurden die Artikel 11 (Leistungsschutzrecht für Presseverlage) und 13 (Uploadfilter) heute dennoch angenommen. „In jedem Falle muss allen, die sich in den letzten Monaten und Jahren gegen teils abenteuerliche Lobbykampagnen für ein modernes Urheberrecht eingesetzt haben, gedankt werden.“

Die traditionsreiche Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus wird weiter erscheinen. Das teilte die herausgebende Verlag 8. Mai GmbH, in der auch die Tageszeitung junge Welt erscheint, am Freitag in Berlin mit. Möglich sei dies, weil sich in den letzten Wochen zahlreiche Leserinnen und Leser, aber auch viele Künstler und Kulturschaffende für die Weiterführung des 1957 in der DDR gegründeten Magazins stark gemacht haben und über 1.200 zusätzliche M&R-Abonnenten gewinnen konnten. Damit sei eine zentrale materielle Voraussetzung geschaffen, die Produktion wieder aufzunehmen, so Verlagsgeschäftsführer Dietmar Koschmieder.

Die Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag waren am 26. April 2018 ohne Ergebnis und neuen Termin unterbrochen worden. Mit dem Bundesverband Deutscher Tageszeitungsverlage (BDZV) ist für den 4. Juni ein Termin für die sechste Verhandlungsrunde vereinbart: „Wir brauchen endlich ein vorzeigbares Ergebnis. Es ist nicht vermittelbar, dass die Verleger, nach den Tarifergebnissen im öffentlichen Dienst und in anderen Bereichen der Privatwirtschaft, den Zeitungsjournalistinnen und -journalisten nicht mal die Inflation ausgleichende Gehaltssteigerungen anbieten – Reallohnsteigerungen müssen her“, sagte Fintel. In den Redaktionen werde engagiert an der Zukunft der Medienhäuser gearbeitet, es werde für alle neuen Vertriebswege produziert – und zwar wegen des Arbeitsplatzabbaus der vergangenen Jahre und der verschlafenen Entwicklung neuer Angebote im Internet unter schwierigen Bedingungen und unter hohem Druck. Das müsse endlich angemessen honoriert werden, und vor allem sei es wichtig, den journalistischen Nachwuchs zu halten, machte von Fintel deutlich.

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