17 | 07 | 2019

Wir dokumentieren nachstehend eine Erklärung von Esther Bejarano zu ihrer Kandidatur auf der Liste der DKP zur Bundestagswahl 2017:

Die DKP Hamburg hatte mich auf einer Bezirksmitgliederversammlung 2016 als Kandidatin für die Bundestagswahl auf der Landesliste aufgestellt, wobei sie mein Einverständnis aufgrund meiner Unterschrift auf einem dafür vorgesehenen Formular vorausgesetzt hatte.Nun sorgte ein am 19.05.17 veröffentlichtes Interview mit mir in der »Kleine Zeitung« aus Österreich für Aufregung und Nachfragen, nicht zuletzt beim Hamburger Landeswahlleiter.

Zu meiner Kandidatur soll ich dort gesagt haben, ich sei nicht gefragt worden. Das ist falsch. Ich habe der Kandidatur zunächst zugestimmt. Es stimmt, dass ich Bedenken hatte, weil ich, wenn ich meinen Namen hergebe, auch etwas aktiv dafür tun will. Dafür bin ich aber zu viel unterwegs. Hinzu kommt, dass mein Kuba-Aufenthalt mich gesundheitlich angeschlagen hat.

Ich hatte meiner Partei bereits im Februar auch gesagt, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Kandidatin zur Bundestagswahl auf der Liste der DKP Hamburg zur Verfügung stehe. Wir waren und sind uns einig, dass es richtig ist, meine Kraft auf meine antifaschistischen und künstlerischen Aktivitäten in diesem Land und international zu konzentrieren.

Es gab schon immer Diskussionen darüber, ob eine Eigenkandidatur der DKP in der jeweiligen Zeit sinnvoll ist. Völlig unstrittig ist die absolute Notwendigkeit, alle Kräfte gegen Kriegspolitik, Neofaschismus, Antisemitismus und Rassismus, sowie Sozial- und Demokratieabbau zusammen zu führen. Mir ist wichtig, dass Menschen gemeinsam gegen die Rechtspopulisten und Nazis aktiv sind, und zwar unabhängig von der eigenen Mitgliedschaft in einer Partei. Ich bin bereit, mit jedem gegen menschenverachtende Ansichten zu kämpfen, auch wenn er in der CDU oder sogar in der CSU ist. Auch darin bin ich mir mit meiner Partei einig.

Esther Bejarano

Hamburg, 25.05.2017

Quelle: news.dkp.de / RedGlobe

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