17 | 06 | 2019

redstarIn Kiel verhinderten KlimaaktivistInnen der Gruppe „Smash Cruiseshit“ am Sonnabend sechs Stunden lang das Auslaufen eines Kreuzfahrtschiffs. Sie fordern das Ende der klimaschädlichen Tourismusbranche, die seit Jahren steigende Emissionen verursacht und kritisieren die Arbeitsbedingungen an Bord. Die AktivistInnen wurden auf dem Wasser von der Polizei geräumt.

redstarAktuell blockieren etwa 50 Aktivist*innen der Gruppe „Smash Cruiseshit“ in Booten und mit Kletterausrüstung das Auslaufen des Kreuzfahrt­schiffs „Zuiderdam“ aus dem Kieler Hafen, um dessen Schadstoffausstoß zu unterbrechen und auf die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen an Bord aufmerksam zu machen. Erklärtes Ziel ist es, Urlaubsreisende auf die katastrophalen lokalen und globalen Folgen von Kreuzfahrt aufmerksam zu machen.

In den letzten Wochen überschlagen sich die Nachrichten in Sachen Verschärfung der Klimapolitik in der EU geradezu. Regierungspolitiker und Unternehmer wetteifern nach dem größten Fleißkärtchen im Rausposaunen von Maßnahmen zum Klimaschutz als krampfhafter Versuch, sich bei der protestierenden Jugend Sympathien zu verschaffen.

Beschluss des Kreisvorstands der DKP Köln

Die Braunkohleschafft ein Klima-Desaster. Allein das Neurather Kraftwerk BoA 2/3der RWE Power AG bläst jährlich mehr als 32 Millionen TonnenKohlendioxyd in die Atmosphäre. Zusammen mit den drei weiterenGroßkraftwerken Weisweiler, Frimmersdorf und Niederaußem verdunkeltder Energiekonzern RWE den Kölner Himmel. Seine Wolkenfabrikentragen 100 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ins Land. Das ist einDrittel des Gesamtausstoßes von NRW. Es fallen 1 Kilo CO2 pro KiloWattstunde an. Die Braunkohleverstromung belastet die Region zudemmit Feinstaub, senkt das Grundwasser, verwüstet die Gegend, frisstden Hambacher Forst sowie ganze Dörfer samt landwirtschaftlichenFlächen.

Immer wieder behaupten Politiker und Wirtschaftsbosse, Deutschland sei internationaler Vorreiter beim Thema Energiewende. Aber das stimmt nicht und hat auch nie gestimmt. Deutschland ist weltweit führend im Braunkohleabbau und auf einem 2018 von der Unternehmensberatung McKinsey herausgegebenem Energiewendeindex belegt Deutschland lediglich Platz 16 – hinter Ländern wie Malaysia, Uruguay und Singapur. Um zu verstehen, warum eine der reichsten Industrienationen wie Deutschland schlechter abschneidet als ein Drittweltland wie Malaysia, müssen wir erst einmal verstehen, was mit dem Begriff Energiewende gemeint ist und wie diese Energiewende in Deutschland konkret umgesetzt wird.

Das letzte Wochenende ist für den Energiekonzern RWE kein gutes gewesen, die Schlacht um den Hambacher Wald ist vorläufig für das Unternehmen verloren. Nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster am Freitag einen vorläufigen Rodungsstopp verfügte, feierten am Samstag viele Tausend Braunkohlegegner ihren Sieg und demonstrierten gleichzeitig für den Kohleausstieg. 

181006hambach50.000 Menschen haben am Samstag am Hambacher Wald friedlich für einen schnellen Kohleausstieg und gegen die Zerstörung des Waldes demonstriert. Es war die bislang größte Anti-Kohle-Demonstration im Rheinischen Revier. Die Veranstalter der Großdemonstration, die Initiative Buirer für Buir, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace und die Naturfreunde Deutschlands, forderten gemeinsam mit den Teilnehmern von der Bundesregierung einen zügigen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle und von dem Energiekonzern RWE einen Komplettverzicht auf die geplante Rodung des Hambacher Waldes.

atomkraft nein dankeEine Woche vor der Landtagswahl – am 6. Oktober – geht das Aktionsbündnis Mehr als deutlich: Unter dem Motto „Mia ham’s satt“demonstrierten eine Woche vor der Landtagswahl 18.000 Menschen auf Münchens Straßen gemeinsam mit einem Bündnis aus über 80 Organisationen für eine ökologische, tiergerechte, bäuerliche Landwirtschaft und gesundes Essen, für nachhaltige Mobilität, für saubere Luft und Klimaschutz, lebenswerte Städte und den Erhalt unserer vielfältigen Kultur- und Naturlandschaft.

Hambacher ForstSeit zwei Wochen wird die Besetzung des Hambacher Forstes bei Köln durch RWE mit Hilfe eines Großaufgebotes der Polizei NRW und anderer Bundesländer geräumt. Seit Sonntag befinden sich zwei weitere Personen in Untersuchungshaft, womit sich die Gesamtzahl inhaftierter Aktivist*innen auf fünf erhöht hat. Bereits am Samstag wurden zwei den Behörden namentlich bislang nicht bekannte Anarchist*innen »Winter« und »Jazzy« festgenommen. Sie sollen sich in einem Baumhaus im Waldcamp »Norden« gemeinsam festgekettet und damit aus Sicht der zuständigen Staatsanwaltschaft Aachen und der Haftrichterin des AG Düren gemeinschaftlich »Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in einem besonders schweren Fall« begangen haben.

Real time web analytics, Heat map tracking
Solidaritätsanzeige

Freie Radios auf Sendung

RedGlobe Links

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.