19 | 06 | 2019

Tageszeitung junge Welt»Der Bau der Mauer war notwendig, sonst hätte es Krieg gegeben«. Mit diesen Worten beurteilt Margot Honecker in einem Interview, das die Tageszeitung »junge Welt« in ihrer Mittwochausgabe veröffentlicht, die Schließung der DDR-Grenze im August 1961. In dem ausführlichen Gespräch äußert sich die ehemalige DDR-Ministerin für Volksbildung und Witwe von Erich Honecker, dem langjährigen SED-Generalsekretär und DDR-Staatsratsvorsitzenden, zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder von ihrem selbstgewählten chilenischen Exil aus. Sie geht auf Fragen zur jüngeren deutschen Geschichte, zu aktuellen Problemen der Weltpolitik, aber auch zu ihrer persönlichen Situation ein.

Mit Blick auf den heutigen Konfrontationskurs westlicher Staaten gegenüber Russland heißt es in dem Interview: »Die Schaffung klarer Verhältnisse an der Frontlinie von NATO und Warschauer Pakt ermöglichte die dann beginnende Entspannungspolitik. Sie führte zur Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, deren Schlussakte 1975 in Helsinki unterzeichnet wurde. Auch von der DDR. Es war der Versuch, auf dem Kontinent ein System kollektiver Sicherheit zu schaffen. Wie wir jedoch heute sehen, ist mit dem Untergang der Sowjetunion und mit der von der USA forcierten Ostausdehnung der NATO diese Sicherheitsstruktur zerstört worden.«

Margot Honecker hat sich in den vergangenen Jahren nur selten öffentlich zu Wort gemeldet. Das jetzt in »junge Welt« exklusiv auf Deutsch erscheinende Interview wurde von der griechischen Nachrichtenagentur ANA-MPA geführt und zuerst in stark gekürzter Form in Griechenland publiziert (die Langfassung blieb Abonnenten vorbehalten).

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