23 | 07 | 2019

Der von der Lufthansa angekündigte Verkauf der Cateringtochter Lufthansa Service Gesellschaft (LSG) ist am heutige Tag von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit einer Aufforderung zu Verhandlungen über eine „best owner“-Vereinbarung beantwortet worden. „Wir lehnen den Verkauf der LSG nach wie vor entschieden ab“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. „Ein solches Ansinnen ist sozial verantwortungslos und zudem wirtschaftlich äußerst fragwürdig.“

Zum traditionellen Schnäppchentag beim Versandhändler Amazon, dem so genannten Prime-Day, treten in dieser Woche Beschäftigte an sieben Standorten in Deutschland für mindestens zwei Tage in den Streik. Die Ausstände beginnen in der Nacht von Sonntag (14. Juli) auf Montag (15. Juli). Unter dem Motto „Kein Rabatt mehr auf unsere Einkommen“ fordern die Beschäftigten Tarifeinkommen wie im Einzel- und Versandhandel durch Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge sowie einen Ta-rifvertrag für gute und gesunde Arbeit. Gestreikt wird an den Amazon-Standorten in Werne, Rheinberg, Leipzig, Graben, Koblenz sowie an den zwei Standorten in Bad Hersfeld.

Nach der Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bank am heutigen Sonntag (7. Juli 2019) ist für die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) klar: "Das deutliche Verkleinern des Investmentbankings ist eine radikale Neuausrichtung der Deutschen Bank", so ihr Vorsitzender Frank Bsirske.

In der fünften Runde der Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Arbeitgeber auf ein Tarifergebnis geeinigt. Die Entgelte für Bankbeschäftigte steigen in zwei Stufen um insgesamt 4,0 Prozent. Der Gehaltsabschluss wird ergänzt durch zahlreiche Tarifregelungen zu Gesundheit und Qualifizierung sowie Verhandlungsvereinbarungen zur Modernisierung von Tarifverträgen. „Nach fünf Verhandlungsrunden mit 45 Verhandlungsstunden haben wir ein umfangreiches Gesamtpaket ausgehandelt, das eine deutliche Verbesserung gegenüber dem letzten Arbeitgeberangebot darstellt“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführer Christoph Meister. „Dies wäre ohne die 12.000 streikenden Bankbeschäftigten allein in den letzten drei Wochen nicht möglich gewesen.“ ver.di wird nun eine Mitgliederbefragung über das Tarifergebnis durchführen. Die ver.di-Tarifkommission empfiehlt den Mitgliedern die Annahme des Ergebnisses.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Geschäftsführung von Cinestar auf, in der laufenden Tarifauseinandersetzung sofort die Aussperrung streikender Beschäftigter zu beenden. „Streikende durch eine Aussperrung von ihrer Arbeit auszuschließen, ist eine vollkommen unangemessene und auch unverhältnismäßige Reaktion auf den legitimen Kampf unserer Kolleginnen und Kollegen für eine angemessene Bezahlung“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Holm-Andreas Sieradzki. Aussperrungen seien eine Eskalation der Arbeitgeber und absolut kein geeignetes Mittel, um eine Tarifauseinandersetzung zu einem gütlichen Ende zu führen; darüber müsse sich die Cinestar-Geschäftsführung bewusst sein. „Nach monatelangen Auseinandersetzungen sollte es jetzt das Ziel aller Beteiligten sein, sich konstruktiv zu überlegen, wie eine Lösung im Tarifkonflikt aussehen könnte.“

Sie kamen aus der ganzen Republik, mit zehn Sonderzügen und 800 Bussen: Über 50 000 Beschäftigte haben am Samstag an der #FairWandel-Kundgebung der IG Metall am Brandenburger Tor in Berlin teilgenommen.

Ihre Botschaft an Regierung und Unternehmen: Das Nichtstun muss ein Ende haben. Verkehrswende, Energiewende, Klimaschutz und Transformation der Industrie funktionieren nicht von alleine. Dafür braucht es einen Plan, massive Investitionen ― und vor allem schnelles und entschlossenes Handeln.

Mit Warnstreiks und Kundgebungen haben am Freitag (21. Juni) rund 7.000 Beschäftigte des Einzelhandels sowie des Groß- und Außenhandels aus mehreren Bundesländern ihre Forderungen nach deutlichen Einkommenssteigerungen in den jeweiligen regionalen Tarifrunden bekräftigt. „Wir erwarten Bewegung der Arbeitgeber. Sie müssen endlich Angebote mit deutlichen Reallohnsteigerungen für die Beschäftigten vorlegen“, sagte Stefanie Nutzenberger, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. Schon in den vergangenen Wochen hätten Kolleginnen und Kollegen aus vielen Betrieben mit Aktionen gezeigt, dass sie sich nicht mit Angeboten abspeisen ließen, die zu Reallohnverlusten führen würden.

Als „wichtigen Schritt auf dem Weg zu fairen Löhnen und verbesserten Arbeitsbedingungen in der Pflege“ hat ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler die heutige Gründung der Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) bezeichnet. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft will mit dem neuen Verband jetzt schnellstmöglich erste Sondierungsgespräche über einen Tarifvertrag für die Altenpflege führen. Ziel sei es, noch in diesem Jahr einen Tarifvertrag abzuschließen, der vom Bundesarbeitsminister auf die gesamte Altenpflege erstreckt wird. Damit sollen Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bisher beschämend niedrig bezahlen, zu besseren Löhnen verpflichtet werden. „Altenpflege ist ein wunderbarer Beruf, wenn die Bedingungen stimmen. Dazu müssen aber erstmal die Löhne rauf“, so Bühler.

Angesichts der laufenden Tarifrunde im Handel weitet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Streiks in mehreren Bundesländern an diesem Freitag und Samstag (14. und 15. Juni 2019) aus. Ein Schwerpunkt der Arbeitskampfmaßnahmen liegt dieses Mal auf Kaufland: In insgesamt rund 165 Filialen des Unternehmens werden über 2.000 Beschäftigte die Arbeit niederlegen (in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) und zu drei zentralen Streikversammlungen zusammenkommen.

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